Mittwoch, 20. Januar 2016

PDFs: Das frühmittelalterliche Steppwams -- Germanische Bewaffnung -- Textile Qualität beim römischen Heer -- Muschelseide -- Bronzezeitliche Bohrmaschine -- Living History als Edutainment? -- usw.

Frühmittelalterliche Schutzwaffen, Ebene I - Das Steppwams | 2015 | Peter Hartmann | Academia.edu

Germanische Bewaffnung und Kampfweise | Michael Zerjadtke | Academia.edu

Textile Qualitäten im römischen Heer der Rheinprovinzen | 2013 | Sylvia Mitschke | Academia.edu

Gedanken zur Kinderkleidung durch die Jahrtausende - mit Schwerpunkt auf das römische Österreich | 2010 | Karina Grömer | Academia.edu

Funde aus dem Eis (Bogen, Bundschuhe usw.) – Ein vor- und frühgeschichtlicher Passübergang im Berner Oberland | 2006 | Peter J. Suter | Academia.edu

Die Edle Steckmuschel und ihr Faserbart: Eine kleine Kulturgeschichte der Muschelseide | 2009 | Felicitas Maeder | Academia.edu

Bohren wie die Hethiter: Rekonstruktion von Bohrmaschinen der Spätbronzezeit | 2005 | Jürgen Seeher | Academia.edu

Living History im Freilichtmuseum - Zugeständnis an die Erlebnisgesellschaft oder zeitgemäße Methode des historischen Lernens? | Georg Koch | Academia.edu

Archäologie als Edutainment: können Reenactment und Living History historische Lebenswelten erklären? | Doreen Mölders | Academia.edu

7 Kommentare

  1. Ich habe georg kochs Artikel gelesen und stehe ihm ziemlich kritisch gegenüber. Seine mehrfach gemachte Aussage "(sinngemäß) es ist egal ob jede Einzelheit historisch korrekt ist, wichtig ist, welche Bedeutung die Darstellung vermittelt." klingt für mich sehr nach Guido Knopp: "was solls, wenn die Hälfte von dem, was ich erzähle und 90% von dem, was man in den Spielszenen sieht, faktisch falsch ist. Hauptsache wir haben ein schönes geschichts-theater (ein Begriff, den herr koch selbst genutzt hat) und am ende eine Moral von der Geschicht'."
    Besagte moral ist aber leider allzu oft von modernen Weltanschauungen geprägt und hat dann vorrang vor dem, was (nach aktueller Erkenntnis) tatsächlich gewesen ist.
    Auf diese weise konnten sich in der Vergangenheit Mythen wie etwa "im Mittelalter haben die Menschen die Erde für eine Scheibe gehalten!" bilden und verbreiten. Die moral von der Geschicht', der man damals die wissenschaftliche Genauigkeit untergeordnet hat, lautete: "Seht, wie toll wir heute sind, seht wie dämlich die damals im Vergleich waren!" oder auch "und deshalb ist das Christentum im allgemeinen und die katholische Kirche im besonderen der Feind jeder Wissenschaft!"
    Ich finde es daher im krassen Gegensatz zu herrn Koch wichtig, den Besuchern möglichst wertfrei UND möglichst akkurat einen Überblick über die tatsächlichen Gegebenheiten und Entwicklungen während einer bestimmten Zeit zu vermitteln, und ihnen damit das nötige Handwerkszeug an die Hand zu geben, im Vergleich mit heutigen Gegebenheiten und Entwicklungen ihre eigenen Schlüsse zu ziehen.
    Vielleicht verstehe ich den Mann aber auch nur kolossal falsch.

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    1. Da ich den Beitrag nur zu ca einem Drittel gelesen habe, kann ich kein Gesamturteil fällen. Wenn er aber, so wie du schreibst, den Details eine untergeordnete Bedeutung einräumt, dann muss auch ich dem widersprechen. Es ist nämlich die Summe genau dieser Details, die den Geist einer Zeit möglichst glaubhaft wiedergibt. Wenn man hier wahllos kürzt und streicht, kommt am Ende in der Tat etwas heraus, das qualitativ eher zu einem Mittelaltermarkt oder einem Spielfilm passt und weniger zu seriösem Living History.

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  2. Nachtrag: den Artikel von frau Mölders finde ich zum Beispiel sehr viel gelungener. Sie stellt deutlich heraus, dass die Vermittlung von Fakten Vorrang vor durch moderne Weltanschauungen verklärten Deutungen haben sollte.

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  3. Hat es einen inhaltlichen Grund (erboste Veganer?), dass beim aktuellen Post das Kommentarfeld fehlt, oder klemmt da die Technik?

    Eigentlich wollte ich nur anmerken, dass ein lahmes Tempo für Anfragen von Bloggern bei Verlagen leider keine Ausnahme, sondern eher Standart ist (auch wenn es selten sooo lange dauert). Ich habe inzwischen schon eine "Blacklist" mit Verlagen, bei denen auf Frage nach einer Covernutzung mehr als drei Monate nix passiert...

    LG, Julia

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    1. Danke für den Hinweis, die Kommentarfunktion habe ich unabsichtlich ausgeschalten! Jetzt sollte es aber wieder funktionieren.

      Also bei der bloßen Covernutzung für eine Rezension frage ich schon lange nicht mehr. Da ich sowieso fast nur Bücher bespreche, die mir gefallen haben - und ich auch immer den Verlag als Urheber des Covers nenne - kann ich mir nicht vorstellen, dass sich jemand ernsthaft beschweren wird.
      Wenn ich zusätzliche Bilder aus dem Buch verwende, dann frage ich aber schon immer nach. Bisher hat auch noch niemand nein gesagt, nur dauerts halt wirklich leider manchmal sehr lange, bis eine Antwort kommt. Ich kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, wie eine E-Mail mehrere Monate liegenbleiben kann. Höchstens, dass da jemand vielleicht in Karenz war und keine Vertretung übernommen hat. Irgendwie komisch.

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    2. Bei wohlwollenden Rezensionen ist die Covernutzung (soweit ich weiss) nie ein Problem, das ist ja kostenlose Werbung für den Verlag. Aber bei negativen Rezis hatte ich schon ein paarmal Verlage und Autoren, die mit rechtlichen Schritten drohten, da will ich keine unnötige Angriffsfläche bieten.

      Dass Mails liegenbleiben, ist einfach zu erklären. Die meisten Verlage bekommen täglich dutzende bis hunderte Mails mit unklaren Betreffzeilen oder Fragen, für die es intern keine klare Zuständigkeit gibt. Da sortiert i.d.R. ein Praktikant vor, nach zuständigen Personen und Dringlichkeit. Als Blogger ist man nie dringend, und wenn die Mail dann noch im falschen Ordner landet, dauert es halt eine Weile...

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    3. Als Blogger ist man nie dringend,

      Genau, wobei es allerdings durchaus etwas zu bringen scheint, wenn man erwähnt, dass die Rezension auch bei Amazon veröffentlicht wird.

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