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Soso,"GrabungstechnikerINNEN" gib es also demnächst ein paar weniger in Deutschland. Total tragisch! Doch wenn hier ein Mangel an archäologischem Personal behauptet wird, dann ist das eine Halbwahrheit und somit Blödsinn. Warum? Ganz einfach: Es werden in Deutschland mehr als genügend Archäologen ausgebildet; und auch Archäologen beherrschen, das sollte man doch meinen, das wissenschaftlich korrekte Ausgraben und das Dokumentieren. Tja, das Problem dabei ist aber ein ganz anderes - und davon erzählt dieser Typ im muffigen Talar aufgrund ideologischer Vernageltheit natürlich nichts: Die Mehrheit der Archäologiestudenten sind mittlerweile Frauen. Und - im Gegensatz zu Männern - ist Frauen tendenziell die sogenannte "Work-Life-Balance" wichtiger; das ist allgemein bekannt und empirisch durch unzählige Untersuchungen belegt. Entsprechend weniger wollen Frauen (im Durchschnitt) der archäologischen Knochenarbeit (Achtung, doppelter Wortsinn!) als Vollzeitjob über viele Jahre hinweg nachgehen. Und ich sauge mir diese Erkenntnisse nicht aus den Fingern, sondern das haben mir männliche und weibliche (!) Archäologen im Laufe der Jahre aus ihrem beruflichen Alltag mehrmals verärgert berichtet. Da heißt es dann auch explizit, dass besonders die weiblichen Archäologen heutzutage oft körperlich zu wenig belastbar sind und diese jungen Frauen in Wirklichkeit die archäologische Feldarbeit als vorübergehendes notwendiges Übel sehen, um irgendwann einen Bürojob im Museum zu bekommen. Niemanden sollte diese Attitüde im Übrigen überraschen. Man hat ja auch noch nie davon gehört, dass Feministinnen Quoten für Jobs fordern, in denen manuell hart gearbeitet wird. Nein, es geht immer nur darum, sich die Rosinen aus dem Kuchen zu picken. In der Archäologie ist das nicht anders (wobei natürlich auch unter den männlichen Archäologen genügend solche anzutreffen sind, die lieber eine ruhige Kugel in einem Museumsmagazin schieben wollen, anstatt ihre Hände mit Schmutz zu besudeln - das verschärft den punktuellen "Fachkräftemangel" zusätzlich).Eines noch: Es ist schon köstlich, wie sich der gendernde Hochschul-Heini in diesem Interview zu winden beginnt, als der Moderator insistiert, die Hauptverantwortlichen (=Politiker, Uni-Leitung) für das Liquidieren der Grabungstechniker-Studienplätze in Berlin zu kritisieren. Aber genau solche Individuen wie dieser Herr, die anscheinend einen Gartenschlauch als Rückgrat haben, sind es dann üblicherweise, die sich moralisch über ihre Vorgänger erheben, weil die in den 1930ern und 1940ern nicht bereit waren, als Widerstandskämpfer ihre Haut zu Markte zu tragen.
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Es ist übrigens völlig unbewiesen, dass es sich bei der Verstorbenen um eine Schamanin handelt. Das ist lediglich eine Hypothese, mit der Harald Meller und sein Museum in Halle erst seit relativ kurzer Zeit hausieren gehen. Wahrscheinlich weil es die Besucherzahlen steigert, aber auch eine feministisch-zeitgeistige Intention ist hierbei nicht auszuschließen. Es ist jedenfalls völlig unwissenschaftlich, diese bloße Interpretation wie eine Tatsache hinzustellen.
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