Dienstag, 27. Januar 2026

⛪ Ich habe die Mittelalterbaustelle Campus Galli besucht... und meine Meinung geändert


Normalerweise sitz ich hier und zerlege mit Wonne alles, was nach Steuergeldverschwendung, ideologischer Verblendung oder einfach nur nach schlecht gemachter Geschichtsklitterei riecht, und Campus Galli war da jahrelang mein Lieblingsziel, weil es so herrlich viele Angriffsflächen bot – von der ewig andauernden Baustelle über den chronischen Finanzbedarf bis hin zu diesem seltsamen Mix aus Grünen-Polit-Romantik und experimenteller Archäologie, die sich manchmal mehr wie ein Happening denn wie seriöse Wissenschaft angefühlt hat. 

Ich hab’s nicht nur einmal, sondern dutzendfach geschrieben: Potemkinsches Dorf, Steuergeldschlucker, ideologisches Kaff, wo man mit viel Aufwand wenig Echtes zustande bringt, und immer wieder diese peinlichen Versprechen, dass „nächstes Jahr“ endlich alles fertig wird, was dann natürlich nie eintrat. Und jetzt? Jetzt muss ich mich hinstellen und zugeben, dass mich genau diese Leute, die ich so oft durch den Kakao gezogen habe, in einem ganz normalen, unvorbereiteten Gespräch am Rand der Baustelle völlig umgehauen haben – nicht mit großen Gesten, nicht mit Napierala, der mir persönlich die Hand schüttelt und mich mit Staatsknete-Argumenten vollsülzt, sondern mit zwei ganz gewöhnlichen Mitarbeitern, die einfach nur da waren, ehrlich geantwortet haben und mir Dinge gezeigt haben, die ich so nicht erwartet hätte, weil ich sie in all den Jahren, in denen ich den Laden kritisiert habe, nie wirklich aus der Nähe betrachtet habe.

Die harte Wahrheit zuerst, damit niemand denkt, ich wäre plötzlich weichgespült worden: Der Baufortschritt ist nach wie vor lahmarschig, die Holzkirche steht immer noch nicht so da, dass man drin ohne Lebensgefahr Gottesdienst feiern könnte, die Abtshof-Gebäude kriechen voran wie eine Schnecke mit Arthrose, und die Besucherzahlen von knapp 80.000 im Jahr reichen bei weitem nicht aus, um das Ding ohne jährliche staatliche Finanzspritzen am Laufen zu halten – all das hat sich nicht in Luft aufgelöst, nur weil ich mal mit zwei Leuten geredet habe. Aber dann kamen die Details, die mich zum Schweigen gebracht haben: Sie haben mir Dokumentationen gezeigt, die früher entweder gar nicht oder nur stümperhaft geführt wurden und jetzt penibel sind; sie haben mir erklärt, wie sie die archäologische Beratung inzwischen ernst nehmen und echte Fachleute regelmäßig kommen lassen, die korrigieren, statt nur nickend danebenzustehen; und vor allem haben sie mir Fotos von früheren Bauphasen gezeigt und ohne Umschweife gesagt: „Ja, das war früher schiefgelaufen, das wissen wir, wir haben’s intern zerpflückt und versuchen’s jetzt besser zu machen – langsam, aber ehrlich.“Und das Entscheidende war die Stimmung vor Ort: Kein pseudorevolutionäres Gelaber mehr, kein Che-Guevara-Fanclub auf Staatskosten, sondern Leute, die mit echten Händen und kaputten Fingern werkeln, obwohl’s oft regnet, die Kohle knapp ist und die Öffentlichkeit sie weiterhin als Steuergeldverschwender abstempelt – einer hat mir ganz trocken gesagt: „Wir bauen nicht nur Holz aufeinander, wir bauen Wissen auf, das sonst für immer verloren geht, und das ist es wert, auch wenn’s wehtut.“ Das hat gesessen, weil’s nicht nach PR klang, sondern nach jemandem, der weiß, dass er in einem schwierigen, fehleranfälligen Projekt steckt, aber trotzdem nicht aufgibt.

Fazit, und das fällt mir nicht leicht: Campus Galli ist immer noch kein perfektes Projekt, es frisst weiter Steuergeld, es hinkt dem Zeitplan meilenweit hinterher, und der vollständige Klosterplan wird wahrscheinlich erst in Jahrzehnten stehen, wenn überhaupt – aber es ist auch kein reiner Schmarren mehr, sondern ein Lernprozess geworden, getragen von Menschen, die Fehler eingestehen, daraus lernen und weitermachen, statt sich in ideologischen Schützengräben zu verschanzen. Mein Ego blutet, das geb ich zu, weil ich mich so oft geirrt habe, zumindest teilweise, und weil ich jetzt zugeben muss, dass ich manchmal zu schnell mit dem Säbel gerasselt habe.


So, wer ist dem obigen KI-Kokolores auf den Leim gegangen? :) Obwohl ich "Grok" den Auftrag gegeben habe, meinen liebenswürdigen und megasachlichen Schreibstil zu imitieren, so sind in diesem Erguss doch einige verräterische Elemente enthalten. 
- Zuvörderst: Ich verwende, anders als hier, nie Gedankenstriche, sondern ersetze diese aus reiner Faulheit fälschlich mit Bindestrichen; so wie es die meisten Leute heutzutage machen. Der echte Gedankenstrich (er ist länger als der Bindestrich) gilt übrigens genau deshalb als ein Indiz für KI-generierte Texte. Ein Paradebeispiel dafür ist Amazon. Man achte dort einmal darauf, wie viele der neueren Rezensionen mittlerweile solche Gedankenstriche enthalten; besonders jene, die von Vine-Testern veröffentlicht wurden (Personen, die an diesem Programm teilnehmen, bekommen die Produkte gratis, müssen aber eine Rezension abliefern; viele dieser Tester haben nun aber offenbar keine Lust, den Krempel selbst zu verfassen; das heißt, die entsprechenden Rezensionen sind Fake und besitzen keine echte Aussagekraft, vielmehr paraphrasiert die KI bloß Produktinfotexte und erfindet irgend ein Erfahrungs-Tralala dazu).
- Ebenfalls aus Faulheit mache ich beim Bloggen immer die englischen Anführungszeichen - also jene, bei denen die Striche auch am Satzanfang oben gesetzt werden. Die KI hingegen hat auch diese Zeichen korrekt verwendet.
- Verräterisch ist im obigen Blogbeitrag außerdem die Tendenz, Sätze kurz zu formulieren. In dieser Art würde ich zwar gerne immer schreiben, aber leider neige ich eher zu längeren Konstruktionen. Freilich, unzählige Juristen halten sich für die absoluten Oberhengste, wenn sie möglichst verschachtelte Endlossätze produzieren. Auch in älteren Übersetzungen antiker Texte stößt man oft auf solche Satzungetüme - ich denke da etwa an die Reclam-Übersetzung der "Catilina-Verschwörung". In meinen Augen ist diese Wort-Völlerei nichts, auf das man stolz sein solle, sondern eher handelt es sich um eine Art Kommunikations-Autismus. 
- Ach ja, und ein ganz wichtiger Punkt, den die KI versemmelt hat. Der Campus Galli macht seit Anfang November Winterpause. Schwerlich konnte ich die Baustelle daher in letzter Zeit besuchen. Noch Mitte Dezember, also nach Beginn der Winterpause, habe ich den Saftladen in einem Beitrag abgewatscht.

Echtes Fazit (mit Exkurs): Obwohl die KI meine Blogbeiträge über den Campus Galli augenscheinlich gut analysiert hat, so war sie doch nicht in der Lage, mich perfekt zu imitieren und völlig glaubwürdig zu argumentierten (einige der eingebauten Wortspiele waren aber erstklassig). Die Frage ist freilich, wie lange wird es wohl noch dauern, bis KIs in der Lage sind, sich sprachlich komplett glaubwürdig als jemand auszugeben? Und soll ich dann überhaupt noch selber bloggen oder einfach die KI beauftragen, es in meinem Namen zu tun? ;)
Aber bis dahin ist es wohl noch ein längerer Weg. Vorerst warte ich gespannt auf das Platzen der KI-Blase am Finanzmarkt. Glaubt man nämlich dem Investment-Guru Michael Burry, der schon die Subprime-Hypothekenkrise 2007/2008 (mit anschließender jahrelanger Finanzkrise) vorhergesagt hat, dann könnte es noch 2026 spürbare Verwerfungen geben, spätestens aber Anfang 2027. Burry wettet bereits mit Unsummen (angeblich bis zu einer Milliarde Dollar) auf massiv fallende Kurse prominenter KI-Firmen wie Nvidia und Palantir. Was dort zu fast panikartigen Reaktionen führt, die sogar in kaum verhohlenen Beschimpfungen von Burry münden. Dabei hat der Mann einfach mit vielen Dingen völlig recht: KI-Firmen schicken untereinander Milliarden von Dollar im Kreis herum, um Investments vorzugaukeln und so die Aktienkurse künstlich nach oben zu treiben. Dem selben Ziel dient das Behumpsen mit künstlich in die Länge gezogenen Abschriebungszeiträumen für sauteure Hardware, die in der Realität viel rascher veraltet, als diese Firmen bewusst falsch prognostizieren. Zum Drüberstreuen verdienen sich die KI-Topmanager und ihre Buddies mit Aktienrückkäufen (share buybacks) eine goldene Nase. Und das alles trotz der düsterern Realität. Denn viele KI-Firmen wie xAI, Open AI usw. machen absurd hohe Verluste ("cash burn"), ohne dass wirklich Licht am Ende des Tunnels in Sicht wäre. Schlimmer noch, Produkte wie Grok, ChatGPT usw. bleiben qualitativ deutlich hinter den rosigen Zukunftsprognosen zurück. Viele Firmenkunden erkennen, dass die eingekauften KI-Tools überteuert sind (ständiges Melken mittels Abo-Modellen) und in einem ausmaß Müll ("Slop") liefern, die zu keinen Kosteneinsparungen führen. Es gibt mittlerweile entsprechende Schätzungen, wie jene vom Analysehaus MacroStrategy Partnership, wonach die KI-Blase vom Volumen her 17 mal (!!!) so groß sein könnte wie die berüchtigte Dotcom-Blase, die im Jahr 2000 geplatzt ist. Übrigens, jene Analysten, die den KI-Zirkus noch immer positiv bewerten, arbeiten in der Regel für Banken und Investmenthäuser, die umso mehr verdienen, je länger diese Sau durchs Dorf getrieben wird. 
Ich werde jedenfalls abwarten und zurzeit keine DDR5-RAM-Riegel und Gen5-SSDs kaufen. Der Computerschrauber weiß, wovon ich rede. Das ist meine Art, auf das baldige Platzen der KI-Blase zu wetten :)


Samstag, 24. Januar 2026

🎧 Hörbares: Dominique Görlitz kritisiert Heinrich Kusch und den Besitzer der 12-Apostel-Zeche -- Älteste bekannte Höhlenmalerei entdeckt -- Die Geschichte des Artnappings -- Der schlechte Ruf der Vandalen -- usw.


 Dominique Görlitz: Das Eisen der Pharaonen und der Vorwurf methodischer Mängel sowie Geheimniskrämerei | Spieldauer 192 Minuten | CROPfm | Stream & Info | Direkter Download
Eigentlich sollte es um die umstrittene Verwendung von Eisenwerkzeugen im frühen Ägypten gehen. Allerdings entwickelte sich die Sendung dann immer mehr in eine andere Richtung und der Expermientalarchäologe Dominique Görlitz ließ dabei die eine oder andere Kritik-Bombe platzen; besonders hinsichtlich der archäologischen Untersuchungen in der 12-Apostel-Zeche, an der auch der Grazer Höhlenforscher und Urgeschichtler Heinrich Kusch beteiligt ist (siehe mein Text dazu). So heißt es etwa, dass man sich weigern würde, einige der Funde von den weltbesten Experten mit maximaler Präzision datieren zu lassen, obwohl Dominique Görlitz für die Kosten aufkommen würde. Und dass außerdem in Osteuropa Betriebe existieren, die Reproduktionen keramischer Objekte der Vinča-Kultur - wie sie in der 12-Apostel-Zeche archäologisch entdeckt wurden - auf Bestellung produzieren können. Görlitz betont, dass er nichts Konkretes wie gezieltes Fälschen unterstellt, aber ihm die Gemengelage seltsam vorkommt; im besten Fall würde der Besitzer der 12-Apostel-Zeche durch seine Weigerung der Weltöffentlichkeit eine Sensation vorenthalten.  Auch Tarek, der Interviewer des Gesprächs, merkte an, dass er bei seinem Besuch in der 12-Apostel-Zeche auf Ungereimtheiten stieß.
Schließlich zweifelt Dominique Görlitz auch die von Heinrich Kusch verwendete TCN-Methode an, die dieser genutzt hat, um in verschiedenen Zusammenhängen Steinoberflächen zu datieren; da würde es bessere Möglichkeiten geben, sagt Görlitz. Kusch hat andererseits gemeinsam mit einem Fachmann bereits im Jahr 2023 eine Arbeit veröffentlicht, in der die TCN-Methode und ihre Anwendung sehr konkret erläutert wird; ich habe darüber berichtet). 
Kurz gesagt, diese interessante Sendung sollte man sich unbedingt anhören. Die Kritik findet man vor allem in der zweiten Hälfte.

 Die Kulturgeschichte der Frisur – Eine haarige Angelegenheit | Spieldauer 21 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 68000 Jahre alt: Älteste bekannte Höhlenmalerei in Indonesien entdeckt | Spieldauer 5 Minuten | DF | Stream & Info

 Die Geschichte der Steuern - Zugemauerte Fenster und gestutzte Bärte | Spieldauer 19 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Die Vandalen - Woher kommt ihr schlechter Ruf? | Spieldauer 24 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Kitschige Sternbilder-Geschichte: Die antike Seifenoper am Abendhimmel | Spieldauer 3 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Owen Rees: „Eine unerzählte Geschichte der Antike“ | Spieldauer 7 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Entführte Bilder: Die Geschichte des Artnappings | Spieldauer 47 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 „Shalom am Rhein“ – Birgit Heide über 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz | Spieldauer 5 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download


Donnerstag, 22. Januar 2026

📽️ Videos: Die überraschenden Entdeckungen der Ausgrabungen in Pompeji -- Rund 300 Skelette bei Ausgrabungen gefunden -- Archäologie in den Vogesen -- "Vasa", Schwedens Geisterschiff -- usw.


 Der Archäologe Gabriel Zuchtriegel: Die überraschenden Entdeckungen der Ausgrabungen in Pompeji | Spieldauer 52 Minuten | SWR | Stream & Info 

 Beginnen die Hexenverfolgungen im Mittelalter? | Spieldauer 25 Minuten | arte | Stream & Info

 Mittelalterlich: Die französische Festungsstadt Carcassonne | Spieldauer 6 Minuten | DW | Stream & Info 

 Rund 300 Skelette bei Ausgrabungen in Greifswald gefunden | Spieldauer 3 Minuten | NDR | Stream & Info 

 Archäologische Schätze: Kasematten von Luxemburg | Spieldauer 4 Minuten | SR | Stream & Info 

 Archäologie in den Vogesen: Die gallo-römische Stadt Grand | Spieldauer 5 Minuten | SR | Stream & Info 

 Zeitreise ins 17. Jahrhundert: Vasa, Schwedens Geisterschiff | Spieldauer 53 Minuten | arte | Stream & Info 

 Archäologie Neumarkt: Die alte Latrine unter der geplanten Toilette | Spieldauer 3 Minuten | BR | Stream & Info 



Matt Beall und Matthew LaCroix: The Hidden Knowledge that connected the ancient world | Spieldauer 147 Minuten | Youtube | Stream & Info 
Starker Tobak, der da im Podcast von Matt Beall behauptet wird! 😄


Montag, 19. Januar 2026

👽 Ruhe nicht in Frieden: Erich von Däniken, die geilen Außerirdischen und ich 🛸

Vor wenigen Tagen ist der viel kritisierte, aber auch viel gelesene Schweizer Bestseller-Autor und Privatforscher Erich von Däniken verstorben. Er wurde 90 Jahre alt. Aus diesem Anlass ein paar persönliche Gedanken.

Die sogenannte "Mystery"-Sparte hat mich mein Leben lang immer nur am äußersten Rande interessiert. Hält doch die klassische Geschichtsforschung ebenfalls sehr viele Spannendes bereit. Ein Umstand, der nicht nur einen Teil meiner Ausbildungsentscheidung beeinflusste, sondern auch meine Hobbies. Wohl deshalb bin ich erst sehr spät auf Erich von Däniken gestoßen. Zwar habe ich in den frühen 1990ern etwas von seiner 25teiligen Sendereihe auf "Sat 1" mitbekommen - ihr Titel lautet "Auf den Spuren der All-Mächtigen" - aber das hat wiederum bei mir selbst absolut gar keine Spuren hinterlassen. Vielmehr habe ich damals als Halbwüchsiger gerade begonnen, meine Nase in die vielen Seekriegsromane zu stecken, die aus den Schreibfedern von Alexander Kent, Cecil Scott Forester, Patrick O'Brian und etlichen weiteren Autoren stammten. 

Doch irgendwann, es war so um 2007, kam mir auf dieser damals noch relativ neuen Plattform namens "Youtube" ein in mehrere Schnipsel aufgeteiltes Video unter, in dem Erich von Däniken eine seiner Thesen ausbreitete. Eigentlich wollte ich nur kurz reinschauen, aber als der Schweizer gleich zu Beginn einen alttestamentarischen Text neu auslegte und dabei etwas von "geilen Außerirdischen" erzählte, die "Sex mit Menschenfrauen" machen wollten", musste ich natürlich weiterschauen 😁. Das war für mich der Einstieg in das Thema Prä-Astronautik bzw. Paläo-SETI.

Däniken hat die Idee von der Prä-Astronautik zwar nicht selbst erfunden, aber durch seine Bücher - allen voran "Erinnerungen an die Zukunft" - weltweit populär gemacht. Und im Angesicht der bemerkenswerten Entwicklung, die gerade die seriöse und z.T. staatlich getragene UFO- bzw. UAP-Forschung in den vergangenen Jahren genommen hat, wird die Wahrscheinlichkeit immer größer, dass der Schweizer richtig lag. Nicht unbedingt im Detail, aber was die Kernaussage der Prä-Astronautik betrifft. Nämlich, dass die Erde bereits in vormoderner Zeit mehrfach Besuch von Außerhalb erhielt; und dass diese Ereignisse möglicherweise Spuren bei unseren einfach gestrickten Vorfahren hinterließen: Kulturell/religiös, technisch und eventuell sogar genetisch (ich selbst weise ja seit etwas mehr als einem Jahr in meiner Rubrik "Was in der alten Zeitung steht" auf als historische UFO/UAP-Sichtungen interpretierbare Himmelserscheinungen hin).

Obwohl mich Däniken nie völlig mit seinen Argumenten überzeugt hat, so wünsche ich mir irgendwie doch, dass er zumindest teilweise richtig lag. Nicht nur der wissenschaftlichen Sensation wegen, sondern auch, weil dann all seine Kritiker aus der Wissenschaft und dem Journalismus überaus dumm dastehen würden. Sind sie Erich von Däniken doch nur selten auf sachlicher Ebne begegnet, sondern verlegten sich aus intellektueller Faulheit lieber darauf, ihm rein finanzielle Beweggründe zu unterstellen; er würde ja nicht einmal selbst glauben, was er da so erzählt. Belegen konnte man diese Unterstellung freilich nie, was für Leute, die sich in der Pose des angeblich so sachlichen Wissenschaftlers gefallen, schlicht und ergreifend peinlich ist.

Unabhängig davon, was man von den Theorien des Erich von Däniken hält, so ist doch eine Tatsache unbestritten: Er hat die Geschichtswissenschaft bzw. die Archäologie für viele Millionen Menschen überhaupt erst interessant gemacht. Und nicht wenige seiner Leser sind dann irgendwann von der hochspekulativen "Mystery"-Schiene in den argumentativ solideren Bereich übergewechselt.

Außerdem ist es Däniken zu verdanken, dass unzählige Forscher sich im Laufe der Jahrzehnte genötigt sahen, ihre eigenen Behauptungen besser zu argumentieren und mit harten Fakten zu untermauern. Vielen von ihnen ist das gelungen, vielen aber auch nicht. Und es sind oft besonders die Letzteren, welche unseriös und unwissenschaftlich auf den Schweizer Privatforscher reagierten. Ein Paradebeispiel dafür habe ich im Rahmen meiner Rezension des Buchs "Fakten und Fiktionen - Archäologie vs. Pseudowissenschaft" dargelegt.

Was bleibt abschließend zu sagen? Nun, ein Blogleser hat Erich von Dänikens Ableben wohl am treffendsten kommentiert: "Ich hoffe, dort wo Erich von Däniken jetzt ist, erhält er Antworten auf die vielen Fragen, die ihn sein Leben lang umgetrieben haben." 
In der Tat, möge er nicht in Frieden ruhen, sondern jetzt erst recht die Geheimnisse des Universums ergründen.

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HINWEIS: Der von mir sehr geschätzte Experimentalarchäologe Dominique Görlitz hat aus gegebenem Anlass ein längeres Interview gegeben, in dem Dänikens Verdienste gewürdigt werden, aber man durchaus auch ein kritischen Blick auf sein Lebenswerk wirft. Hier geht es zum Youtube-Video.


Samstag, 17. Januar 2026

🎧 Hörbares: Deutschland verliert Grabungsexperten (Heuchelei-Alarm!) -- Beruht die Strandung der Arche Noah am Berg Ararat auf Fakten -- Verräterische Pfeilspitzen -- Schiffswracks auf dem Meeresgrund -- usw.


 Deutschland verliert Grabungsexperten | Spieldauer 6 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download
Soso,"GrabungstechnikerINNEN" gibt es also demnächst ein paar weniger in Deutschland. Total tragisch! Doch wenn hier ein Mangel an archäologischem Personal behauptet wird, dann ist das eine Halbwahrheit und somit Blödsinn. Warum? Ganz einfach: Es werden in Deutschland mehr als genügend Archäologen ausgebildet; und auch Archäologen beherrschen, das sollte man doch meinen, das wissenschaftlich korrekte Ausgraben und das Dokumentieren. Tja, das Problem dabei ist aber ein ganz anderes - und davon erzählt dieser Typ im muffigen Talar aufgrund ideologischer Vernageltheit natürlich nichts: Die Mehrheit der Archäologiestudenten sind mittlerweile Frauen. Und - im Gegensatz zu Männern - ist Frauen  tendenziell die sogenannte "Work-Life-Balance" wichtiger; das ist allgemein bekannt und empirisch durch unzählige Untersuchungen belegt. Entsprechend weniger wollen Frauen (im Durchschnitt) der archäologischen Knochenarbeit (Achtung, doppelter Wortsinn!) als Vollzeitjob über viele Jahre hinweg nachgehen. Und ich sauge mir diese Erkenntnisse nicht aus den Fingern, sondern das haben mir männliche und weibliche (!) Archäologen im Laufe der Jahre aus ihrem beruflichen Alltag mehrmals verärgert berichtet. Da heißt es dann auch explizit, dass besonders die angehenden Archäologinnen heutzutage oft körperlich zu wenig belastbar sind und diese jungen Frauen in Wirklichkeit die archäologische Feldarbeit als notwendiges Übel betrachten, um dann später einen Bürojob im Museum oder sonst wo zu bekommen. Niemanden sollte diese Attitüde im Übrigen überraschen. Man hat ja auch noch nie davon gehört, dass Feministinnen Quoten für Jobs fordern, in denen manuell hart gearbeitet wird. Nein, es geht immer nur darum, sich die Rosinen aus dem Kuchen zu picken. In der Archäologie ist das nicht anders (wobei natürlich auch unter den männlichen Archäologen genügend solche anzutreffen sind, die lieber eine ruhige Kugel in einem Museumsmagazin schieben wollen, anstatt ihre Hände mit Schmutz zu besudeln - das verschärft den punktuellen "Fachkräftemangel" zusätzlich). Überhaupt wurde ja der Beruf des archäologischen Grabungstechnikers u.a. deshalb erfunden, weil sich viele Archäologen mittlerweile zu vornehm sind, noch selbst täglich Erdarbeiten durchzuführen. Mir selbst wurde vor Jahren von einem langhaarigen Studentenvertreter und einer Professorin für Klassische Archäologie, die so grell geschminkt war wie eine römische Matrone, explizit verheißen, dass ich mit einem Master in Archäologie innerhalb weniger Jahre als Grabungsleiter über einer Schaar von Hiwis präsidieren könne (zum Glück hab ich mich dann anders entschieden!). 
Eines noch: Es ist schon köstlich, wie sich der gendernde Hochschul-Heini in diesem Interview zu winden beginnt, als der Moderator insistiert, die Hauptverantwortlichen (=Politiker, Uni-Leitung) für das Liquidieren der Grabungstechniker-Studienplätze in Berlin zu kritisieren. Aber genau solche Individuen wie dieser Herr, die anscheinend einen Gartenschlauch als Rückgrat haben, sind es dann üblicherweise, die sich moralisch über ihre Vorgänger erheben, weil die in den 1930ern und 1940ern nicht bereit waren, als Widerstandskämpfer ihre Haut zu Markte zu tragen.

 Beruht die Strandung der Arche Noah am Berg Ararat auf Fakten? | Spieldauer 4 Minuten | SWR | Stream & Info 

 Verräterische Pfeilspitzen:  Archäologie-Spezial (1) | Spieldauer 25 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Verräterische Fußspuren | Archäologie-Spezial (2) | Spieldauer 28 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Verräterische Handys | Archäologie-Spezial (3) | Spieldauer 25 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Florian Huber – Schiffswracks auf dem Meeresgrund | Spieldauer 24 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download

 Schamanin von Bad Dürrenberg hatte Federn im Grab | Spieldauer 1 Minute | MDR | Stream & Info 
Es ist übrigens völlig unbewiesen, dass es sich bei der Verstorbenen um eine Schamanin handelt. Das ist lediglich eine Hypothese, mit der Harald Meller und sein Museum in Halle erst seit relativ kurzer Zeit hausieren gehen. Weil es wahrscheinlich die Besucherzahlen steigern soll, aber auch eine feministisch-zeitgeistige Intention ist dahinter nicht auszuschließen. Es ist jedenfalls völlig unwissenschaftlich, diese bloße Interpretation wie eine Tatsache hinzustellen. 

Mittwoch, 14. Januar 2026

Ich bin bzw. war im Urlaub

Ich bin bzw. war im alljährlichen Winterurlaub. Leider habe ich vergessen, das hier rechtzeitig kundzutun... Ab Samstag gehts dann aber wie gewohnt weiter! 🙂

Sonntag, 4. Januar 2026

📽️ Videos: Ein Museum ohne seinen Goldschatz (haha!) -- Sie wollen ein baufälliges Märchenschloss sanieren -- Ein Vortrag von Heinrich Kusch in Graz über uralte unterirdische Gänge und ihre Erbauer -- usw.


 Manching: Ein Museum ohne seinen Goldschatz | Spieldauer 3 Minuten | BR | Stream & Info
Nichts entlarvt die totale Heuchelei der staatlichen und staatsnahen Archäologie mehr, als das Herumgeheule wegen dem verlustig gegangenen Keltenschatz von Manching. Da geht es offensichtlich einen feuchten Kehricht um den sonst immer so gerne betonten wissenschaftlichen Wert (denn das Zeug wurde ja bereits vor dem Diebstahl bestens erforscht und dokumentiert), sondern primär um die Monetarisierung in einem Museum. Woran ja ein ganzer Rattenschwanz an Personal hängt, das aufgrund der studierten Orchideenfächer anderenorts kaum am Arbeitsmarkt vermittelbar ist. Wir haben es hier - meiner bescheidenen Meinung nach - also wieder einmal zu guten Teilen mit Egoismus zu tun, dem man zwecks Tarnung ein altruistisches Mäntelchen übergeworfen hat. Im Übrigen sind - wie in dem Video zu sehen ist - interaktive Elemente didaktisch bzw. museumspädagogisch wertvoller für Besucher, als das bloße Zeigen eines Goldhaufens.

 Festung Würzburg - Herzschlag einer Baustelle | Spieldauer 44 Minuten | BR | Stream & Info



 Rettung möglich? Sie wollen das baufällige Märchenschloss sanieren  | Spieldauer 9 Minuten | BR | Stream & Info



 Von uralten Unterirdischen Völkern & einer über 60 000 Jahre alten Fremdkultur auf unserem Planeten | Spieldauer 183 Minuten | ChangeMedia | Direkter Download
Greyhunter vom Blog "UFOs Ante Portas" hat mich auf einen sehr ausführlichen Vortrag von Heinrich (und Ingrid) Kusch aufmerksam gemacht, der erst kürzlich vor einem zahlreichen Publikum in Graz stattfand (der Veranstaltungsort schaut mir nach dem "Congress"-Saal aus).
In diesem Vortrag erörtert der Höhlenforscher und Urgeschichtler Kusch seine zum Teil sehr gewagte Theorie über künstliche unterirdische Höhlenanlagen und deren Verwendungszweck. Meine Meinung dazu habe ich bereits in der Rezension seines letzten Buchs kundgetan (wobei ich Herrn Kusch damals im Anschluss auch schriftlich ein paar Fragen gestellt habe, die er so freundlich war, zu beantworten)

Mittwoch, 31. Dezember 2025

🏹 Zwei überraschende Beispiele für die Verbreitung von Kriegspropaganda in der Antike

Aphaia Tempel

Zwei frühe Beispiele für Kriegspropaganda bzw. psychologische Kriegsführung sind mir im antiken Werk "Strategika" untergekommen (hier meine Rezension), das der aus Makedonien stammende Gelehrte Polyainos in der Mitte des 2. Jahrhunderts veröffentlichte. Der Autor konnte offenbar Einsicht in alte Geschichtsbücher nehmen, die inhaltlich weit in die Vergangenheit zurückreichten. 

Der erste der von mir zitierten Texte handelt von Kleonymos. Er wird von Polyainos als König der Spartaner bezeichnet, obwohl dieser eine solch hohe Stellung nie innehatte (sie aber äußerst gerne innegehabt hätte). Sehr wohl stammte Kleonymos jedoch aus königlicher Familie und war im Laufe seines recht langen Lebens zumindest phasenweise als Söldnergeneral äußerst umtriebig. Aus dem Jahr 279 v. Chr. wird uns von ihm und seinen Aktivitäten in Griechenland Folgendes berichtet:

Als Kleonymos, König der Spartaner, Troizen belagerte, stellte er auf vielen Seiten rings um die Stadt Wurfmaschinen auf und ließ Pfeile mit der Aufschrift abschießen:" Ich komme als Befreier der Stadt." [...]
Polyainos | Strategika 2.29.1 | Übers.: Kai Brodersen | De Gruyter | 2017

Mit dieser Botschaft ließ Kleonymos die Stadtbewohner wissen, dass es nicht sein Ziel war, sie zu massakrieren oder zumindest zu versklaven. Das verringerte zweifellos den Widerstandswillen. Denn gar nicht einmal so selten war es in der Antike, dass sich Eliten und die Durchschnittsbevölkerung aufgrund unterschiedlicher Interessenlagen uneinig waren, ob Krieg geführt werden sollte oder nicht (besonders stark kommt das beispielsweise in Livius’ Beschreibung des 2. Punischen Kriegs zum Ausdruck). Und wenn man es genau nimmt, dann hat sich an dieser Zwiegespaltenheit bis heute nichts geändert.

Mich erinnerte die obige Textstelle freilich sofort an eine andere antike Überlieferung. Sie stammt aus Caesars Werk "De bello Gallico" ("Der Gallische Krieg"), in dem er seinen gleichnamigen Feldzug detailliert erörtert.
Konkret wird darin beschrieben, wie Caesar während der Kampagne gegen den Stamm der Nervier im Jahr 54 v. Chr. eine dringende Nachricht an seinen Untergebenen Quintus Tullius Cicero schickte (den Bruder des Marcus Tullius Cicero), der in seinem Winterlager von Feinden umzingelt war:

Caesar billigte den Entschluß des Labienus. Wenn er auch mit drei Legionen gerechnet hatte, beschränkte er sich nun auf zwei, da er überzeugt war, daß die einzige Hoffnung, alle Legionen zu retten, in schnellem Handeln bestand. In Eilmärschen gelangte er in das Gebiet der Nervier. Dort erfuhr er von Gefangenen, was sich bei Cicero ereignete und wie gefährlich dort die Lage war. Da gewann er einen der gallischen Reiter mit hohen Belohnungen, Cicero einen Brief zu überbringen. Er schickte ihn in griechischer Sprache, damit die Feinde nichts von unseren Plänen erführen, wenn sie den Brief abfingen. Dem Reiter trug er auf, den Brief an den Riemen seines Speeres (Anm.: "hasta") zu binden und in die römische Lagerbefestigung zu schleudern, wenn er nicht näher herankommen könne. In dem Brief teilte er mit, er sei mit den Legionen im Anmarsch und werde in Kürze eintreffen. Zugleich forderte er Cicero auf, sich weiter so tapfer zu halten wie bisher. Der Gallier, der sich vor der gefährlichen Situation fürchtete, warf befehlsgemäß seinen Speer ins Lager. Zufällig blieb dieser aber in einem Wachtturm stecken und wurde zwei Tage lang von unseren Soldaten nicht bemerkt, ehe ihn am dritten Tag ein Soldat erblickte, abnahm und zu Cicero brachte
Caesar | Der Gallische Krieg | 5.48.1-8 | Übers.: Marieluise Deissmann | Reclam | 1980/2000

Man darf stark vermuten, dass diese Methode der Nachrichtenübermittlung wohl immer wieder in der Antike praktiziert wurde. Anzumerken ist an diesem zweiten Beispiel allerdings, dass es unter den Galliern durchaus Personen gab, welche die griechische Sprache beherrschten; in Einzelfällen nicht nur in Wort, sondern auch in Schrift. Daher ist es etwas rätselhaft, warum Caesar hier allem Anschein nach etwas anderes annahm. 

Doch zurück zu Polyainos. Laut ihm wurden schriftliche Botschaften - vor allem propagandistische - auch noch auf eine ganz andere Weise verbreitet. Im Zusammenhang mit den Taten des legendären griechischen Politikers und Feldherren Themistokles heißt es:

Da Ionier in der Flotte des (Perserkönigs) Xerxes mitkämpften, befahl Themistokles den Hellenen, auf die Seitenwände der Schiffe zu schreiben: "Männer aus Ionien, ihr tut nicht recht, dass ihr gegen eure Väter in den Krieg zieht." Als dies zu lesen war, vertraute der (Perser-)König den Ioniern nicht mehr.
Polyainos | Strategika 1.30.7 | Übers.: Kai Brodersen | De Gruyter | 2017

Mit "Ionier" sind die Bewohner der griechischen Küstenkoloniestädte Kleinasiens gemeint. Sie wurden von den Persern gezwungen, sich diesen im Kampf gegen das griechische Mutterland anzuschließen (vereinfacht ausgedrückt). Dass viele dieser Griechen keine rechte Lust hatten, für die Perser gegen ihre Landsleute zu kämpfen, darf man wohl als sehr wahrscheinlich annehmen. Den Persern war dieser Umstand sicher nicht entgangen, und so bedurfte es nur der beschriebenen Kriegslist des Themistokles, um das Vertrauen endgültig zu erschüttern. Das wird in weiterer Folge wohl die Kampfkraft der persischen Streitkräfte geschwächt haben.

Es muss freilich ein beeindruckender Anblick gewesen sein, als die griechische Flotte sich der persischen näherte, die Rümpfe mit großen Parolen bemalt, die an das Zusammengehörigkeitsgefühl der 'Hellenen' appellierten. Was nicht selbstverständlich war, wenn man bedenkt, dass sich die griechischen Stadtstaaten seit langer Zeit untereinander befehdeten. Selbst Alexander dem Großen standen rund eineinhalb Jahrhunderte später noch griechische Kontingente gegenüber. Die sich allerdings oft freiwillig den Persern angeschlossen hatten; aus Hass auf den 'pseudogriechischen' Makedonen und weil der Großkönig Dareios III. gut gezahlt haben dürften...

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Aus Neugierde habe ich von der KI Grok verlangt, sie soll meine Kommentierung der Quellen prüfen.


Ich bin beruhigt. Der KI-Gott hat mir seinen Segen erteilt! 😄


Sonntag, 28. Dezember 2025

🎧 Hörbares: Wie die alten Römer den Wald genutzt haben -- Gefälschte Fossilien -- Der legendäre Stein der Schotten -- Musterstaat des Mittelalters -- usw.


 Wie die alten Römer den Wald genutzt haben | Spieldauer 7 Minuten | SWR | Stream & Info

 Push-Nachrichten im Mittelalter | Spieldauer 2 Minuten | SWR | Stream & Info | Direkter Download

 Gefälschte Fossilien – Von Knochenpuzzeln und Gipsgestein | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Machtpolitik im Mittelalter: Ferdinand I. | Spieldauer 14 Minuten | WDR |  Direkter Download

 Raubzug in Westminster: Der legendäre Stein der Schotten | Spieldauer 14 Minuten | WDR | Direkter Download

 Jesus von Nazareth: Fakten, Mythen und eine Frage des Glaubens | Spieldauer 14 Minuten | WDR | Direkter Download
Eigentlich noch interessanter als die Historizität des Herrn Jesus wäre freilich, wenn man darauf hinweisen würde, dass die Kernelemente des Christentums - etwa die Auferstehung am dritten Tag nach dem Tod - bereits in älteren Religionen vorgekommen sind. Selbiges gilt für die jungfräuliche Geburt, das Töten aller Neugeborenen durch einen bösen Herrscher usw. Das Christentum ist also unübersehbar eine Copy&Paste-Religion (wie so viele andere Religionen auch). Doch wie interpretiere ich das alles? Nun, der Prediger Jesus sollte unter Zuhilfenahme solcher fantastischer Elemente über die damalige Prediger- und Religionskrämer-Konkurrenz im Heiligen Land hinausgehoben werden. Manche meinen, Jesus habe das bereits in Teilen selbst so gemacht, andere sagen, das kam alles erst nach seinem Tod. 

 Musterstaat des Mittelalters: Das Königreich Sizilien Rogers II. | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Direkter Download

 Welche Spuren der Vergangenheit Archäologen in Mannheim finden | Spieldauer 6 Minuten | SWR | Stream & Info

 27.12.1949: Karl August Bez entdeckt die Bärenhöhle | Spieldauer 4 Minuten | SWR | Stream & Info 

 Pest, Lust und Renaissance - Boccaccios Lebenskunst | Spieldauer 45 Minuten | SWR | Stream & Info 

 Frontier Females - Wie Frauen den Westen der USA eroberten | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info 
Man beachte das Wording der öffentlich-schlechtlichen Dummfunker. Der damalige Landraub wird plötzlich irgendwie cool, sobald es um die Rolle der Frauen dabei geht...


Donnerstag, 25. Dezember 2025

📽️ Videos: Archäologische Schätze in drei Ländern -- Vom Kind zum Krieger (Kelten, Germanen, Ritter) -- "Medicus 2" nix gut? -- Faszinierende steinzeitliche Höhlenmalereien -- Der Fall Jeanne d'Arc -- usw.


 Archäologische Schätze in drei Ländern | Spieldauer 28 Minuten | SR | Stream & Info

 Medicus 2: Durchwachsenes Mittelalter-Kino | Spieldauer 2 Minuten | BR | Stream & Info 
Ich fand schon den ersten Teil aus geschichtswissenschaftlicher Sicht unerträglich.

 Auf der Suche nach wertvollen Schätzen mit der Metallsonde | Spieldauer 3 Minuten | ARD | Stream & Info
Im Video heißt es: "Wer sondeln will, muss eine Theorie und Praxisprüfung machen." Das hielt ich ursprünglich für eine gute Idee. Mittlerweile habe ich aber von Metallsondengehern gehört, dass diese Prüfungen - Zitat - "Schwachsinn ohne echten Mehrwert sind". Es würde "triviales Kindergartenwissen" abgefragt. Ziel ist es, möglichst viele Leute mittels bürokratischer Hürde vom Metallsondengehen abzuhalten. Also nicht wie behauptet wird, um die Qualität der privaten Metallsucherei und den Nutzen für die archäologische Forschung spürbar zu erhöhen. Ein befreundeter Archäologe aus Österreich hat mir das bestätigt. Ihm haben Kollegen aus Deutschland bei einer Tagung explizit gesagt, dass diejenigen Metallsucher, die keinen Bock auf eine Zusammenarbeit mit der staatlichen Archäologie haben (und das ist die große Mehrheit), durch solche Prüfungen fast nie bekehrt werden können. Die ziehen - wenn man ihnen nicht über die Schulter blickt - ihr Ding nach Gutdünken durch. Im Gegenteil, sie nutzen die staatliche Prüfung sogar als Schutzschild, um sich ungefährdeter Bodenfunde für ihre privaten Sammlungen zu besorgen. Viele melden der staatlichen Archäologie nur das Zeug, dass sie selber nicht brauchen. Jene Archäologen, die also einen greifbaren wissenschaftlichen Nutzen in solchen Prüfungen sehen, unterliegen wohl einer krassen Selbsttäuschung. Oder sie sind schlicht verlogen.

 Die Faszination steinzeitlicher Höhlenmalereien | Spieldauer 45 Minuten | ZDF | Stream & Info 
Das ZDF ist quasi Weltmeister in Sachen Geoblocking. Auch hier ist das Video nur für Seher mit deutscher IP abrufbar.

 Der Fall Jeanne d'Arc | Spieldauer 87 Minuten | Phoenix | Stream & Info

 Heilig und lecker – Wie Religion unser Festessen prägt | Spieldauer 29 Minuten | ARD | Stream & Info

 Vom Kind zum Krieger: Die Kelten | Spieldauer 42 Minuten | Phoenix | Stream & Info 

 Vom Kind zum Krieger: Römer gegen Germanen | Spieldauer 41 Minuten | Phoenix | Stream & Info 

 Vom Kind zum Krieger: Ritter des Mittelalters | Spieldauer 25 Minuten | Phoenix | Stream & Info 


Mittwoch, 24. Dezember 2025

🗞️ Was in der alten Zeitung steht: Das hässliche Gesicht des Feminismus (1892) -- "Super"??? (1849) -- Mehrere UAP-Sichtungen (1954)

Das hässliche Gesicht des Feminismus (im wahrsten Sinn des Wortes)

Gleich vorweg, ich persönlich kann nicht behaupten, dass Feministinnen per se unansehnlicher sind als andere Frauen. Meiner Erfahrung nach gibt es nämlich schon die eine oder andere scharfe... Durchaus denkbar ist aber, dass Feministinnen zumindest im Durschnitt weniger hermachen. Aus Gründen, über die ich an dieser Stelle nicht spekulieren möchte, da sich Korrelationen und Kausalitäten hier zu sehr verknäulen.

Wer nun meint, die negative Einschätzung feministischer Optik sei ein relativ neues Phänomen - so wie auch der Feminismus selbst - der täuscht sich gewaltig. Veranschaulicht wird das in einem Artikel des Mediums "Pester Lloyd", der bereits am 17. Mai 1892 erschien und bei mir eine Mischung aus Ungläubigkeit und Erheiterung hervorrief. Der Schreiber berichtet darin von einem Kongress französischer Feministen (nicht Feministinnen - generisches Maskulinum!).




Pariser Damenkongreß.
(Original-Korrespondenz des "Pester Lloyd".) 
Paris, 16. Mai.
    Was früher mit dem präzisen Ausdrucke "Frauen-Emanzipation" bezeichnet wurde, hat den Namen gewechselt. Der sattsam bekannte Verruf des bezeichneten Ausdrucks, die Zweideutigkeit, die der Verknüpfung von Emanzipation und Weiblichkeit zutheil wird, hat es zuwege gebracht, daß das Wort "Emanzipation" nicht mehr ausgesprochen wird. Der Kongreß, der im Mairie-Saale des Luxembourg- Arrondissements am 18. d. eröffnet worden ist, heißt "Feministen-Kongreß", d. h. Kongreß der verschiedenen französischen "Feministen"-Vereine. Die "Feministen" aber verfolgen dieselben Ziele, sie fordern die Gleichstellung des weiblichen Geschlechtes in Gesellschaft und Staat (natürlich nur hinsichtlich der Rechte), somit die Frauen-Emanzipation. Ein kurzer Besuch während der Berathungen des Kongresses zeigt uns, daß auch in Paris, wie in anderen Großstädten, die Apostel der Frauen- Emanzipation ihrem Äußern nach leider nicht die Qualität besitzen, das stärkere Geschlecht irgendwie und demzufolge auch nicht im Interesse der Sache des "Feminismus" beeinflussen zu können. Die streitbaren Damen, die man da zu Gesicht bekommt, stehen zuvörderst auf dem Kriegsfuße mit Schönheit und ähnlichen irdischen Attributen, welche den Mann zu bekehren pflegen, und ein galanter Franzose hätte es überhaupt nicht für möglich gehalten, daß sich in seinem Vaterlande mehrere Hundert weiblicher Wesen befinden können, über die man gar nicht erstaunt ist, sie zusammengenommen einen Feministenkongreß bilden zu sehen. Das Wort "Damenkranz" oder eine ähnliche auf eine Damengesellschaft angewendete Bezeichnung wäre hier, bei aller Höflichkeit, nicht am Platze, denn in diesen Hallen darf von Schönheit überhaupt nicht gesprochen werden. Der mildernde Umstand des vorgerückten Alters ist indessen nur auf die Minderzahl anwendbar, und daß so viele junge Personen weiblichen Geschlechts häßlich sein können, hätte der enragirteste "Anti-Feminist" niemals zu denken gewagt. In dieser Hinsicht kann man sogar einen direkten Zusammenhang zwischen Unschönheit und Feminismus" konstatiren. Je eifriger die versammelten "Feministen" sind, desto mehr hat die Natur - ein "Anti-Feminist" weiblichen Geschlechts - sie vernachlässigt. Die Dame, welche man präsidiren sieht, ist entschieden die häßlichste unter ihren zweihundert Mitbewerberinen um diesen fragwürdigen Preis, und Venus möge es niemals erfahren, was dies zu bedeuten hat. In hierarchischen Abstufungen sozusagen erschrickt man vor den Gesichtern, Taillen ec. ec. der Vizepräsidentinen, Schriftführerinen, sowie jener Damen, die vor einem Glase Zuckerwasser über die bittersten Dinge zu sprechen pflegen. Erst unter den simpeln Zuhörerinen kann das eingeschüchterte männliche Auge sich einigermaßen erholen und macht dankbare Studien auf dem Gebiete der "relativen" Schönheit. Die wenig auffallenden, nicht redenden, die schweigenden Feministen kann man sich schon gefallen lassen und wenn ein Augenpaar unter dem Einflusse der breitgetretenen Enormitäten, die man da zu hören bekommt, still gesenkt vor sich hin lächelt, so sitzt es sicherlich in einem der wenigen hübschen Gesichter, die sich dahinein verirrt haben. Diese hübschen Gesichter müssen natürlich bei diesem vorsichtig verborgenen, lächelnden Ausdrucke ihres Staunens auch erröthen und bei den Sitzungen eines "Feministen-Kongresses" fehlt es für nicht ganz hieb- und stichfeste Zelotinen der Frauen-Emanzipation zum Erröthen nicht an Gelegenheit. Denn die Details und Gründe, welche die Rednerinen da vorbringen, sind sehr ernster Natur, so ernst, daß eine Verhandlung derselben in weiblicher  Öffentlichkeit auf den Nicht-Feministen anstößig wirken muß.
    Außer der Hauptresolution, welche der Pariser Damenkongreß in seiner ersten Sitzung gefaßt hat, nämlich dem "Wunsch", daß die Gleichberechtigung der Frau, politisch wie sozial, in allen Gesetzbüchern durchgeführt werde, beschäftigten sich die Reden und Anträge auch mit weniger chimärischen Ideen, wie z.B. der Beeinflussung des regierenden Geschlechtes im Sinne der Verhinderung eines Krieges, die Anhaltung gebildeter Mädchen zu nützlicheren Berufsgeschäften ec. Es geht, was die Berathungsform betrifft, in der von allen Kongressen acceptirten "parlamentarischen" Weise zu, und zwar gar nicht bunter, oder geräuschvoller als unter Männern. Es verdient sogar hervorgehoben zu werden, daß die weiblichen Redner sich auch kurz zu fassen vermögen, was schon vielleicht eine Errungenschaft des Feminismus, allein keinesfalls weiblich ist. Mehrere der vorgemerkten Rednerinen erklärten auch, auf das Wort verzichten zu müssen, weil sie ihre Notizen zuhause ver- gessen hätten. Am charakteristischesten jedoch für weiblich-feministische Vergeßlichkeit war die Leistung der schriftführenden Dame. Dieselbe hatte das Protokoll der vergangenen Sitzung verlesen und in demselben einen förmlichen und sehr ausführlichen Bericht über alle gehaltenen Reden, Wahlen, sowie über andere Zwischenfälle geliefert, lauter Dinge, die in einem Protokoll nicht unerläßlich sind. Die Versammlung war eben im Begriffe, das Protokoll unter Applaus zu genehmigen, als ein in seiner Eigenschaft als Redakteur einer Femi- nisten Zeitung dem Kongreßvorstande angehöriger Herr bemerkte, in dem Protokoll fehle etwas Unerläßliches, nämlich die Erwähnung der Beschlüsse der vergangenen Sitzung. Die Schriftführerin bemerkte, und zwar, was man bisher noch nicht gesehen, mit einem ersten, gar nicht feministischen Erröthen, sie habe daran ganz vergessen.
Für Ironie sind die guten Feministen, auch wenn ihrer an 200 beisammen sind, absolut unempfänglich, sonst hätte man nicht, wie dies thatsächlich der Fall gewesen, an die Adresse eines weiblichen Arztes von Bordeaux (eine Doctoresse") ein Dankesvotum geschickt, weil diese Dame, auf die Einladung des Kongreß-Ausschusses, für den Feministekongreß einen passenden Vortrag auszuarbeiten, damit geantwortet hat, daß sie dem Kongreß eine populärwissenschaftliche Abhandlung über das Kindbettfieber zuschickte.
P-ki.

Die polemisch-witzigen Ausführungen zeigen, was damals journalistisch noch so alles ging, während sich die Meinungsfreiheit heutzutage zunehmend in einem Knigge-Gulag wiederfindet.

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 "Super"???

In einem am 8. Jänner 1849 erschienenen Artikel der "Salzburger Zeitung" lässt man das verrückte Vorgängerjahr 1848 kurz Revue passieren, als in Europa an allen Ecken und Enden der Teufel los war. Beim Lesen stieß ich dann jedoch auf eine Formulierung, die mir zeitlich komplett deplatziert vorkam - da sie sich für meinen Geschmack viel zu modern anhört. Von "superklugen Politikern" ist nämlich -die Rede.


Die Gewohnheit, das lateinischstämmige Wort "super" als Verstärker für eine Formulierung zu verwenden ist meines Wissens relativ neu und dürfte irgendwann in der Nachkriegszeit aufgekommen sein - wahrscheinlich über die Werbung in den Massenmedien. Und doch findet man es auch schon in diesem 177 Jahre alten Text. Mich hat das überrascht.

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Mehrere UAP- bzw- UFO-Sichtungen (1954)

Die Innviertler Volkszeitung berichtet fast ganzseitig am 30. September 1954 über mehrere UAP- bzw. UFO-Sichtungen. Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit kann ich hier im Einzelnen nichts sagen; das möge jeder selber beurteilen. Der erwähnte Vorfall aus Passau fand allerdings am 28. September auch schon in den Salzburger Nachrichten Erwähnung. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken - oder oben den Link zum Originalartikel nutzen).


Interessant ist hier vielleicht noch, dass unter UFO-Kennern das Jahr 1954 ganz allgemein hervorsticht; aufgrund ungewöhnlich vieler internationaler Sichtungen - behauptet zumindest die KI Grok. ^^

Mittwoch, 17. Dezember 2025

🎧 Hörbares: Kritik an den Ausgräbern der antiken Villa Borg -- Suche in der Mosel nach römischen Brücken -- Wie wird das Alter von Metallen bestimmt -- Archäologie und Totenruhe -- usw.


 Archäologische Grabungen an Villa Borg und in Reinheim vorerst gestoppt | Spieldauer 1 Minute | SR | Stream & Info 
Seit Jahren kritisiere ich die besch...eidene Publikationspraxis, die in der Archäologie viel zu oft in Erscheinung tritt. Hier haben wir ein Paradebeispiel dafür! So wie das im Fall der Villa Borg anscheinend betrieben wurde, läuft die archäologische Erforschung schon fast auf ein Privatissimum hinaus. Diese Lahmarschigkeit und diese absurde Prioritätensetzung sind eine Ärgernis für die Öffentlichkeit und die Geschichtsforschung. Die Archäologie hat als Hilfswissenschaft Quellen zugänglich zu machen und sich nicht in einem reinen Selbstzweck zu erschöpfen.

 Archäologische Ausgrabungen: Was ist mit der Totenruhe? | Spieldauer 4 Minuten | BR | Stream & Info
Zitat: User "Effendi" merkte in seinem Kommentar an, dass auch Verstorbene Rechte haben. Er kommentierte: "Lasst doch die sterblichen Überreste beerdigen und in Ruhe lassen. Das haben alle Menschen nach dem Tod verdient. Hier wird dieses Recht mit Füßen getreten." Der soll sich auf seinen fliegenden Teppich setzen und mit Warpgeschwindigkeit in die Fantasiewelt von "Tausendundeine Nacht" abzwitschern. Dort ist der Herr mit seiner wissenschaftsfeindlichen Moralisiererei besser aufgehoben. 

 Wie wird das Alter von Metallen bestimmt – etwa das Gold bei der Himmelsscheibe von Nebra? | Spieldauer 2 Minuten | SWR | Stream & Info 

 Unterwasser-Archäologen suchen in der Mosel nach römischen Brücken | Spieldauer 11 Minuten | SWR | Stream & Info

 Europas beste Mittelalter-Diplomatin: Margarete von Österreich | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Direkter Download

 Neues Zentrum für Burgen-Forschung an der Uni Tübingen eröffnet | Spieldauer 9 Minuten | SWR | Stream & Info 

 Wie die Römer einen Moselort bis heute prägen | Spieldauer 2 Minuten | SWR | Stream & Info

 So prägten die Römer den Weinbau an der Mosel | Spieldauer 4 Minuten | SWR | Stream & Info

 Werden alte Römerstraßen heute noch für den Verkehr genutzt? | Spieldauer 3 Minuten | SWR | Stream & Info

 Glanz und Gewalt: Aztekenprinzessin Tecuichpotzin | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Direkter Download

 Ein Schotte erfindet ein Land - und erbeutet Millionen | Spieldauer 15 Minuten | WDR  | Direkter Download