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Und maximalpigmentiert war sie auch nicht. Aber über diesen krassen Nonsens, der seit ein paar Jahren medial unter die Leute gebracht wird, traut sich die Frau Historikerin nicht drüber. So wie man im öffentlich-schlechtlichen Dummfunk auch auffällig wenig über das "race-swapping" in der jüngsten Odysseus-Verfilmung hört. Will heißen: Man darf schon Geschichtslügen kreieren, solange diese aus der weltanschaulich eigenen Blase kommen. Doch wehe, es vergleicht ein Außenstehender die spätantike Völkerwanderung mit heute - huiuiui, dann befällt manch professoralen Uni-Schlauberger der Gratismut und er speit von seinem Elfenbeinturm Feuer herab. Dann wird aus den archäologisch unübersehbaren Brand- und Zerstörungshorizonten plötzlich eine begrifflich weichgespülte "Transformation". Und außerdem seien das ja auch gar keine richtigen Völker gewesen, sondern ethnisch total "diverse" Gruppen (was eine spannende historische Einengung des Begriffs "Volk" ist, wenn man bedenkt, dass dergleichen - angewendet auf das heutige deutsche Staatsvolk - schnell den sogenannten 'Verfassungsschutz' dazu veranlassen würde, irgendetwas von völkisch zu raunen). Bei so viel ideologisch bedingter Realitätsverweigerung braucht sich niemand Wundern, dass die Zuschreibung "Experte" immer mehr zum Deppenstempel mutiert. Zum Glück bin ich selber nie in die Forschung gegangen; das hätte nur böse enden können, da mir Gruppendruck und weltanschauliches Kreiswichsen zuwider sind.
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"... wieso die Bundesrepublik noch bis 1979 für die Schäden aufkommen muss." Da frage ich mich: Wer hat eigentlich die Hinterbliebenen der hunderttausenden zivilen Todesopfer der Hungerblockade des 1. Weltkriegs entschädigt? Apropos: Den Schülern erzählt man heute, der österreichische Landschaftsmaler und seine Parteigenossen seien eigentlich bloß wegen der Weltwirtschaftskrise gewählt worden (nebenbei bemerkt, das auch nur von ca. einem Viertel der Gesamtbevölkerung - von wegen "DIE Deutschen" hätten diesem Kretin bzw. seiner nationalen Sozi-Partei 1933 ihre Stimme gegeben); im besten Fall erwähnt man noch die erzwungenen Gebietsabtretungen als Begründung. Dass hingegen dieses Mega-Kriegsverbrechen vielen Wählern noch in äußerst böser Erinnerung war - wie man sehr schön in den Zeitungen von damals nachlesen kann - lässt man unter den Tisch fallen. Freilich, in Gustave Le Bons weltberühmtem Buch "Psychologie der Massen" (1895) steht bereits, dass bei der Manipulation bzw. Indoktrinierung von Menschen Graustufen bzw. Differenzierungen schaden. Schwarz-weiß muss stattdessen alles dargestellt werden. Und zum Schluss die Pointe: Auch der besagte Landschaftsmaler kannte dieses Buch sehr gut und nutzte die darin enthaltenen Ratschläge ausgiebig - so wie eben auch heute seine posthumen Bekämpfer, die unter anderem die Lehr- und Unterrichtspläne erstellen.
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Hmmm, da hat man aber - sicher nur rein zufällig - einen Akteur vergessen zu erwähnen. Und das obwohl der doch in den Primärquellen dieser Zeit mehrfach vorkommt. Beispielsweise in den Akten des Konzils von Toledo (ca 694), in der Mozarabischen Chronik (ca 754). Und auch später wird in mittelalterlichen arabischen Quellen (z.B. bei Ibn al-Athīr im 12./13. Jh.) mehrfach darauf eingegangen, wie eine ganz bestimmte Bevölkerungsgruppe in Spanien fleißig dabei mitgeholfen haben soll, das islamische Heer ins westgotisch-christliche Land und in seine befestigten Städte hereinzulassen? Na, wer weiß, wer gemeint ist? ^^
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Sage ich schon seit Jahren - unter anderem in meinem Beitrag über die Verunstaltung von Göbekli Tepe. Ein großes Problem dabei ist das 'Schleimertum' von Akteuren wie dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI). Anstatt klare Kante zu zeigen und Erdogans Religiotenstadl sich selbst zu überlassen, antichambriert man untertänigst, damit deutsche Archäologen dort weiterhin Karriere machen können. Freilich, sie selbst sehen sich als völlig selbstlose Wissenschaftler. Aber so ist es ja immer: Egoismen rationalisiert man sich mit angeblich hehren Beweggründen zurecht. Wenn man während des Studiums schon sonst nichts Nützliches gelernt hat, dann zumindest diese Art von Mentalgymnastik. Wie hat mir mal eine Klassische Archäologin so schön gesagt: Viele ihrer Kollegen sind die geborenen Limbo-Tänzer, da ihr Rückgrat wie aus Gummi ist...
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" Na, wer weiß, wer gemeint ist? ^^ "
AntwortenLöschenDie Bajoraner?
;o)
WTC
In gewisser Weise, wenn man berücksichtigt, wer das reale Vorbild für dieses fiktive Volk war...
LöschenDass der deutsche Steuerzahler seit vielen Jahrzehnten mit Abermillionen die Aktivitäten des DAI im Ausland finanzieren muss, verstehe ich sowieso nicht. Ok, wenn es ein 3. Welt-Land ist, dass sich das nicht leisten kann und selber keine vernünftigen Archäologen hat, dann lass ich mir die Finanzierung vielleicht noch einreden. Aber bei der Türkei ist das alles nicht so, die können sich das selber ganz gut leisten. Ich denke, du liegst ziemlich richtig, wenn du hier Ego-Gründe bei den deutschen Archäologen ins Spiel bringst. Aber ich würde noch die deutschen Politiker dazunehmen, die sich einbilden, dass, wenn deutsche Wissenschaftler z B in der Troja-Forschung international als Experten genannt werden, Deutschland davon etwas hätte. Dabei verwechseln die Politiker allerdings das abstrakte Staatskonstrukt und seine Vertreter mal einfach so mit dem durchschnittlichen Bürger.
AntwortenLöschenJa, dahinter steckt wohl ein als akzeptabel eingestufter Schmalspurpatriotismus bzw. dieses simple "dann sind wir wehr"-Denken. Man kennt das auch von internationalen Sportwettbewerben wie der Fußball-WM.
LöschenAllerdings beschränkt sich diese Denkweise nicht nur auf Parteipolitiker, sondern findet auch bei vielen Normalbürgern etliche Anhänger.