Samstag, 25. Januar 2014

Kurzmeldung: Artikel zur Causa Campus Galli (Bund der Steuerzahler)

Kürzlich berichtete ich hier von den neuesten Entwicklungen rund um die Causa Campus Galli. Auslöser war ein kritischer Bericht des Bundes der Steuerzahler, den man nun in Form eines PDFs beim Bildungswerk Meßkirch einsehen bzw. herunterladen kann: Klick mich

7 Kommentare

  1. Ich zitiere aus dem Artikel:

    "Also lieber Le-
    ser, auf nach Meßkirch, und geben Sie
    dem Mittelalter eine Chance. Aber stö-
    ren Sie sich nicht daran, dass die Aussage
    auf der Homepage des Campus Galli, "ge-
    baut wird nur mit den technischen Mög-
    lichkeiten des Frühmittelalters. Das heißt
    Muskelkraft statt Maschinenpower. Och-
    sen kar ren statt Lastwagen" nicht auf die
    Goldwaage gelegt werden sollte. Denn zu-
    mindest bei der Einrichtung der Baustel-
    le wollte man auf Bagger und Kettensäge
    nicht verzichten. Und auch den Anspruch,
    alles Baumaterial vor Ort zu gewinnen,
    sollte man nicht zu eng sehen: Denn Tou-
    rismus minister Bonde freute sich, Bau-
    holz aus dem Staatswald in Bad Saulgau
    über geben zu können, welches sicherlich
    nicht mit den Mitteln des Mittelalters ge-
    wonnen und von dort auch kaum mit dem
    Ochsenkarren antransportiert wurde."

    Unterhaltung pur! ;-)
    LG,
    Erwin

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  2. Dieser Abschnitt gefällt auch mir besonders gut, denn neben der finanziellen Schieflage dieses Projekts, ist vor allem die extrem schlampige Umsetzung und die fortgesetzte Irreführung der Öffentlichkeit das größte Ärgernis.
    Es stellt sich die Frage, warum man es beim Campus Galli für Nötig erachtet, dieses Märchen aufrecht zu erhalten: Klick mich


    Wie trostlos und mängelbehaftet sich diese "Klosterstadt" präsentiert, sieht man sehr gut anhand folgender Bilderserie, die im Zuge eines Betriebsausflugs entstand: Gallerie

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  3. Campus Galli könnte sich mal ein Beispiel am Geschichtspark (http://www.geschichtspark.de/) nehmen.
    Dort wurde zwar auch teilweise nicht auf moderne Hilfsmittel verzichtet (Zeitdruck), aber alle Häuser sind streng nach Befunden gebaut und zumindest korrekt nachbearbeitet. Ein Besuch dort lohnt sich allemal!
    Auch die Vernetzung von "Living Historie" Darstellern und Archäologen, modernen Handwerkern sowie dem wissenschaftlichen Beirat funktioniert dort sehr gut.

    Gruoss
    der Uhl zu Wilhaim

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    1. Für den Geschichtspark Bärnau-Tachov wurde übrigens auch ein wirklich fabelhaftes und inspirierendes Video produziert; wer es noch nicht kennt (an erster Stelle der Playlist): Klick mich

      Die angesprochene Vernetzung zwischen Darstellern, Archäologen und ausführenden Handwerkern ist genau der Punkt, der beim Campus Galli nicht einmal ansatzweise funktioniert. Im Gegenteil, der Klosterstadt-Chef Geurten wird von seinen Haus- und Hof-Zeitungen sogar dahingehend zitiert, dass er sich von der Living-History-Szene "abgewandt" hat, nachdem diese Kritik an seinem Treiben anmeldete.
      Diese Engstirnigkeit ist sehr bedauerlich.

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    2. Auch der Bajuwarenhof Kirchheim ist ein Beispiel für ein gelungenes experimentalarchäologisches Projekt. Zwar wurde auch dort bei der Erschließung nicht alles von Hand gemacht, ein Mangel der leider häufig anzutreffen ist und natürlich kritisiert werden darf, aber der Gebäudebau an sich wurde sehr sorgfälltig nach wissenschaftlicher Quellenlage ausgeführt. Und zwar zu einem Gutteil von Leuten mit praktischem Bezug zur Living-History-Gedanken. Das ist vermutlich auch das qualitative Hauptunterscheidungsmerkmal zum Campus Galli, wo bei den Beteiligten eine gewisse Laxheit vorzuherrschen scheint, da sie zuvor noch nichts mit Living-History zu tun hatten. Aber vielleicht macht es bei ihnen eines schönen Tages ja noch "klick" ;-)

      http://de.wikipedia.org/wiki/Bajuwarenhof_Kirchheim

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  4. Hier noch ein Tip aus dem Norden, auch eine Klosterbaustelle, allerdings auch ein völlig anderes Konzept:
    http://www.klosteranlage.de/
    http://www.geschichtserlebnisraum.de/

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  5. Ja es gibt so viele gute Beispiele in Deutschland, die völlig verkannt werden.

    Dagegen hat ein "Großredner" die Aufmerksamkeit der Medien und wirft einen Schatten auf den Rest der Projekte.

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