Mittwoch, 19. September 2018

Krimskrams: Buchcover-Einheitsbrei mit Testosteron-Überschuss -- Hiltibold auf der Buchmesse in Frankfurt? -- Das Christentum hat die Toleranz erfunden

Historische Romane: Buchcover-Einheitsbrei mit Testosteron-Überschuss

Die folgenden sechs Cover (Quelle: Amazon) stammen eigentlich von drei verschiedenen Verlagen (Heyne, Bastei Lübbe, Rowohlt). Und doch ähneln sie sich sehr. Gerade so, als ob sie vom gleichen Grafiker gestaltet worden sind. Das geht jetzt schon seit Jahren so, auch bei vielen anderen historischen Romanen für eine üblicherweise männliche Leserschaft. Wie kann man nur so einfallslos sein?

Mir haben immer die dezenten alten Cover von Bernard Cornwells Uhtred-Reihe besonders gut gefallen. Die waren nicht auf Krawall und Testosteron gestylt, sondern gaben den Romanen von der Optik her eine gewisse Wertigkeit. Hingegen die Beispiele unten sehen mir eher nach 'Clickbait' für Bücher aus ...



Übrigens: Band 1 von Robert Fabbris Vespasian-Reihe, der demnächst in deutscher Sprache erscheint, werde ich im Rahmen des Blogs besprechen. Es wird davon auch ein ungekürztes Hörbuch geben.
Angekündigt wird die Reihe ja so, als ob Fabbri quasi in Bernard Cornwells Fußstapfen getreten ist. Man darf gespannt sein, ob das wirklich zutrifft ...


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Hiltibold auf der Frankfurter Buchmesse?

Bei 'Frankfurt' denke ich zuerst an die gleichnamigen Würstel - also die 'Frankfurter', die in Deutschland komischerweise "Wiener Würstchen" heißen. Als zweites kommt mir der Flughafen in den Sinn. Dann das Finanzzentrum mit seinen Wolkenkratzern. Die alljährliche Buchmesse in Frankfurt fiele mir erst ganz zum Schluss ein - wenn überhaupt. Trotzdem hat mich nun ein Sachbuchverlag freundlicherweise eingeladen, im Oktober auf eben dieser Buchmesse aufzukreuzen. Der Eintritt wäre kostenlos, ich könnte Kontakte knüpfen, mich mit Gleichgesinnten austauschen und ein üppiges Buffet gäbe es auch.

Die Anreise würde an sich ziemlich unkompliziert sein, da von Graz nach Frankfurt Direktflüge angeboten werden. Andererseits: Was soll ich auf so einer Buchmesse? Ich sehe mich nicht wirklich als Buchblogger. Mein Blog ist zwar in letzter Zeit etwas buchlastig geworden, aber das wird sich im Verlauf des kommenden Jahres wieder ändern. Ich glaube, die Verlage interessieren sich ohnehin nicht übermäßig fürs Blog, sondern eher für den Umstand, dass ich die Rezensionen auch bei Amazon veröffentliche (und dort in dieser dubiosen Rangliste unbeabsichtigt im Laufe der letzten Jahre nach vorne gewandert bin).

Mir fällt jedenfalls nichts ein, was für mich an so einer Buchmesse 'reizvoll' sein könnt - ganz anders als z.B. im Falle der Gamescom 😉. 
So interessieren mich beispielsweise Autorenlesungen überhaupt nicht. Darüber hat man sich schon in der Antike zurecht lustig gemacht. Nur weil jemand ein gutes Buch geschrieben hat, heißt das ja noch lange nicht, dass er daraus auch in einer für sein Publikum unterhaltsamen Weise vorlesen kann. Ein Hörbuch von und mit Gisbert Haefs ist mir diesbezüglich als besonderes Negativbeispiel in Erinnerung.
Ich mag auf so einer Messe auch nicht nach Büchern stöbern. Das geht übers Internet wesentlich stressfreier.

Sicher, mitunter bietet die Frankfurter Buchmesse auch Action - z.B. in Form von zünftigen Prügeleien. Aber man kann sich ja nicht völlig sicher sein, ob dieses unterhaltsame Zusatzangebot wieder zustande kommt ...
Nein, da bleibe ich lieber zuhause und investiere das Geld, das mich so eine Reise kosten würde, stattdessen in Bücher. Davon haben letztendlich auch die Verlage mehr.

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Das Christentum hat die Toleranz erfunden ...

... und vieles von dem, was dem Christentum an Grässlichkeiten nachgesagt wurde ist übertrieben bzw. halb- oder sogar komplett unwahr - behauptet zumindest Manfred Lütz in seinem Bestseller „Skandal der Skandale“ (Herder Verlag).
Ich hatte bereits irgendwann im vergangenen Frühjahr auf eine Radiosendung hingewiesen, in der es um das Buch ging. Eine Blog-Leserin machte mich nun auf ein aktuelles Interview mit dem Autor aufmerksam. Hier ein Auszug: 

"Ich habe mein Buch vor allem von Atheisten vorstellen lassen, von Gregor Gysi in Berlin, Rolf Dobelli in Zürich, Konrad Lissmann in Wien und die waren durchaus angetan. Ich habe aber auch die merkwürdigsten Hassmails bekommen. Den Vogel hat die Giordano-Bruno-Stiftung Sektion Mittelrhein abgeschossen, die mir 100 Kotzschalen aus Pappe ins Krankenhaus geschickt hat. Ich habe dann dem Vorsitzenden, Herrn Schmidt-Salomon, geschrieben, dass der Atheismus intellektuell offenbar leider ziemlich auf den Hund gekommen ist. Ihm war das sehr peinlich [...]

Allem Anschein nach zieht die Giordano-Bruno-Stiftung z.T. ähnliche aktivistische Sektierer wie die sogenannte Skeptikerbewegung an. Pöbeln im Namen der Aufklärung ist nämlich auch in deren Dunstkreis ein gerne gepflegter Brauch. 

Zum Interview Buch-Infos bei Amazon

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Dienstag, 18. September 2018

📽️ Videos: Älteste Glockengussgrube Europas -- Bachelorarbeit ab 960 Euro -- usw.



 Die älteste Glockengussgrube Europas | Spieldauer 3 Minuten | LWL/Youtube | Stream
Ob man damals - so wie der Campus Galli heute - auch drei Versuche und mehrere Jahre benötigte, um eine einzige Glocke zu gießen? 😏


➽ Ritterspiele und Minnesänger-Wettstreit auf Burg Botenlauben | Spieldauer 3 Minuten | WDR | Stream; Info

➽ Burgsteinfurt: Zeitreise ins Mittelalter | Spieldauer 4 Minuten | WDR | Stream; Info
Ach du meine Güte, was ist denn das!?

➽ Särge der Schwarzburger werden restauriert | Spieldauer 2 Minuten | MDR | Stream; Info

➽ Bachelorarbeit ab 960 Euro: Wie Ukrainer für deutsche Studierende schreiben | Spieldauer 20 Minuten | STRG_F / Youtube | Stream; Info
Gleich vorweg, hier geht es nicht bloß um Ghostwriting für sogenannte 'Laberfächer', durch die man sich relativ leicht durchmogeln kann, sondern auch der MINT-Bereich ist davon betroffen - obschon nicht so stark (dort ist das Vortäuschen von Kompetenz halt schwieriger). Freilich, wenn immer mehr Studenten nicht einmal mehr in der Lage oder zu bequem dafür sind, eine Bachelorarbeit in beispielsweise Geschichte zusammenzuschustern, dann ist das in Anbetracht der heute ohnehin schon extrem niedrigen universitären Leistungsanforderungen geradezu desaströs. Man mag sich im Angesicht der offenbar recht hohen Nachfrage nach akademischen Ghostwritern gar nicht vorstellen, wie viele am Arbeitsmarkt unvermittelbare taube Nüsse die Universitäten dieser Tage produzieren dürften ...

 Türkei: Hasankeyf - versinkende Stadt mit langer Geschichte | Spieldauer 5 Minuten | ARD | Stream; Info
Der Herr zu Beginn des Beitrages scheint ein Doppelgänger des Campus Galli-Korbflechters zu sein. 😃

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Sonntag, 16. September 2018

📖 Buch: Jüdische Altertümer

Eine nicht ganz taufrische, aber durchaus leserliche Übersetzung

Die "Jüdischen Altertümer" (Iudaike Archaiologia) zählen wohl zu den bedeutendsten Schriftquellen, die uns aus der Antike überliefert sind. Ihr Autor - Flavius Josephus - war ursprünglich ein Kriegsgefangener, der später zum Freundeskreis der römischen Kaiser Vespasian und Titus  gehörte.

In seinem aus 20 'Büchern' bestehenden Werk schildert Josephus (hauptsächlich) die Geschichte der Juden - d.h. von der (mythischen) Erschaffung der Welt bis zum Tod des Kaiser Nero und dem Beginn des sogenannten "Jüdischen Krieges" (besagter Krieg wird von Josephus in einem gesonderten Werk detailliert geschildert).
In den ersten Büchern stützt sich der Autor noch stark auf religiöse Schriftquellen, etwa wenn er den Zug des Moses durch die Wüste oder das Leben König Davids schildert. Einiges davon darf heute aus wissenschaftlicher Sicht mehr oder weniger angezweifelt werden. Dies ändert sich in gewisser Weise, sobald der Autor über Ereignisse schreibt, für die er vermehrt auch außerjüdische bzw. außerbiblische Quellen verwenden konnte. Das trifft etwa auf die Umtriebe Alexanders des Großen, das Gezänk der Diadochen sowie die zunehmende Einmischung Roms in jüdische Angelegenheiten zu Zeiten von Pompeius, Caesar und Marcus Antonius zu.

Dieser einsprachigen, über 1000seitigen Hardcover-Ausgabe liegt die nicht mehr ganz taufrische Übersetzung von Heinrich Clementz (1859 - 1946) zugrunde. Deshalb hatte ich ursprünglich gewisse Bedenken. Allerdings haben sich die als unbegründet herausgestellt, denn der Text liest sich sehr gut; d.h. kein angestaubter Schwulst und kaum verschachtelte Endlossätze.
Fuß- bzw. Endnoten, die zu erklärenden Anmerkungen führen, gibt es hier zwar nicht, aber immerhin ist ein umfangreiches Register vorhanden, in dem man Begriffe wie etwa "Essener" nachschlagen kann. Der Kaufpreis dieser Ausgabe ist mit 25 Euro meiner Ansicht nach ziemlich günstig.

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Samstag, 15. September 2018

📖 Buch: Endstation Brexit

Eine wechselvolle Beziehungskiste

Anhand verschiedener chronologisch geordneter Einzelbeispiele wird in "Endstation Brexit" ein kurzweiliger Einblick in die turbulente 'Beziehungsgeschichte' zwischen Briten und Festland-Europäern geboten. Der Autor Ralf Grabuschnig verdeutlicht dabei recht anschaulich, dass Scheidungen sowie (Zwangs-)Ehen zwischen der Insel und dem Kontinent eine lange Tradition besitzen; was wiederum - so sein Fazit - den aktuellen 'Brexit' im gesamthistorischen Zusammenhang ziemlich relativiert.

Alles beginnt - zumindest im vorliegenden Buch - mit den Römern, die schon unter Caesar (halbherzig) versuchten, in Britannien Fuß zu fassen, aber erst rund 100 Jahre später damit Erfolg hatten. Auch die Landnahme durch Angelsachsen und Co. im Zuge des späteren Zusammenbruch Roms ist Thema; ebenso wie die legendären Raubzüge skandinavischer Wikinger, die Eroberung Englands durch ein normannisch-französisches Heer unter dem Kommando von Wilhelm dem Eroberer, die dilettantische Außenpolitik des berüchtigten Johann Ohneland (der aufgrund der Robin-Hood-Legende vielen Menschen als "Prince John" ein Begriff sein dürfte) usw. usf.
Alles in allem handelt es sich hier um einen abwechslungsreichen Themen-Mix, der quer durch die englisch-europäische Geschichte führt.

Der Schreibstil des Autors ist locker - sehr locker sogar. Das wird nicht jedem gefallen, mir aber schon. Freilich, dem Buch-Konzept und der einen oder anderen Pointe zuliebe wurden historische Sachverhalte gerafft dargestellt; dies funktioniert nicht immer, aber meistens. Auf jeden Fall dürfte Ralf Grabuschnig hier auch Menschen für sich gewinnen können, die ein Geschichtsbuch normalerweise weniger anziehend finden.
EU-kritischen Lesern wie mir nötigt er hingegen ein gewisses Maß an Toleranz ab, ohne dabei Unmögliches zu verlangen. Will heißen, mit unseren Beurteilungen der EU liegen Autor und ich wahrscheinlich weiter auseinander, als der Ärmelkanal breit ist. Als Befürworter der direkten Demokratie habe ich mit einem zusätzlichen, auf übernationaler Ebene eingeschobenen Bürokratie-Apparat naturgemäß wenig Freude; meiner Ansicht nach ist bereits die nationalstaatliche Repräsentative 'Demokratie' ein eher heuchlerisches Placebo.
Müsste ich das Buch hauptsächlich auf Grundlage solcher Auffassungsunterschiede bewerten, dann fiele mein Urteil wenig gnädig aus. Doch da sich die entsprechenden Einlassungen von Ralf Grabuschnig hauptsächlich in der Einleitung konzentrieren, möchte ich diese nicht zu stark gewichten; das gilt auch für Spitzen gegen Brexit-Befürworter, die im weiteren Verlauf gelegentlich auftauchen (außerdem bin ich der Letzte, der sich über ein bisschen Polemik beschweren darf 😉).

Unterm Strich ist "Endstation Brexit" informativer, lockerer Lesestoff. Der Kaufpreis beträgt moderate 19 Euro.

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Donnerstag, 13. September 2018

📽️ Videos: Übervorteilter "Hobby-Archäologe" -- USA graben archäologisch in Deutschland -- Pergamonmuseum -- usw.



 Übervorteilter "Hobby-Archäologe" - 25 Jahre Trierer Goldschatz | Spieldauer 3 Minuten | SWR | Stream & Info
Hehe, in diesem Beitrag wird ein Metallsucher wieder einmal als "Hobbyarchäologe" bezeichnet. Dabei dürfte es diese laut hauptberuflichen Archäologen doch gar nicht geben, weil es auch keine Hobbypolizisten und Hobbychirurgen geben darf 😊.
Weniger lustig: Da findet jemand einen Millionenschatz und wird dafür mit läppischen 20000 Mark abgespeist - und nicht mal die bezahlt der Staat, sondern sie stammen aus Spenden, die für den verarschten übervorteilten Finder gesammelt wurden. Eventuell muss man Idealist oder einfach dumm sein, um hier gesetzeskonform zu handeln und einen solchen Fund zu melden. Da das freilich nicht jeder ist, wird viel unterschlagen. Verständlich, bei der offensichtlichen Unmoral des Gesetzgebers (Gesetze, die nicht auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung stoßen, werden naturgemäß wenig befolgt - jeder Jurist weiß das). So hat die Forschung das Nachsehen und nimmt erheblichen Schaden.
Zu Ende gedacht sind solche Gesetze also nicht. Trotzdem dürfte manch Bodendenkmalpfleger auch weiterhin das Brett vor seinem Kopf als Panoramablick preisen.

 Archäologische Ausgrabung: Grafengruft im Kloster Wedinghausen | Spieldauer 4 Minuten |WDR | Stream & Info

 Überraschend große Burg entdeckt - Das archäologische Spessartprojekt | Spieldauer 2 Minuten | RBB | Stream & Info

 Archäologische Ausgrabung im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums in Deutschland | Spieldauer 3 Minuten | WDR | Stream & Info

 Durch die Antikensammlung mit Martin Maischberger | Spieldauer 3 Minuten | RBB | Stream & Info

 Pergamonmuseum in Berlin: Das gewaltige Panorama-Bild  | Spieldauer 5 Minuten | RBB | Stream & Info
Die Kostüme, die einige Personen auf diesem Panoramabild tragen, sind aus historischer Sicht grenzwertig bis gruselig. Und das bei einem Museumsprojekt; dass die sich nicht schämen ...

 Die längste Brücke des deutschen Mittelalters | Spieldauer 2 Minuten | MDR | Stream & Info

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Mittwoch, 12. September 2018

🎧 Hörbares: Marc Aurel -- Hessische Pferdekopf-Sauerei -- Luftbildarchäologie -- Getreideanbau in der Steinzeit -- usw.




 Alexander Demandt: "Marc Aurel: Der Kaiser und seine Welt" | Spieldauer 9 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download

 Hessische Pferdekopf-Sauerei: Interview mit Landesarchäologe Udo Recker | Spieldauer 23 Minuten | HR | Stream & Info | Direkter Download
Thema dieses Gesprächs ist besonders der 2009 von Archäologen gemachte Fund eines bronzenen römischen Pferdekopfes aus der Zeit des Kaisers Augustus - dabei berücksichtigte man ausschließlich die Meinung der hessischen Landesarchäologie. Hingegen wurde geflissentlich verschwiegen, wie eben diese Landesarchäologie bzw. das Land Hessen versucht, jenen Bauern, auf dessen Acker man das Objekt entdeckte, u.a. mit abstrusen Wertgutachten finanziell massiv zu übervorteilen. Der Mann sah sich deshalb gezwungen, juristische Mittel zu ergreifen. Kürzlich wurde das Land nach jahrelangem Rechtsstreit zu einer Zahlung von 773.000 Euro verdonnert (geboten hatte es wohl lediglich 48.000 Euro !). Seine Vertreter, die anders als der private Kläger kein persönliches finanzielles Risiko tragen, weigern sich aber laut Medienberichten immer noch zu zahlen und ziehen stattdessen auf Kosten des Staatssäckels den Streit weiter in die Länge.
Der Gesamtvorgang ist als bodenlose Sauerei zu bezeichnen. Darüberhinaus wird dieser in der Öffentlichkeit breit ausgewalzte Fall zu etlichen Fundunterschlagungen führen. Der Bürger sieht schließlich, wohin Ehrlichkeit im Angesicht von auf Enteignung abzielenden Behörden führt.
Die Briten sind weniger vernagelt und machen es daher besser: Sie entschädigen Finder und Grundstückseigentümer voll und ohne Tricksereien - dementsprechend gerne werden auf der Insel archäologische Funde gemeldet, wovon in weiterer Folge die Wissenschaft enorm profitiert. Siehe etwa den aufsehenerregenden angelsächsischen Schatz von Staffordshire (Staffordshire HoardVideo), dessen Entdeckung durch einen Metallsucher aufs Jahr genau gleich lange zurückliegt wie der obige Pferdekopf-Fund, den man überdies der Öffentlichkeit erst jetzt - nach bald einem Jahrzehnt (!) - zugänglich macht. Diesen langen Zeitraum vage mit Restaurierungsarbeiten begründen zu wollen, ist geradezu aberwitzig und wurde von Fachleuten bereits kritisch kommentiert. Die wahren Gründe dürfte man vor allem im unsäglichen Rechtsstreit finden, den Politiker sowie die politiknahe hessische Landesarchäologie zu verantworten haben. Übrigens: Mehr als nur ein Leser hat mir im Verlauf der letzten Jahre z.T. aus eigener Erfahrung berichtet, wie es in der staatlichen Archäologie hinter den Kulissen zugeht. Regelrechte Abgründe tun sich da auf.

 Getreideanbau in der Steinzeit | Spieldauer 8 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Luftbildarchäologie profitiert immens von der diesjährigen Dürre | Spieldauer 5 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download

 Ludwig II. - Der Mondkönig | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Der Heilige Franz v. Assisi - Schutzpatron der Tiere | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

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Sonntag, 9. September 2018

🎧 Hörbares: Wikinger-Schätze -- Archäologie -- Einstürzende Altbauten -- Minnesang -- usw.




Wikinger-Schätze aus Gold und Silber - Auf den Spuren des Harald Blauzahn | Spieldauer 11 Minuten | DR | Stream & Info | Direkter Download

 Alte Religionen in Island - Schöpfung der Menschen aus zwei Stämmen Treibholz | Spieldauer 20 Minuten | DR | Stream & Info | Direkter Download

 Archäologe Nicholas Conard: Auf der Suche nach dem Ursprung der Kultur | Spieldauer 6 Minuten | DR | Stream & Info | Direkter Download

 Archäologie im Flussbett der Amstel - Was wir alles wegschmeißen | Spieldauer 7 Minuten | DR | Stream & Info | Direkter Download

 Die eigentliche Altstadt: Archäologie in Jerusalem | Spieldauer 6 Minuten | DR | Direkter Download

 Einstürzende Altbauten: Viele italienische Denkmäler sind in schlechtem Zustand | Spieldauer 4 Minuten | DR | Stream & Info | Direkter Download

 Den ausgestorbenen Tieren der Eiszeit auf der Spur | Spieldauer 6 Minuten | DR | Stream & Info | Direkter Download

 Beate Kellner - "Spiel der Liebe im Minnesang" | Spieldauer 20 Minuten | DR | Stream & Info | Direkter Download

 Festung Luxemburg - Gibraltar des Nordens | Spieldauer 6 Minuten | DR | Stream & Info | Direkter Download

 Die "Glorious Revolution" von 1688 | Spieldauer 34 Minuten | DR | Stream & Info | Direkter Download

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Freitag, 7. September 2018

🔥 Mittelalter-Dilettanten aus Bodensee-Region verbrennen seit sechs Jahren Steuergeld - kein Ende in Sicht

Vor ungefähr zwei Wochen korrespondierte ich über mehrere Tage hinweg mit einem Politiker aus Baden-Württemberg. Der hatte mich nämlich gebeten, ihm einige Detailfragen zur Mittelalterbaustelle Campus Galli zu beantworten, deren Treiben ich seit rund sechs Jahren bekanntermaßen kritisch kommentiere. Auf Grundlage dieses Schriftwechsels gebe ich im folgenden Text einen kleinen Überblick hinsichtlich der kostspieligen Fehlprognosen, die so überaus typisch für die sogenannte "Karolingische Klosterstadt" sind. Dabei werde ich auch die jüngsten Entwicklungen berücksichtigen, die nur als endgültige 'Bankrotterklärung' bezeichnet werden können - obschon die Zahlungsfähigkeit dank üppig fließender Subventionen weiterhin gegeben ist.

2011, also zwei Jahre bevor das in der Nähe des Bodensees beheimatete Bauprojekt  an den Start ging, hieß es seitens der Betreiber und Politik ausdrücklich, der Bürger möge sich doch bitte keine Sorgen machen; die Bezuschussungsphase für den von einem privaten Verein getragenen Campus Galli sei ja nur kurz und spätestens nach rund drei Jahren Laufzeit (2015/2016) dürfe man mit rund 120.000 Besuchern pro Saison bzw. Schwarzen Zahlen rechnen. Doch bereits nach der ersten Saison (2013) war klar, dass die herbeigeredeten Besuchermassen ausbleiben und daher das ursprüngliche Finanz-Ziel nicht einmal annähernd erreicht werden kann.

Dem Projektinitiator und Vorsitzenden des Trägervereins wurde nun vom nervös werdenden 'Hauptsponsor' - dabei handelt es  sich um die Standortgemeinde Meßkirch - eilig ein Geschäftsführer aufs Auge gedrückt. Dieser hatte den Auftrag erhalten, ein aktualisiertes und solideres Konzept zu entwickeln. Zur Seite stand ihm dabei ein politiknaher Finanzberater.
Nachdem die beiden Herren ein bisschen mit den Zahlen jongliert hatten, ließen sie verlautbaren, man sei nach "konservativer" (!) Planung zu dem Ergebnis gekommen, dass der Campus Galli zwar erst 2018 Schwarze Zahlen schreiben könne, dann aber schon deutlich vor dem Erreichen der bisher genannten 120.000-Besucher-Marke. Von angepeilten 100.000 Besuchern pro Saison war ab nun zumeist etwas vage die Rede.

Spätestens im Herbst 2017 - als man für das folgende Jahr (2018) lediglich 90.000-95.000 Besucher prognostizierte und der Geschäftsführer des Campus Galli überdies wegen angeblich nötigen Investitionen zusätzliche finanzielle Unterstützung verlangte - war klar, dass auch seine aktualisierte "konservative" Planung aus dem Jahr 2015 ein veritabler Schuss in den Ofen ist. Der Bürger würde  also - über Förderungen der Kommune, des Landes und der EU - auch weiterhin die Zeche für das finanzmarode Vaporware-Projekt bezahlen müssen.

Wie lange dieser unerfreuliche Zustand andauern soll, lässt sich nun aus einem aktuellen Statement des Geschäftsführers entnehmen. Der räumte darin ein, dass man wohl nicht einmal beim Erreichen des am Projektanfang (2011/2013) behaupteten Break-Even-Points von 120.000 Besuchern in die Gewinnzone vorstoßen könne - von der 100.000-Besucher-Marke seiner im Jahr 2015 aktualisierten Prognose ist erst recht keine Rede mehr (genauso wenig wie von dem seit Jahren herbeifantasierten privaten Großsponsor). 

Bei der Rechtfertigung seines Versagens macht es sich der Geschäftsführer - ein in betriebswirtschaftlichen Belangen unerfahrener Archäozoologe - leicht. Lapidar meint er:

„Je mehr Gäste kommen, desto größer und teurer wird auch unsere Infrastruktur."

Eine Überraschung ist all das für Kenner der Misere kaum. Sämtliche eng mit der Politik abgestimmten Fehlprognosen der letzten Jahre werden wohl nichts anderes als der Versuch gewesen sein, die Öffentlichkeit zu beruhigen und Zeit zu schinden (genau davor habe ich hier ja immer gewarnt). Erst jetzt, nachdem bereits Millionen in dem Projekt versenkt worden sind - und die Verantwortlichen deshalb den Eindruck erwecken, man könne nicht mehr zurück - wird die Wahrheit scheibchenweise ans Licht der Öffentlichkeit befördert. Man baut dabei zweifellos auf die Vergesslichkeit der meisten Wähler. Eine Strategie, die funktionieren könnte, denn bei dem abstrusen Zahlenverwirrspiel, das hier vom Campus Galli seit rund sechs Jahren in Zusammenarbeit mit einigen wohlgesonnenen Medien betrieben wird, blicken längst nur noch wenige Menschen durch.
Daher möchte ich einen aktuellen grafischen Überblick geben, der mehr über das wirtschaftliche Versagen der Verantwortlichen Auskunft gibt als tausend Worte. Hier wird nämlich auf einem Blick ersichtlich, wie weit die Meßkircher Mittelalter-Dilettanten sich von ihren eigenen Ankündigungen entfernt haben.


Abschließender Hinweis: Wenn seitens der Campus-Galli-Betreiber von 'Gewinnschwellen' gesprochen wird, so schließt dies keinesfalls aus, dass ein Teil der Förderungen auch nach dem scheinbaren Erreichen Schwarzer Zahlen weiterfließt. Die herbeigeträumte finanzielle Unabhängigkeit - wann immer diese auch kommen wird - bezieht sich nämlich primär auf offizielle Förderungen seitens der Standtordgemeinde (sogenannte Betriebskostenzuschüsse). Es existieren jedoch auch inoffizielle bzw. nicht 'in Rechnung gestellte' - wie etwa eine Erweiterung des Besucherparkplatzes um 120.000 Euro sowie die Übernahme von hohen Bürgschaften. Ebenfalls nicht zu vergessen sind die in Summe gewichtigen Zuschüsse aus EU- und Landestöpfen. So wird etwa ein geplanter Scheunenbau mit 301.000 Euro aus dem "Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum" subventioniert. Bedeutende Steuergeld-Zapfhähne sind außerdem das Arbeitsamt und der "Europäische Sozialfond".

Daraus folgt zwingend: Der Campus Galli wird sich bestenfalls in etlichen Jahren - wahrscheinlich aber nie - zu 100 Prozent aus Eigenmitteln tragen können. Das widerspricht den einst gemachten Beteuerungen von Lokalpolitikern und Projektbetreibern, mit denen diese die Bevölkerung beschwatzt hatten, um bei ihr die nötige Akzeptanz für die Mittelalterbaustelle zu erzeugen.



Mittwoch, 5. September 2018

📖 Buch: Codices Illustres - Die schönsten illuminierten Handschriften der Welt

Zum Schmökern und Recherchieren 

In "Codices illustres" (Taschen Verlag) werden auf rund 500 reich bebilderten Seiten 167 illuminierte Handschriften aus der Zeit zwischen 400 und 1600 in chronologischer Reihenfolge vorgestellt. Darunter befinden sich auch einige außereuropäische Exemplare, wie etwa der von den Maya geschaffene Codex Borgia. 
Zu jeder Handschrift findet sich mindestens ein großformatiges Beispielbild (meist aber mehrere); desweiteren wird angegeben, wann und wo sie entstand, in welcher Sprache sie verfasst wurde, was ihr Thema ist, welche Abmessungen sie aufweist, was die künstlerischen Besonderheiten sind usw. usf.

"Codices Illustres" eignet sich nicht nur zum darin Schmökern, sondern auch als Erstanlaufstelle für die Recherche (ich bin z.B. besonders an Details hinsichtlich mittelalterlicher Kleidung interessiert). Sehr nützlich ist hierbei, dass sämtliche der oft recht unterschiedlichen Bezeichnungen von ein und derselben Handschrift angegeben werden. Das erleichtert z.B. die weitere Bildersuche im Internet sehr, da man ja oft schon an dem Umstand scheitert, nicht die passenden Suchbegriffe zu kennen.

Das Layout des in raues Leinen gebundenen Buchs ist sehr schön und übersichtlich gestaltet worden. Ein wenig zu kritisieren habe ich daran allerdings, dass gelegentlich der Platz nicht sehr geschickt ausgenutzt wurde - siehe etwa die letzte der vier nachfolgenden Abbildungen. Außerdem hätte die Schrift ruhig ein bisschen größer sein können.
Neben dem Hauptteil und einer relativ ausführlichen Einleitung, in der u.a. die Geschichte und die Kunst der Buchmalerei behandelt wird, enthält "Codices illustres" auch einen Anhang mit Künstlerbiographien, ein Glossar sowie ein Register mit Eigennamen und Handschriften-Bezeichnungen. Letzeres erleichtert das gezielte Suchen sehr. Der Kaufpreis beträgt 30 Euro.

Kreuzritterbibel / Bibel des Kardinals Maciejowski (um 1250) | (C) Taschen Verlag

René d'Anjou: Le Livre des tournois / Das Turnierbuch (um 1460) | (C) Taschen Verlag

Vivian-Bibel (842/846) | (C) Taschen Verlag

Les Très Riches Heures du Duc de Berry (1410-1416 und 1485-1489) | (C) Taschen Verlag

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Weiterführende Informationen:


Dienstag, 4. September 2018

📽️ Videos: Das spannende Projekt Abora IV -- Hannes Napierala -- Supervulkan verursachte Klimachaos im Mittelalter -- usw.

Hannes Napierala von "Campus Galli" | Spieldauer 6 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info
'Märchenstunde' mit dem Geschäftsführer der allseits beliebten Mittelalterbaustelle 😉

 Das spannende Projekt Abora IV - Interview mit dem Experimentalarchäologen Dominique Görlitz | Spieldauer 31 Minuten | Youtube | Stream
Hier nun ein totales Kontrastprogramm zum vergleichsweise trivialen Gequassel des Campus-Galli-Geschäftsführers im vorangegangenen Video: Dominique Görlitz, der mir hier im Vorjahr ein Interview gegeben hat, kommt seinem Ziel näher, mit dem Nachbau eines Schilfbootes und einer zwölfköpfigen Besatzung vom Schwarzen Meer bis nach Kreta (oder Ägypten) zu segeln, um so die Möglichkeit weiträumiger vorgeschichtlicher Kulturkontakte über den Seeweg zu belegen; mindestens drei Universitäten beteiligen sich an diesem experimentalarchäologischen Forschungsprojekt. Außerdem wird in dem Video der Kriminalfall rund um entnommene Proben in der Cheopspyramide angesprochen, der Görlitz vorübergehend einen Platz auf der Fahndungsliste von Interpol einbrachte. (Danke für den Hinweis)

Mittelalterliches Klimachaos - Wo ist der verantwortliche Supervulkan? | Spieldauer 7 Minuten | WDR/ARD | Stream & Info

 Griechische Geschichte I - Archaik 2: Die Minoer | Spieldauer 16 Minuten | Universität Hamburg/Youtube | Stream
Auf dem Youtube-Kanal "eManual Alte Geschichte Universität Hamburg" findet man zum Themenkomplex 'Antike' viele weitere Vorlesungsvideos wie dieses. Eine gute Sache! (Danke für den Hinweis)

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Montag, 3. September 2018

🎧 Hörbares: Widukind der Sachse -- Gregor von Tours -- Frühchristliche Katakomben in Rom -- Alchemisten-- usw.



 Widukind - Der Sachse, der Heide bleiben wollte | Spieldauer 21 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Gregor von Tours - Bischof und Historiker im frühen Mittelalter | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download
Ich bin mal gespannt, ob die Neu-Übersetzung Gregors Werk "Zehn Bücher Geschichten" (was für ein merkwürdiges Deutsch) tatsächlich im kommenden Oktober erscheint. So steht es nämlich bei Amazon. Verlassen kann man sich darauf ja nicht, da der Verlag die Veröffentlichung seit ungefähr zwei Jahren immer wieder verschiebt.

 Roms christliche Katakomben - Ruhestätte eines jungen Glaubens | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

➽ Rom - Größe durch Weltoffenheit? | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download
Der Beitrag enthält manch zutreffende Information, aber aufgrund von unentschuldbaren Auslassungen auch manch irreführende und daher falsche. So wurden die zahlreichen Gewaltausbrüche in den Ballungsräumen des Reichs verschwiegen, welche der Zuzug/die Vermischung von Angehörigen rivalisierender Religionen/Ethnien auslöste - siehe etwa jene zwischen Juden und Judenchristen zur Zeit des Tiberius und des Claudius in der Stadt Rom (überliefert von Sueton und Tacitus); oder die extrem blutigen Auseinandersetzungen zwischen Juden und Griechen in Alexandria, in Caesarea Maritima, auf Zypern usw. (überliefert u.a. von Flavius Josephus).
Oftmals wurde vom römischen Staat hart gegen Religionen und Kulte durchgegriffen, die man als Fremdkörper einstufte, welche die Gesellschaft unterwanderten bzw. parallele Strukturen zu den althergebrachten aufbauten - Stichwort 'Parallelgesellschaften'. Zu nennen sind hier z.B. ägyptische Kulte und die Bacchanalien ("Bacchanalien-Skandal"). Im von Trajan eroberten Dakien, wo die Gesellschaft theokratisch-fundamentalistische Züge trug, ließ man wiederum sämtliche Heiligtümer bis auf die Grundmauern schleifen. In anderen Gebieten, in denen die Religion ebenfalls stark politisch konnotiert war, wurden die Priester systematisch liquidiert - siehe die keltischen Druiden.
Warum wurde diese bedeutende Seite der römischen Medaille im Beitrag des Bayerischen Rundfunks nicht entsprechend gewürdigt? Warum stattdessen die extreme Überbetonung römischer Toleranz und Integrationsfähigkeit? Wohl nicht ganz unpassend zum unwissenschaftlichen 'Cherry Picking' des BR sei die deutsche Bundeszentrale für Politische Bildung zitiert: "Charakteristisch für Propaganda ist, dass sie die verschiedenen Seiten einer Thematik nicht darlegt [...]."
Wenn sich also der BR nicht dem entsprechenden Verdacht aussetzen möchte, dann sollte er zukünftig etwas qualitätvollere Beiträge produzieren. Möglich wäre das, indem  sich die verantwortlichen Redakteure mit den wichtigsten antiken Primärquellen vertraut machen, anstatt vor allem aus mit Filter versehener Sekundärliteratur zu schöpfen. Ohnehin haben längst viele Rezipienten eine ausreichend feine Sensorik entwickelt, die es ihnen erlaubt, wenigstens zu erahnen, wenn jemand für aktuelle politische Anliegen wieder einmal allzu krampfhaft nach Argumenten in der Vergangenheit stöbert ...

➽ Alchemisten - Lügner, Forscher, Philosophen | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Der Bosporus - Geschichte einer Meerenge | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Die Straße von Gibraltar - Ein Nadelöhr der Weltgeschichte | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

➽ James Cook - Seefahrer, Eroberer, Draufgänger und Held | Spieldauer 20 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

➽ Die Challenger-Expedition - Zum tiefsten Punkt der Ozeane | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

➽ Der Ausbruch des Tambora - Der Vulkan, der den Winter brachte | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

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