Montag, 1. Oktober 2012

Nägel für die Kreuzigung selbst geschmiedet ;)

Als man Jesus ans Kreuz schlug, tat man dies bekanntlich mit Nägeln ... wenn wir der Bibel in der Frage glauben wollen ;). Dabei handelte es sich allerdings nicht um jene glänzenden Nägel mit kreisrundem Schaftquerschnitt, wie man sie vom Baumarkt her kennt, sondern eher um große, handgeschmiedete, konische Vierkantnägel - also die damaligen "Standardnägel".
Genau solche habe ich mir, aus einem unlegierten Stahl (rostet schnell), selbst geschmiedet. Pro Nagel benötigte ich ca. 20 Minuten (viel schneller gehts wohl nicht). 
Man kann sich leicht vorstellen, warum man in der Antike und vor allem im Mittelalter oft auf metallene Nägel beim Bauen von Häusern oder Möbeln verzichtet hat. Nicht nur weil Eisen in vergleichsweise geringen Mengen zur Verfügung stand, sondern eben auch weil der Arbeitsaufwand für nur einen einzigen Nagel relativ hoch war. 

Geschmiedeter Vierkantnagel

Handgeschmiedete Vierkant-Nägel
(Fotos: Hiltibold)

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5 Kommentare

  1. Fragt sich natürlich, warum man dann Jesus nagelte und nicht wie die anderen band? Teurer "Spaß", so eine Messiaskreuzigung.

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  2. Vielleicht hat man die Nägel danach recycled ;)
    Einer der Nägel soll ja für die Eiserne Krone der Langobarden verwendet worden sein, ein anderer wurde angeblich in die Heilige Lanze eingearbeitet ...
    Es dürfte außerdem nicht gerade einfach gewesen sein, die Nägel aus den massiven Balken wieder herauszubekommen, als man Jesus vom Kreuz nahm. Aber über solche Details schweigt die Bibel.

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  3. Guten Tag !
    Zufällig sties ich auf diese Seite, auf der Suche nach Bildern eines Nagels, wie er für eine kreuzigung Verwendung fand.
    Vor einigen Jahren fand ich in Polen an der Warta einen grossen, mit einer mir nicht zu erklärenden Form (viereckig, mit einem ca. 5Markstück grossen Kopf.
    Tja, und was soll ich sagen...recht ähnlich !
    Scheint, als hätte ich da einen "Kreuzigungsnagel" gefunden ?!
    Gruss von der Ostsee.

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    1. Guten Morgen,
      den Nagel am besten der Katholischen Kirche als Reliquie zum Kauf anbieten ;)

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    2. Hehehe, keine schlechte Idee...
      Habe ihn dem örtlichen Pastor hier vermacht.
      Schon beeindruckend einen so alten Gegenstand in der Hand zu halten,
      welcher noch dazu evtl. zu einem solchen Zweck diente.
      Gruss.

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