Donnerstag, 8. Oktober 2026

📽️ Videos: Der letzte Neandertaler -- Archäologen finden römischen Tempel im Taunus -- Pyramiden, Sterne und Milchstraße -- 7000 Jahre altes Grab entdeckt -- usw.


➽ Thorin - Der letzte Neandertaler | Spieldauer 53 Minuten | arte | Stream & Info 

➽ Archäologische Staatssammlung | Spieldauer 29 Minuten | BR | Stream & Info 

➽ Archäologen finden römischen Tempel im Taunus | Spieldauer 4 Minuten | HR | Stream & Info 

➽ Sensation auf Teneriffa? Neue Daten zu den rätselhaften Pyramiden – Teil 1 | Spieldauer 55 Minuten | Abora TV | Stream & Info 



➽ Sensation auf Teneriffa? Pyramiden, Sterne und Milchstraße – Teil 2 | Spieldauer 50 Minuten | Abora TV | Stream & Info 



➽ Tor zur Antike – Folge 16: Die Iberer Ausstellung im MAMUZ Mistelbach | Spieldauer 27 Minuten | Römerstadt Carnuntum | Stream & Info



➽ 7000 Jahre altes Grab in Leipzig entdeckt | Spieldauer 5 Minuten | Sachsen Fernsehen | Stream & Info



➽ Eine Seemacht in der Steinzeit? Die Spur der Horus-Gefolgschaft – Teil 1 | Spieldauer 42 Minuten | Abora TV | Stream & Info 



➽ Eine Seemacht in der Steinzeit? Von Ägypten bis Teneriffa? - Teil 2  | Spieldauer 58 Minuten | Abora TV | Stream & Info 



Mittwoch, 7. Oktober 2026

🎧 Hörbares: Archäoaktivismus aus der alleruntersten Schublade -- Karl der Große und das Fränkische Reich -- Kaiser Justinian und die Vereinheitlichung des römischen Rechts -- Wie starb der Steinzeit-Mann Ötzi? -- usw


➽ Karl der Große und das Fränkische Reich | Spieldauer 44 Minuten | DF | Stream & Info 

➽ Kaiser Justinian und die Vereinheitlichung des römischen Rechts | Spieldauer 49 Minuten | DF | Stream & Info

➽ Archäologen-Treffen: Fake News über die Antike | Spieldauer 5 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
Projektion wie aus dem Psychologielehrbuch! Daneben Strohmannargumente, die man aufstellt, damit man sie selber umhauen kann. Z.B. hat der von mir nicht übermäßig geschätzte Elon Musk selbst nie seine umstrittene erhobene Hand ("Hitler-Gruß") damit gerechtfertigt, das sei der antike saluto romano gewesen; trotzdem versucht man ihm hier indirekt umzuhängen, was irgend ein Hansel auf X oder sonst wo da reininterpretiert hat. Dass Musks Geste (my heart goes out to you bzw. ich werfe euch mein Herz zu) kein Hitler-Gruß war, hat selbst die große jüdische Organisation ADL, die eigentlich kein Riesenfreund von Musk ist (und umgekehrt), unmissverständlich festgestellt. Aber dergestalt Entlastendes wird hier völlig weggelassen. Entweder aufgrund von Manipulationsabsicht oder weil man von all dem in der eigenen Blase nichts mitbekommen hat. Was für eine intellektuell unterirdische und zutiefst verachtenswerte 'Agitprop'-Truppe. Auch der Rest, den diese Individuen gemeinsam mit dem öffentlich-schlechtlichen Schwätzer von sich geben ist nahezu ausschließlich mittels Halbwahrheiten oder unbewiesenen Pauschalbehauptungen kreierter Nonsens, den ich hier nicht im Einzelnen zerlegen werde, der mich aber schwer an ein Buch erinnert, das ich vor einiger Zeit besprochen habe. Diese Leute haben eigentlich keine rechte Ahnung, von was sie da reden und schreiben. Sie sind unbelesen oder einseitig belesen und kennen daher die relevanten Quellen schlecht oder gar nicht. Freilich, sie sind wohl ohnehin nicht an den Tatsachen interessiert, sondern eher am Erschaffen von Narrativen, die ihrem Bias zupass kommen. Siehe in diesem Zusammenhang auch so Online-Akteure wie  "Buddler", Anarchäologie, Flint Dibble etc. Dieses Soziobiotop priorisiert Ideologie vor Wissenschaft.

➽ William Tyndale gegen die Kirche: Der Kampf um das Wort Gottes | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Stream & Info 

➽ 1661: Krieg der Kutschen - Ein Kampf um Prestige und Macht | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Stream & Info 

➽ Die Akte Ötzi: Wie starb der Steinzeit-Mann? | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Stream & Info

➽ Dante Alighieri: Wie die Hölle den Dichter unsterblich macht | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Stream & Info 

➽ Die Schlacht bei Marathon und die Legende vom Läufer | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Stream & Info 

➽ Paracelsus: Wie der "Luther der Medizin" das Heilen reformiert | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Stream & Info 

Samstag, 3. Oktober 2026

📖 Zeitschrift Bayerische Archäologie - Heft 2.26: Votivfiguren (meine Kritik: KI ist keine Lösung -- suboptimale Museumsarbeit -- eigenartiger "ASTRAcker" -- die Luxusbusreise der "Gesellschaft für Archäologie in Bayern")


Eigentlich ist ja schon das dritte der vier jährlichen Hefte aus der Reihe Bayerische Archäologie erschienen. Aber ich hinke mit meinen Besprechungen wieder einmal hinterher. Daher werfe ich heute erst mal einen Blick in Ausgabe Nummer zwei, die wieder einige Diskussionspunkte liefert. Und gleich vorweg: Über den Heftschwerpunkt - die Votivfiguren - werde ich nichts schreiben, weil mich dieses Thema nicht einmal am Rande interessiert ... (die nächste Ausgabe ist aus meiner Sicht interessanter, denn darin geht es um Karl den Großen).


Mithrastempel in Regensburg entdeckt - und warum 'KI' keine Lösung ist

Wie es heißt, wurde in Regensburg bei Grabungen ein Tempel des im kaiserzeitlichen Rom sehr beliebten Gottes Mithras entdeckt (dessen mysteriöser Kult in der älteren Forschung immer wieder mit der Entwicklung des frühen Christentums in Verbindung gebracht wurde, wobei solche Einflussannahmen in der heutigen Forschung vorsichtiger beurteilt werden). 
Besonders gut gefallen hat mir in dem Artikel eine Rekonstruktionszeichnung, in der ein Teil des Inneren eines Mithrastempels gezeigt wird, dessen Reste man in Künzing dokumentieren konnte. Auch wenn man solche Rekonstruktionen grundsätzlich nur mit Vorsicht genießen sollte, so können sie doch das Verständnis einer Sache immens verbessern. Daher sollte man meiner Meinung nach gerade in der Wissensvermittlung großzügig davon Gebrauch machen. An Hochschulen bildet man sich freilich neuerdings ein, zu diesem Zweck den Studenten KIs ans Herz legen zu müssen, wie ich mitbekommen habe. 

Leider sind diese sogenannten KIs - die uns als Problemlöser für alles verkauft werden -  nicht in der Lage, das in ausreichender Weise zu bewerkstelligen. Bild-KIs (wie Midjourney oder DALL-E) verstehen keine Geschichte und keine Archäologie. Sie würfeln vielmehr Pixel basierend auf Wahrscheinlichkeiten zusammen. Selbst wirklich bemühte Projekte (z.B. auf der Plattform YouTube) leiden deshalb unter unzähligen darstellerischen Mängeln, die Fachleuten - oder selbst nur ambitionierten Hobbyisten aus dem Bereich der Lebendigen Geschichte - kaum passieren würden. 

Ob KIs in absehbarer Zeit oder auch nur irgendwann in der Lage sein werden, einen qualitativ hochwertigen Output zu liefern, bleibt bei der Technik, auf die man heute setzt, äußerst fraglich. Werden doch diese KI-Modelle primär mit Daten aus dem Internet trainiert/gefüttert; da dieses Internet aber mittlerweile selbst zu immer größeren Teilen aus "AI slop" besteht - also aus minderwertigen KI-Inhalten -, baut sich eine negative Feedbackschleife auf, durch die sich die KI-Systeme zunehmend selbst verschlechtern. In der Fachwelt spricht man von "model collapse". Dieser Kollaps wird mittlerweile als immenses Problem betrachtet, das erheblichen Teilen der Branche in technischer Hinsicht das Genick brechen könnte (abseits der großangelegten Investorentäuschung, die zur größten Finanzmarkt-Blase in der bisherigen Menschheitsgeschichte geführt hat).
Geradezu verzweifelt wirkt hier die Gegenmaßnahme, dass man seit einiger Zeit massenhaft Offline-Medien - sprich Bücher - scannt (oft zerstörerisch!). Allerdings vorzugsweise solche, die vor dem KI-Boom veröffentlicht wurden - da man hier davon ausgehen kann, dass nicht auch die gescannten Bücher bereits ganz oder teilweise aus KI-Inhalten bestehen. Ironie-Alarm! Entlarvt dieser Vorgang doch ganz nebenbei, was KI-Firmen vom Output ihrer eigenen Produkte halten dürften.


Weniger ist mehr!

Ich habe es schon einmal kritisiert und ich muss es hier wieder kritisieren, weil mich das einfach stört: Wenn in einer Ausstellung historische Kleidungsstücke bzw. Rekonstruktionen von historischen Kleidungsstücken präsentiert werden, dann wirkt es billig und ablenkend, wenn man als Besucher in diese kalten, leblosen Schaufensterpuppen-Augen blicken muss.
Also entweder man lässt den Kopf komplett weg, oder man hüllt ihn - so wie ich das bei mir zu Hause gemacht habe - in schwarzen Stoff (Damenstrumpfhosen eignen sich hervorragend dafür).

Freilich, jetzt könnte man einwenden, dass in dieser aktuellen Ausstellung des Römermuseums Seebruck am Chiemsee offenbar auch historische Frisuren gezeigt werden sollen. Mag sein, trotzdem müsste mMn das Gesicht verhüllt werden. Ich habe schon bei anderen Museen gesehen, dass das auch beim Präsentieren von Frisuren sehr gut funktioniert (teilweise haben die auch Schaufensterpuppen mit unbemalten, sehr stark vereinfachten Gesichtern verwendet). Der Besucher kann sich dann viel besser auf das Wesentliche konzentrieren und insgesamt ist der Eindruck ein wertigerer.


Nonsens? Der sogenannte "ASTRAcker". 

Wie es heißt, wurde in Bayern für Interessierte Hobbyisten/Ehrenamtliche eine archäologische Fundmelde-App eingeführt - der sogenannte ASTRAcker (ArchaeoSurveyTracker). Ob das Ding in funktioneller Hinsicht so schleißig ist wie das Gegenstück aus Österreich, nämlich die berüchtigte IceWatcher-App des hiesigen Bananenvereins Bundesdenkmalamt (BDA)? 

Im Android-Play-Store kann der Interessierte die App erstaunlicherweise nicht finden. Kein Wunder, man muss sich bei den Behörden registrieren, um Zugang zu erhalten. Was für ein bürokratischer Kontrollfreak-Schwachsinn diese Einstiegshürde doch ist; so, als ob man den Kreis freiwilliger Helfer klein halten möchte, anstatt jede Unterstützung wertzuschätzen (weder im Heftartikel noch sonst wo habe ich für den Registrierungszwang eine Begründung gefunden). Die Benutzerzahlen dürften daher noch bescheidener ausfallen als jene der IceWatcher-App. Und wetten, dass die Bayern genau deshalb nicht mit den konkreten Zahlen herausrücken, weil sie ihnen nämlich allzu peinlich sind?! Auf Kosten-Nutzen-Rechnungen (Entwicklungskosten vs. Nutzerzahlen) dürfte dementsprechend auch gepfiffen werden, es muss ja ohnehin der Bürger für alles blechen.
Ergänzend noch: IceWatcher ist nicht für planmäßige archäologische Surveys (vor allem Feldbegehungen) ausgelegt, sondern eher für Einzelfunde/Zufallsfunde. Die App aus Bayern setzt - was man dem Eigenlob der Betreiber entnehmen kann - eher umgekehrt an; aber genau hierin liegt meiner Meinung nach ein weiterer Hund begraben. Denn man hätte durchaus die Funktionalität so erweitern können, dass auch klassische Zufallsfunde in adäquater Weise abgedeckt werden.


Ein Elitistenverein? 

In der Heftmitte gibt wie immer die Gesellschaft für Archäologie in Bayern ihre Aktivitäten bekannt. Unter anderem wird mittels inkohärentem Gendergaga ("KollegInnen", "Teilnehmenden") eine viertägige Busexkursion ins Inn- und Etschtal angekündigt: Kosten pro Person zwischen 640 und 780 Euro. Hier sei angemerkt, dass man für diese Summe bereits einwöchige Pauschalreisen nach Ägypten unternehmen kann - z.B. Hurghada, inklusive Tagestrip nach Gizeh. 
Die kostspielige Busreise der Gesellschaft für Archäologie in Bayern darf daher entweder als Indikator dafür gesehen werden, was für ein saturiertes Milieu in diesem Verein anzutreffen ist (sicher kein gesellschaftlicher Querschnitt). Oder aber wir haben es hier mit der Weltfremdheit einer abgehobenen Vereinsleitung zu tun, die so einen vergleichsweisen Luxusausflug aufs Programm setzt. Ich persönlich tippe auf eine Mischung aus beiden Faktoren.

Man kann aus der milieutypischen Sprachpanscherei sowie der nicht sehr günstigen Reise auch folgendes schließen: Archäologie ist - abseits des  professionellen Bereichs - immer noch ein primär elitäres 'White-collar'-Hobby. Es hat sich wohl nicht viel seit dem 19. Jahrhundert verändert, als Lehrer, Pfarrer, Adelige und Offiziere in ihrer Freizeit oder nach der Pensionierung Altertümer im Boden suchten. 


Hinweis: Ich werde in meinen Rezensionen keine Sternchenbewertungen mehr vornehmen. Das bringt schlicht keinen Mehrwert, vor allem nicht hinsichtlich der Hefte "Bayerische Archäologie", die ich ja gerne dazu hernehme, um auf den galoppierenden Wahnsinn in der staatlichen und staatsnahen Archäologie hinzuweisen. Die von mir vorgenommene Auswahl an Negativbeispielen steht dann oft im Widerspruch zur Qualität der Hefte insgesamt.  

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Dienstag, 29. September 2026

Krimskrams: Merkwürdiger Flugzeugradau in der Nacht


Mal ein Off-Topic-Thema: Es war am Montag dem 28. September 2026, um ca. 00:25 Uhr. Ich war gerade aufgestanden, weil die Toilette mich gerufen hatte. Nach der raschen Erledigung des Geschäfts, wollte ich wieder ins Schlafzimmer zurückgehen, als ich plötzlich ein immer lauter werdendes Flugzeuggeräusch hörte. Mir kam der Lärm sofort komisch vor. Das war kein Flieger mit Strahltriebwerken und auch keine normale Propellermaschine. Vielmehr hörte sich das nach großen Turboprop-Triebwerken an. Daraus ergab sich mein nächster Gedanke: Militär. 

Also griff ich nach meinem Tablet und ging auf die Website https://opensky-network.org. Dort schnell Graz herangezoomt und da war er auch schon zu sehen, der lärmige Flieger. Zivil zwar, aber eine ursprünglich primär fürs Militär entwickelte Antonov AN-12 mit der Registrierungsnummer UR-11316; Eigentümer ist "Motor Sich Airlines".  Flugnummer: M96549. Ursprung des Fluges: Vitoria im Norden Spaniens.
Das "UR" sprang mir sofort ins Auge. Oho, dachte ich mir, das Ding ist demnach registriert im Land des Helden im olivgrünen Pyjama (neuerdings trägt er auch schickes Schwarz). (zum Vergrößern auf die Bilder klicken)



Warum fliegt so ein Radauvogel (Baujahr 1969!) mitten in der Nacht durch die Gegend? Also habe ich zum Flug weiter recherchiert. Und siehe da, folgendes Bild ergab sich daraus: Ziel der Antonov war Oradea in Rumänien. Am nächsten Tag fand ich dann noch folgendes heraus: Erst nachdem das Flugzeug merkwürdigerweise dreimal östlich des ungarischen Debrecen gekreist ist (da bekomme ich gleich Hunger auf die entsprechenden Würstel), ist es schließlich in Oradea gelandet. Um 03:08 Uhr am Morgen.

Das wunderte mich. Gibt es dort kein Gesetz, das die Anwohner des Flughafens vor einer solch massiven Lärmbelästigung zur Schlafenszeit schützt? Dieser Oldtimer ist ja wirklich absurd laut, wie ich selbst miterleben konnte (im Herstellerland Sowjetunion waren dazumal die Lärm- und Umweltauflagen vermutlich nicht sehr ambitioniert).

Nun kontaktierte ich mehrere Chatbots (mehrere deshalb, weil der gehypte Krempel zu unzuverlässig ist, um nur einen als Quelle zu nutzen). Die sagten mir (unter Angabe der Originalquellen) übereinstimmend: Doch, es gibt solche Gesetze gegen Fluglärm in Rumänien. Der Flughafen ist daher normalerweise in der Nacht geschlossen, aber gegen einen Aufpreis könne man eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Allzu üblich sei das aber nicht. Schließlich muss extra Flughafenpersonal nur für diese eine Landung mobilisiert werden. Auch stellt sich die Frage, ob das Flugzeug genau deshalb den Flughafen nicht sofort anfliegen konnte, sondern erst lange Kreise nördlich davon zog, nachdem das Personal vor Ort vielleicht noch nicht wach/verfügbar war? Eigentlich müsste so eine Nachtlandung 24 Stunden vorher angekündigt werden, heißt es. 

Als mir die Gemengelage durch den Kopf gehen ließ, musste ich grinsen: Das war doch kein normaler Frachtflug! Das Ding hat mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwelches Kriegsmaterial oder ähnlich relevante Güter (z.B. Notstromgeneratoren) für die Ukraine geliefert. Schön heimlich, still und leise (wobei "leise" im Falle dieses Flugzeugs nicht wortwörtlich genommen werden darf). Spanien, wo die Antonov gestartet ist, gehört zu den ausdauerndsten Sponsoren der Ukraine. Das würde also auch gut passen. Wie außerdem meine weitere Recherche ergab, ist die Ukraine mit dem LKW von Oradea aus in nur zweieinhalb bis drei Stunden erreichbar. Unwahrscheinlich, dass man einen solchen Nachtflug-Aufwand betreiben würde, bloß um iPhones oder Büroklammern zu transportieren.
In der Ukraine selbst kann das Flugzeug ja nicht landen, weil der Luftraum dort für Zivilflugzeuge gesperrt ist. Also operieren ukrainische Fluglinien aus den Nachbarländern heraus. So ist auch dieses spezielle Flugzeug zurzeit am Flughafen Piešťany (Slowakei) beheimatet.

Wahrscheinlich werde ich nie erfahren, was das alles genau zu bedeuten hat. Mir ist da aber noch etwas eingefallen. Nämlich, dass ich diesen  speziellen Triebwerksradau nicht zum ersten Mal mitten in der Nach über dem Rand von Graz gehört habe. Das gabs in den vergangenen Monaten schon mehrfach.
Und da stellt sich eine weitere Frage: Fliegt man vielleicht auch deshalb in der Nacht, damit beim Überqueren Österreichs mit Kriegsmaterial keine unbequemen Fragen auftauchen - hinsichtlich Neutralität und so? Nicht, dass sich die österreichische Regierung darum ernsthaft scheren würde; das hat sie schon zigfach unter Beweis gestellt. Aber im Dunklen munkelt es sich halt besser.

Nachtrag 1: Es ist jetzt Dienstag, der 29. September. Vor wenigen Minuten, um ca 00:30 Uhr, ist die besagte Antonov wieder von Vitoria aus nach Oradea abgeflogen (MSI6549). Offenbar ist man sehr beschäftigt...

Nachtrag 2: Ein Leser schreibt mir, dass man bei Opensky Filter anwenden kann. Beispielsweise in der Form, dass nur militärische Flugzeuge angezeigt werden. Das habe ich gemacht - und siehe da, über Rumänien befinden sich momentan auffällig viele Militärflugzeuge aus Spanien; alles Transportmaschinen. Was in gewisser Weise zu den fleißigen Transportflügen der Antonov passt. Hier dürfte gerade eine große Menge Material aus Spanien angeliefert werden, das für die Ukraine bestimmt ist. Freilich, wenn mir das auffällt, dann auch dem russischen Militärgeheimdienst ...



Sonntag, 27. September 2026

🎧 Hörbares: Die erste Balkanroute und wie Europa sesshaft wurde -- Sondengänger stößt auf größten römischen Münzschatz in Deutschland -- Wie die israelische Regierung Archäologie zur Landnahme nutzt -- Wasser als Herrschaftsinstrument -- usw.


➽ Erste Balkanroute - Wie Europa sesshaft wurde | Spieldauer 25 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
Toll, quasi im ersten Satz wird schon gegendert. Allerdings reicht der Intellekt der Sprechenden nicht aus, um zu behirnen, dass die Formulierung "Jäger und Sammlerinnen" gesprochen nicht zwingend gleichbedeutend ist wie das geschriebene "Jäger- und SamlerInnen" - obwohl letztere Variante zweifellos jener Auslegung entspricht, die dieser Ideologin im Hirn herumspukte. Kann doch gesprochen das Wort "Jäger" auch rein männlich gemeint sein - was die Frau hier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so nicht gemeint hat.

➽ Römischer Münzschatz – Sondengänger stößt auf größten Fund in Deutschland | Spieldauer 7 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

➽ Sebastia - Wie die israelische Regierung Archäologie zur Landnahme nutzt | Spieldauer 4 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

➽ Wertiere - Berserker, Löwenmensch und Werwolf | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info 

➽ Giordano Bruno - Nichts unter der Sonne ist neu | Spieldauer 24 Minuten | BR | Stream & Info 

➽ Abenteuer Medizin: Chirurgie, ein langer blutiger Weg | Spieldauer 22 Minuten | ARD | Stream & Info 

➽ Archäologische Funde in Singen überraschen die Experten bei der Ausgrabung | Spieldauer 1 Minute | SWR | Stream & Info

➽ Tübinger Forscher entdecken 300.000 Jahre alten Affenzahn - erster Nachweis in Norddeutschland | Spieldauer 1 Minute | SWR | Stream & Info 

➽ Peter J. Brenner: Das Wasser – Lebensgrundlage, Wirtschaftsfaktor, Herrschaftsinstrument (Peter J. Brenner) | Spieldauer 56 Minuten | Kontrafunk | Stream & Info | Direkter Download

➽ Hans-Georg Maaßen: Die lautlose Revolution, Helmut Schelsky und der lange Marsch durch die Institutionen | Spieldauer 56 Minuten | Kontrafunk | Stream & Info | Direkter Download


Freitag, 25. September 2026

📽️ Videos: Archäologischer Sensationsfund in Deinham -- Der Jerusalemer Tempelschatz -- Die Inquisition -- usw.


➽ Archäologischer Sensationsfund in Deinham | Spieldauer 3 Minuten | ORF | Stream & Info 

➽ Archäologische Sensation“: 2000 Jahre alte Eisenbarren in Deinham entdeckt | Spieldauer 7 Minuten | ÖON | Stream & Info 
In der Regel würden die Grundstückseigentümer die bei ihnen entdeckten Funde dem Staat schenken - meint der Journalist im Video. Also da würde mich interessieren, ob das irgendwie statistisch belegbar ist oder es sich bloß um Wunschdenken des Bundesdenkmalamts bzw. irgendwelcher Archäologen handelt. Ich jedenfalls würde aus Prinzip keine archäologischen Funde der Republik schenken. Im Gegenteil, diesen (Parteien-)Staat - der die Bürger nach allen Regeln der Kunst aussackelt, damit er die Penunze dann für irgend einen Schwachsinn wie den längst verlorenen Krieg des Pimmelklavierspielers vergeuden kann - würde ich für Funde auf meinem Grund und Boden brennen lassen wie einen Luster (es gibt in Österreich - anders als in Deutschland - kein 'Schatzregal', das die Enteignung legalisiert). Und wenn man nicht zahlen will, dann stell ich mir den Krempel einfach zuhause aufs Nachtkastl. Oder ich gebe alles (oder einen Teil) einem geeigneten privaten Museum. Doch das entscheide ich dann im Einzelfall 😄.


➽ Sensationsfund bei Ankara | Spieldauer 21 Minuten | ZDF | Stream & Info 

➽ Sensationsfund - 2.400 Jahre alte Eichenbalken: Forscher rätseln über Kelten-Anlage  | Spieldauer 8 Minuten | BR | Stream & Info
Als kleines Kind habe ich einmal meine Mutter gefragt, warum denn nicht jeden Tag Weihnachten sein kann. Daraufhin meinte sie, wenn immer Weihnachten ist, ist nie Weihnachten. Will heißen, dann ist das nichts besonderes mehr. So ähnlich verhält es sich mit der Archäologie. Wenn dort alles eine Sensation ist, dann ist irgendwann nichts mehr eine Sensation. Die Medienkonsumenten stumpfen bei der ständigen Marktschreierei schlicht ab. Und was ist das eigentlich für eine selten blöde, kompett unpassende Hintergrundmusik gleich zu Beginn des Videos? Das hört sich an, als ob man sich das von einer Reportage über P ädophile oder irgend ein anderes Gruselthema ausgeborgt hat. ^^


➽ Münzen aus der Römerzeit | Spieldauer 3 Minuten | Youtube | Stream & Info



➽ Der Jerusalemer Tempelschatz – Bundeslade, Templer und die Spur des verlorenen Wissens | Spieldauer 67 Minuten | Youtube | Stream & Info



➽ Die Mythen der Wikinger: Götterdämmerung | Spieldauer 27 Minuten | arte | Stream & Info

➽ Die Inquisition (1/2) - Die Methode | Spieldauer 55 Minuten | arte | Stream & Info 

➽ Die Inquisition (2/2) - Kirche, Tod und Teufel | Spieldauer 55 Minuten | arte | Stream & Info


Mittwoch, 23. September 2026

Eine Leser-Zuschrift über den Zustand der Universitäten


Mein vor ca drei Wochen veröffentlichter Blogbeitrag über die weltanschaulich intendierte Verharmlosung der Völkerwanderungszeit schien es irgendwie in den E-Mail-Verteiler einer Uni bzw. in ein Forschungsnetzwerk geschafft zu haben. Mir sind entsprechende Zugriffe aus einschlägigen Domains bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung in den Logfiles des Blogs aufgefallen. Gut, an sich ist so etwas nicht ungewöhnlich, weil das kommt immer wieder vor. Hier allerdings war die Häufigkeit der Zugriffe auffällig. Über Tage hinweg täglich bis zu ca. 100 mal. Bei mir hat das den Verdacht geweckt, dass hier vielleicht ein LLM-gestütztes Crawling-System seine Identität durch User-Agent-Spoofing verschleiert, indem es HTTP-Anfrage-Header fälscht - z.B. um irgendwelche Anti-Bot-Mechanismen der Blogspot-Plattform zu umgehen. Doch nein, das waren schon 'genuine' Zugriffe, wie sich bald herausgestellt hat. Ich bekam nämlich am vergangenen Montag plötzlich eine E-Mail von jemandem aus diesem Netzwerk. Ein Herr 'XYZ, MA schrieb mir, dass er mein Blog schon länger kennt und der besagte Blogtext gerade unter ihm und seinen Kollegen "viral" die Runde macht; und das sich viele darüber ärgern. Schön, dachte ich mir. Solche Reaktionen aus diesen Kreisen sind mir immer willkommen 😁.
Er selbst - also der Leserbriefschreiber - sah die Sache aber anders. Er stimmte meiner Analyse hinsichtlich des Konformitätsdrucks in geschichtswissenschaftlichen Kreisen umfänglich zu. Und er unterstrich dies mit einem persönlichen Erlebnis. 

[...] Als ich dann das thematische Konzept für meine Master-Thesis meinem Betreuer vorgelegt habe, hat es geheißen, das geht so nicht, diese Betrachtungsweise entspricht nicht dem Forschungsstand.
Dabei war ja gerade das der Punkt. Ich wollte mit meiner Arbeit über das Verbindende unter den germanischen Stämmen diesen Forschungsstand, der in Wirklichkeit nur eine Meinung ist, infrage stellen und einer wissenschaftlich fundierten Neubewertung unterziehen.
Ich bin dann zum Dekan gegangen, weil mich die Ablehnung, und mehr noch die Begründung dafür, geärgert hat. Dort habe ich dann zu hören bekommen, dass ich ein überkommenes Germanenbild mit so einer Master-Thesis wiederbeleben könnte. Das wolle man nicht und es wäre auch nicht in meinem Interesse, da nicht förderlich für den späteren akademischen Werdegang.
Daraufhin bin ich mit meinem Problem direkt zur Hochschulleitung marschiert, zu der mein Vater gute Kontakte gehabt hat. Der damalige Rektor XXX hat mir zugehört und dann gemeint, ich solle doch einen Teil der Master-Thesis dem ideologischen Missbrauch des Germanenbegriffs widmen. Dann würde auch mein Hauptthema nicht so kontroversiell wahrgenommen. Ein gewagter Ratschlag, da meine Arbeit im Fachbereich Ur- und Frühgeschichte und nicht im Fachbereich Zeitgeschichte verfasst werden sollte.
Zu meinem heutigen Bedauern habe ich schlussendlich die Flagge gestrichen und ein komplett anderes Thema gewählt. Ich habe nicht den Mut gehabt, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. Später hat mir derselbe Rektor, er ist längst in Rente, in gönnerhaftem Tonfall erklärt, ich sei zu ambitioniert gewesen, vor allem für jemanden im Master-Studium.
Solche Leute stehen also an der Spitze unseres staatlichen Forschungsbetriebs. Logisch, dass dann auch die von Ihnen thematisierten Völkerwanderer zu Touristen umgedeutet werden, [...]

Ja, an die universitären Futtertröge darf nur, wer artig mitmarschiert und auch dafür sorgt, dass der Nachwuchs nicht aus der Reihe tanzt. Ich muss deshalb immer innerlich lachen, wenn von "Wissenschaftsfreiheit" die Rede ist. Mehr Verlogenheit geht nicht, wenn ein politisch-universitäres System Abweichlern durch Geldmittelentzug und Karriere-Hindernisse massive Schwierigkeiten bereiten kann. Die öffentlich gewordenen Beispiele - welche naturgemäß nur die Spitze des Eisberges darstellen - sind mittlerweile dermaßen zahlreich, dass auch der Dümmste erkennen müsste, was hier gespielt wird. 

Es ist aber auch eine absolute Mär, wenn manch Kritiker meint, die Zustände an den Unis seien früher grundsätzlich besser gewesen. Nein, denn Bildungseinrichtungen standen ganz allgemein historisch nie außerhalb gesellschaftlicher und politischer Herrschaftsinteressen. Im Gegenteil: Man denke an die Universität von Wittenberg sowie Martin Luther und Konsorten. Der damlige sächsische Landesherr instrumentalisierte seine Akademiker dort massiv für politische Zwecke. Und auch ansonsten, von der Habsburgermonarchie bis Preußen und Frankreich lässt sich zigfach belegen, dass staatliche Bildungspolitik ausdrücklich darauf abzielte, loyale bzw. "wohlgesittete und brauchbare Unterthanen" zu erhalten - wie es zur Zeit der Kaiserin Maria Theresia so schön entlarvend formuliert wurde. Das heißt, wer herrscht, der hat kein Interesse daran, dass ihm widersprochen wird. Das liegt in der Natur der Sache und in der des Menschen. In Monarchien ist das offensichtlich, in den heutigen sogenannten "demokratischen" Systemen ist man freilich bemüht, die einschlägige Indoktrinierung mit Euphemismen zu tarnen. Beispiel: "Medienkompetenz vermitteln", um gegen "Fakenews" im Internet zu immunisieren. Und dann karrt man zu diesem Zweck Schüler zum Redaktionsgebäude eines größeren (aber arg schrumpfenden) Mediums, das selbst schon zigfach wegen seiner tatsachenwidrigen Berichterstattung juristisch abgewatscht wurde. Über diesen konkreten Fall, der in der steirischen Gemeinde Dobl-Zwaring seinen Ursprung hatte, aber zu einem anderen Zeitpunkt mehr. Wenn ich nämlich über die Denkmalschutzmissetaten am dortigen Schloss und seiner unmittelbaren Umgebung berichte.

Samstag, 19. September 2026

🎧 Hörbares: Der Schweizer Scheich und das antike Petra -- Reisen im Mittelalter -- Mit welchem Gift sich die Menschen schminkten -- Als das berühmte Silphium in der Antike verschwunden ist -- Die rätselhaften Jamnaja -- usw.


➽ Der Schweizer Scheich - J. L. Burckhardt und das antike Petra | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info 

➽ Aufbruch ins Ungewisse - Reisen im Mittelalter | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info 

➽ Die Macht der Erbsünde - Historische Folgen einer Erzählung | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info 

➽ Giftige Schönheit - Womit Menschen sich schminkten | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info 

➽ Geschmack der Herrschaft - Als das berühmte Silphium in der Antike verschwunden ist | Spieldauer 24 Minuten | ARD | Stream & Info 

➽ Frühe Kulturen Europas - Die rätselhaften Jamnaja | Spieldauer 23 Minuten | ARD | Stream & Info

➽ Frühe Kulturen Europas -  Neues von den alten Germanen | Spieldauer 23 Minuten | ARD | Stream & Info 

➽ Auguste Dupin und Sherlock Holmes - Die Entstehung der Kriminalistik | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info 

Freitag, 18. September 2026

📽️ Videos: Ein römischer Legionärsdolch aus Haltern -- Die Villa von Neros Kaiserin -- Kleine Kulturgeschichte der Erotik -- Geiernester als archäologische Schatzkammern -- Stonehenge auf der Spur -- usw.


➽ Ein römischer Legionärsdolch aus Haltern | Spieldauer 5 Minuten | Altertumskommission für Westfalen | Stream & Info



➽ An intact 2,000-year-old 25-ton purification bath was extracted whole out of the gorund | Spieldauer 1 Minute | Israel Antiquities Authority Official Channel | Stream & Info 



➽ Have the oldest streets in Ramat Gan been uncovered? A 1,300-year-old complex was discovered | Spieldauer 1 Minute | Israel Antiquities Authority Official Channel | Stream & Info



➽ Pompeji - Die Villa von Neros Kaiserin | Spieldauer 90 Minuten | arte | Stream & Info

➽ Kleine Kulturgeschichte der Erotik | Spieldauer 53 Minuten | arte | Stream & Info 
Mit Ländersperre versehen - außerhalb von Deutschland braucht man ein entsprechendes VPN.

➽ Archäologen machen besonderen Fund in Mattersburg | Spieldauer 3 Minuten | ORF | Stream & Info 
"Studierende und Lehrende" - bitte, man reiche mir einen nassen Fetzen...

➽ Peru: Grabstätte aus Prä-Inka-Zeit entdeckt | Spieldauer 0 Minuten | ZDF | Stream & Info 

➽ Spanien: Geiernester als archäologische Schatzkammern | Spieldauer 6 Minuten | DW | Stream & Info 
Ein faszinierender Forschungsansatz!

➽ Schonende Grünflächenpflege in Wachenheim unterstützt Archäologie | Spieldauer 5 Minuten | SWR | Stream & Info 

➽ Archäologische Staatssammlung München: Stonehenge auf der Spur | Spieldauer 3 Minuten | BR | Stream & Info 


Sonntag, 13. September 2026

🎧 Hörbares: In der Antike gab es Zehntausende Sprachen -- Gebeine von Otto dem Großen zurück im Magdeburger Dom -- usw.


➽ Studie: In der Antike gab es Zehntausende Sprachen | Spieldauer 3 Minuten | DF | Stream & Info 

➽ Ahnherr der Nation? Gebeine von Otto dem Großen zurück im Magdeburger Dom | Spieldauer 10 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
"Totenruhe gestört" - was für eine Heuchelei. Das kratzt die doch bei Normalos aus so weit zurückliegenden Zeitabschnitten doch auch nie; anderenfalls gäbe es kaum Archäologie. Und "Ahnherr der Nation?" Ja, aber nur nach den Vorstellungen aus dem 19. Jahrhundert, als man nach den Einigungskriegen um nationale Identität gerungen hat und sich bei allem in der Geschichte bediente, was nicht bei drei auf den Bäumen war.

➽ 64 n. Chr. – Kaiser Nero und die Christenverfolgung | Spieldauer 42 Minuten | DF | Stream & Info

➽ 313 n. Chr. – Kaiser Konstantin und der Aufstieg des Christentums | Spieldauer 46 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

➽ 4. bis 6. Jahrhundert - Die sogenannte Völkerwanderung | Spieldauer 52 Minuten | DF | Stream & Info
Genau über diese Art Ansammlung von Un- und Halbwahrheiten habe ich kürzlich in meinem Blogtext geschrieben...

➽ 395 n. Chr. – Die Teilung des Römischen Reiches | Spieldauer 45 Minuten | DF | Stream & Info 

➽ 476 n. Chr. – Der Zerfall Westroms und das Ende der Antike | Spieldauer 50 Minuten | DF | Stream & Info 

➽ Solitäre in der Antike – Althistoriker Michael Sommer im Gespräch | Spieldauer 10 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
"Splendid isolation" - der Herr scheint nicht zu behirnen, dass dieses (weitestgehend vergessene) geflügelte Wort aus der britischen Politik des 19. Jahrhunderts sich gewiss nicht auf die Muße von Individuen (lat. "otium") bezieht. ^^

➽ 287 v. Chr.: Plebejer erkämpfen ihre Gleichberechtigung im antiken Rom | Spieldauer 40 Minuten | DF | Stream & Info 


Donnerstag, 10. September 2026

📽️ Videos: Nicht "Indiana Jones"! -- Keltische und römische Spuren in der Steiermark -- Der rätselhafte Erdstall -- Können Frauen Ritter werden? -- Aguntum-Ausgrabungen bringen Heizungsanlage ans Licht -- usw.



➽ Secret of the Incas (1954) in 1080 HD | Spieldauer 101 Minuten |  Youtube | Stream & Info 
Da habe ich viele Jahre lang gedacht, dass Indiana Jones - einer meiner absoluten Lieblingsfilme (Franchises) - ein originelles bzw. einzigartiges Werk ist; und dass Filme wie "Quatermain" (Richard Chamberlain) und "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" (Michael Douglas) die billigen Kopien davon sind. Doch dann stolperte ich über ein Youtube-Video, in dem anhand verschiedenster Beispiele veranschaulicht wird, dass eigentlich schon "Indiana Jones" eine Kopie ist! Die Dreistigkeit, mit der George Lukas und Steven Spielberg hier vom 1954 erschienen Film "Secret of the Incas" abgekupfert haben ist atemberaubend; selbst die Klamotten! Ich frage mich, was der Hauptdarsteller Charlton Heston sich gedacht hat, als er den Hype um "Indiana Jones" zum ersten Mal mitbekam. Lustig wäre es freilich gewesen, wenn er im dritten Indiana-Jones Film den Vater gespielt hätte, anstatt Sean Connery. Was mir aber aufgefallen ist: Dr. Jones Senior heißt mit Vornamen "Henry". Das ist auch der Vorname von Charlton Heston in "Secret of the Incas" - wenn auch in Form des Spitznamens "Harry". Zufall?!


➽ Bronzezeit-Ausstellung im Landesmuseum | Spieldauer 10 Minuten | Landesmuseum für Vorgeschichte Halle | Stream & Info



➽ GeoSphere Austria sucht in der Steiermark nach Spuren aus der Römerzeit | Spieldauer 3 Minuten | ORF | Stream & Info

➽ Grafenwiesen: Der rätselhafte Erdstall unterm Haus | Spieldauer 3 Minuten | BR | Stream & Info

➽ Können Frauen Ritter werden? | smykultig / funk | Spieldauer 10 Minuten | ARD | Stream & Info 
Der öffentlich-lächerliche Schundfunk meint, mit solchen grenzdebilen Formaten könne man junge Menschen ansprechen. Die halten offenbar ihre Zielgruppe für intellektuell so abgefuckt wie sie es selbst sind (ich passe mich sprachlich nur an diese Heinis an - siehe Video).

➽ Spektakuläre Inszenierung: Römer und Gallier beim Kürbisfestival in Lichtenwalde | Spieldauer 2 Minuten | MDR | Stream & Info 

➽ Archäologische Aguntum-Ausgrabungen bringen Heizungsanlage ans Licht | Spieldauer 3 Minuten | ORF | Stream & Info 

➽ Mittelalterleben am Fuße der Churburg | Spieldauer 3 Minuten | ORF | Stream & Info 
Mit "weniger Komerz" beschreibt der eine Herr ausgerechnet das Mittelaltermarkt-Feeling. Was für eine Ironie!

➽ Buchschachen: Zwei Burgen im Mittelalter | Spieldauer 3 Minuten | ORF | Stream & Info
Mein lieber Schwan, was man an diesem tätowierten Gesamtkunstwerk so alles erkennen kann: Mindestens ein Pentagramm auf dem Arm, ein Gürtel mit noch mehr Pentagrammen, ein stilisierter Widderschädel auf der Brust (Stichwort "Baphomet")... Tja, das liefert Raum für Interpretationen. Gedankenloses 'Goth' oder doch mehr...


Dienstag, 8. September 2026

🎧 Hörbares: Als Rom am größten war -- Historischer Goldschatz aus spanischem Museum gestohlen -- Der (blödsinnige) Bar-Kochba-Aufstand -- "Hass und Hetze" (und die dämlichen Ansichten eines Informatikers) -- usw.


➽ Als Rom am größten war: Ein Reich von Britannien bis Persien | Spieldauer 15 Minuten | WDR |  Direkter Download

➽ 132 n. Chr. – Der Bar-Kochba-Aufstand und die jüdische Diaspora | Spieldauer 45 Minuten | DF | Stream & Info 
Ein fanatischer religiöser Ekstatiker und erwiesener Gauner, der sich als Messias ausgab und sein Volk in den Abgrund führte, ist heute israelischer Nationalheld; eigentlich unpackbar, dieses Level an nationalistischer Blödheit. Vor allem wenn man bedenkt, dass weiter zurückliegende Generationen von Juden den Namen dieses Verführers noch gerne als "Bar Kozeba" verballhornten, was so viel wie "Sohn des Lügners" bedeutet...

➽ Kunstraub in Ostspanien - Historischer Goldschatz aus Museum gestohlen | Spieldauer 3 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
Unverständlich, wieso der zu Beginn sprechende Herr fast zur Heulboje wird. Wenn es dem verstaatlichten archäologisch-historischen Forschungsbetrieb - wie seine Vertreter gerne behaupten - nämlich primär um den Erkenntnisgewinn geht, dann ist der materielle Verlust dieses gewiss gut dokumentierten und bestens erforschten Horts eigentlich nichts mehr als ein vernachlässigbarer Klacks...

➽ Jerusalem: Archäologen legen Geschichte der Grabeskirche frei | Spieldauer 3 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

➽ Verlorene Geschichte – Schwarzbuch Denkmalpflege | Spieldauer 4 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

➽ Jahrtausenddürre 1540 | Spieldauer 10 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

➽ 1666: Großer Brand von London - Eine Katastrophe wird nationaler Mythos| Spieldauer 15 Minuten | WDR | Direkter Download

➽ 19. Jahrhundert: Mit entführter Crew auf See - Kapitän Jürgen Rickmers | Spieldauer 13 Minuten | WDR | Direkter Download

➽ 17. Jahrhundert: Der seltsame Fall des Monsieur Fouquet | Spieldauer 14 Minuten | WDR | Direkter Download

➽ 18. Jahrhundert: Bayerns Robin Hood - Räuber Matthias "Hiasl" Klostermayr | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Direkter Download

➽ Peter J. Brenner – Hass und Hetze. Eine politische Kampfformel | Spieldauer 56 Minuten | Kontrafunk | Stream & Info | Direkter Download
Wenn ich die Phrase "Hass und Hetze" höre, dann ist bei mir der Ofen aus. Da ist es mir auch völlig wurscht, aus welcher politischen Richtung der Sprecher kommt; selbst wenn so jemand mit mir weltanschaulich zu 100 Prozent kompatibel ist. Ich habe nämlich keinen Bock auf solche Krawallmacher, die offensichtlich an keiner ehrlichen Diskussion interessiert sind, sondern bloß vorhaben, das Gegenüber aus intellektueller Faulheit mit so einer maximalen Moralkeule niederzuknüppeln.
Ein ähnlich beliebtes Pseudoargument wie "Hass und Hetze" ist der "Neid". Den hat mir kürzlich einer auf Social Media vorgeworfen, weil ich ihn gefragt habe, warum er denn in seinen Blogtexten nicht ausschließlich in der Sache selbst argumentiert, sondern immer und immer wieder in thematisch völlig verschiedenen Bereichen darauf hinweist, dass er Informatiker ist - und zwar mMn in einer penetranten Weise, als ob ihn diese Ausbildung intellektuell adeln und zum Universalgelehrten machen würde; was ja wiederum nichts anderes als der Logikfehlschluss "Autoritätsargument" ist. Der Typ wurde daraufhin unrund, ging mich - nach einigem Hin und Her - schließlich unter der Gürtellinie an (z.B. ich hätte nur "Baumschulen" besucht) und meinte eben am Ende seiner Suada, dass ich ihn doch nur beneiden würde - wegen seinem Informatikertum.
Ich hätte fast laut losgelacht! Neidisch nämlich auf einen, der unzählige Jahre seines Lebens  damit vergeudet hat, vergeblich seinem Doktorhut nachzulaufen; der bis heute seine Freizeit mit dem Verfassen juristischer Schriftsätze und einer fast schon autistisch anmutenden Prozesshanselei verbringt (er hält sich ja auch für einen genialen Hobby-Juristen, obwohl er von der Justiz immer und immer wieder einen Tritt in die Weichteile erhält); der sich als Informatik-Koryphäe betrachtet, während die eigene Website aussieht, als ob sein fachlicher Kenntnisstand bei Cobol, Fortran und Turbo Pascal stehen geblieben ist; der sich aufgrund extremer Trägheit jahrelang nicht dazu aufraffen konnte, den von ihm so abgrundtief verachteten und in unzähligen Blogtexten geschmähten Wohnort zu verlassen; der in seinen sporadischen Videos bereits wie eine Dampflock zu schnaufen beginnt, wenn er zu Fuß eine Strecke zurücklegt, die nur wenig länger ist als der Weg von der Couch zum Kühlschrank; der insinuiert, weil er zu kurz geraten sei, bekomme er keine Frau ab; der aber in Wirklichkeit von seiner einstigen Feminismuskritik längst in eine immer unverhohlenere biologistische Frauenverachtung abgerutscht ist und dessen Liebesleben sich folgerichtig als Langzeit-Alleinstehender seit Jahren weitestgehend im 'Verkehr' mit der eigenen Hand erschöpfen dürfte 🙃.
Das war jetzt nur ein kleiner Auszug dessen, was es meinerseits über diese aufgeblasene Frustwuchtel zu sagen gibt - und zwar nach dem Motto "wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder zurück".
Von Neid kann daher wohl kaum die Rede sein. Von Mitleid aber ganz gewiss auch nicht.