Mittwoch, 19. April 2017

Das Blog macht Pause

In den nächsten beiden Wochen muss das Blog leider pausieren. Voraussichtlich am 6. Mai geht es hier wieder weiter. Bis dahin!

Buch: Der Flammenträger - von Bernard Cornwell

Nach rund 50 Jahren und unzähligen Kämpfen für Wessex und Mercien ist der angelsächische Kriegsherr Uhtred endlich am Ziel seiner Träume angelangt: Die Rückeroberung des alten Familiensitzes Bebbanburg in Northumbria liegt in greifbarer Nähe!
Doch bevor er sich daranmachen kann, seine räuberische Verwandtschaft aus der alten Festung zu vertreiben, muss ein Dickicht aus Täuschungen, Intrigen und Fallen überwunden werden. Nicht nur norwegische Wikinger, sondern auch Schotten und Westsachsen setzen alles daran, Uhtreds Pläne im allerletzten Moment zu durchkreuzen.

Mindestens ebenso hart wie Uhtred dürften auch viele Leser auf den Tag gewartet haben, an dem ihr lieb gewonnener Held wieder Herr seiner ererbten Ländereien ist. Eventuell hat der Autor Bernard Cornwell ja bemerkt, dass etliche Fans der Reihe seine seit neun Romanen andauernde Verzögerungstaktik mittlerweile mehr ärgerlich als spannend fanden.
Besser spät als nie - könnte man nun sagen. Ich bin allerdings der Meinung, dass der beste Zeitpunkt für die Verwirklichung von Uhtreds Zielen längst verpasst wurde. So richtig glaubwürdig ist es nämlich nicht, wenn ein mittlerweile rund 60 Jahre alter Mann im vordersten Schlachtengetümmel einen Gegner nach dem anderen niederhaut. Aber vielleicht fühlt sich der über 70jährige Autor ja selbst etwas jünger, wenn er in seinen Büchern einem Herrn in fortgeschrittenem Alter solche Fähigkeiten zuschreibt 😉

Bernard Cornwells Rezept für einen unterhaltsamen historischen Roman bleibt auch beim 10. Uhtred-Band unverändert: Eine meist mit hoher Geschwindigkeit vorangetriebene Handlung; brutale Kämpfe mit Liebe zum blutigen Detail; einige mehr oder weniger überraschende Wendungen; kein oder kaum Liebesschmalz (im Gegensatz zu so vielen anderen Mittelalterromanen); und eine oft vulgäre, mit rauem Humor gewürzte Sprache ("Bei den meisten Leuten kommt die Scheiße aus dem Arsch, bei euch jedoch kommt sie aus dem Mund".).

Einerseits sind diese Zutaten ein offensichtlicher Erfolgsgarant für den Autor - die Uhtred-Romane verkaufen sich nämlich wie warme Semmeln und wurden jüngst sogar fürs Fernsehen verfilmt. Andererseits hinterlässt das immer gleiche Schema bei manch langjährigem Leser zunehmend einen etwas schalen Beigeschmack. Dementsprechend werden die ersten drei bis vier Teile häufig als die besten angesehen. 
Immerhin unterscheidet sich die Handlung des aktuellen Romans insofern von den vorhergehenden, dass Uhtred hier ausschließlich in eigener Sache kämpft - also nicht für die Sachsen, um deren Land gegen räuberische Wikinger zu verteidigen. Das ist durchaus erfrischend.
Im Nachwort des Autors heißt es, er habe diesmal besonders viel hinzugedichtet, was historisch nicht belegt ist. Sei's drum, ich empfinde diese Hinzufügungen als wenig problematisch. Kritikwürdig ist da eher, dass Cornwell offensichtlich glaubt, man könne einen eisernen Helm mit einem Schwert spalten. Auch sind Formulierungen wie "in zwei Minuten" für eine im Mittelalter angesiedelte Handlung unsinnig. Aber das sind letztendlich nur Kleinigkeiten, die mir persönlich ins Auge sprangen. Auf das Lesevergnügen wirkt sich so etwas nicht nennenswert aus.

Fazit: Ja, ich fühle mich von Uhtred trotz gewisser Ermüdungserscheinungen immer noch gut unterhalten. Nicht mehr so sehr wie zu Beginn der Reihe, aber ausreichend, um noch 4 Sterne vergeben zu können.
Übrigens: Obwohl Uhtred seinen langjährigen Traum nun endlich verwirklicht hat, werden laut Autor weitere Romane über ihn erscheinen. Auf der Homepage beantwortete Cornwell die Frage eines Lesers folgendermaßen: I will likely write the next book of Uhtred's tale next year. Das wäre 2018. Möglicherweise erscheint daher die deutsche Ausgabe erst 2019.

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Anmerkung: Es hat zwar überhaupt keinen Einfluss auf die Rezension, trotzdem möchte ich der Vollständigkeit halber noch ein wenig Erbsen zählen und auf folgende Details hinweisen: Das Cover passt nicht so ganz zum Inhalt des Buchs, denn dessen Handlung spielt im frühen 10 Jh., der Helm auf dem Bild entspricht allerdings dem von Sutton-Hoo und ist rund 300 Jahre älter. Die zuständige Grafikerin wird sich gedacht haben: Merkt eh keiner. Doch, ich habe es bemerkt - und sicher auch einige andere Leser 😏
Nun könnte man freilich anmerken, der Abgebildete ist gar nicht Uhtred, sondern Ida der Flammenträger - eine halb sagenhafte Gestalt aus dem 6. Jh., die im Buch kurz Erwähnung findet und auf die auch der Titel Bezug nimmt. Dann würde man mit dem Helm lediglich um knapp 100 Jahre daneben liegen ...
In jedem Fall unpassend ist jedoch die im Hintergrund abgebildete Steinburg. Bei diesem 'out of time objekt' handelt es sich nämlich um das nordenglische Bamburgh Castle wie es sich heute präsentiert. Zur Zeiten der Romanhandlung - und auch zur Zeit von Ida - bestand der damals noch als Bebbanburg bezeichnete, deutlich kleinere Bau jedoch überwiegend aus Holzpalisaden, Erdwerk und nur wenigen Steinmauern; Cornwell selbst beschreibt die Festung so in seinen Büchern. Warum blieb das aber bei der Cover-Gestaltung unberücksichtigt? Schade, dass man hier nicht etwas mehr Hirnschmalz investiert hat.

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Krimskrams: "Intellektuelle Prostituierte"

"Intellektuelle Prostituierte"

Jemand hat meinen Blogbeitrag über das Medienmärchen Campus Galli gelesen und gemeint, ich täusche mich darin in einem Punkt: Die Massenmedien wurden nicht erst in den letzten Jahrzehnten schlechter, sondern waren schon immer für die Tonne. So sprach laut Leser der einstige Chefredakteur der New York Times - John Swinton - bereits 1880 die folgenden bemerkenswert offenen Worte:

"Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung, bei der ich angestellt bin, herauszuhalten. Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Stellung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft des Journalismus, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammons zu lecken und das Land zu verkaufen für Ihr täglich' Brot. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind intellektuelle Prostituierte..."

In unserer Gegenwart sind die meisten Journalisten nicht einmal mehr intellektuell - und schon gar nicht intelligent -, sondern vor allem Schwätzer, die sich vornehmlich aus den Laberfächern rekrutieren. 
Es heißt oft überspitzt: Wer nichts wird, der wird Wirt. Mittlerweile könnte man auch sagen: Wer nichts kann, der macht "irgendwas mit Medien". ^^

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Dienstag, 18. April 2017

Videos: Wie schmeckte das Mittelalter? -- Geschichtswissenschaft ohne Quellen? -- Der Steinkonservator der Wartburg

Mittelalterbaustelle Guédelon: Wie schmeckte das Mittelalter? | Spieldauer 26 Minuten | ARD/BR | Stream & Info

Geschichtswissenschaft ohne Quellen? - Podiumsdiskussion am Historischen Kolleg München |  Spieldauer 86 Minuten | L.I.S.A. | Stream & Info

Der Steinkonservator der Wartburg | Spieldauer 2 Minuten | MDR/ARD | Stream & Info

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Sonntag, 16. April 2017

Hörbares: Illegale Archäologie -- Alchemie -- Archälogie im Heiligen Land -- Die Nok-Kultur


Illegale Archäologie in Brandenburg | Spieldauer 5 Minuten | ARD/RBB | Stream & Info | Direkter Download
Die absolute Merkbefreitheit des Interviewten ist phänomenal: Es gäbe zu viele illegale Schatzsucher, und das trotz der Möglichkeit, eine offizielle Sucherlaubnis zu erhalten, heißt es. 
Auf die Idee, dass die Zusammenarbeit mit der Landesarchäologie deshalb allzu oft abgelehnt wird, weil das Land Brandenburg wertvolle Funde kurzerhand enteignet, kommt der Herr offensichtlich nicht. Stattdessen ergeht er sich in der üblichen Archäologen-Rabulistik und schwurbelt von "Raubzügen" und "Raublöchern" ( 😂 ).
Freilich, der mit Abstand größte Hirnmüll, der in diesem Interview zum Besten gegeben wird, ist der Vorwurf, illegale Sondengeher würden die Totenruhe stören. Mal davon abgesehen, dass Tote ohnehin nichts mehr spüren, so ist es doch die professionelle Archäologie selbst, die tagtäglich in den Knochen von Verstorbenen herumwühlt und manch Skelett zum Gaudium des Publikums sogar in Vitrinen ausstellt. 
Fazit: Mit Heuchelei und Enteignung wird man die Problematik des illegalen Sondengehens sicher nicht in den Griff bekommen. Im Gegenteil, damit provoziert man nur Unverständnis in weiten Teilen der Bevölkerung und sorgt für eine Verhärtung der Fronten.

Geheimsache Gold - Warum Alchemie noch heute fasziniert | Spieldauer 55 Minuten | ARD/RBB | Stream & Info | Direkter Download

Archäologie im Heiligen Land - Ein Gespräch mit dem Archäologen und Theologen Dieter Vieweger | Spieldauer 33 Minuten | ARD/NDR | Stream & Info | Direkter Download

Die archäologische Forschung der Nok-Kultur in Nigeria | Spieldauer 10 Minuten | ARD/HR | Stream & Info | Direkter Download

Projekt: Der Kölner Dom in 360° | Spieldauer 6 Minuten | ARD/WDR | Stream & Info | Direkter Download

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Freitag, 14. April 2017

Buch-Empfehlung: Pompeji - Die größte Tragödie der Antike

Im Jahr 79 n. Chr. spie der am Golf von Neapel gelegene Vesuv plötzlich riesigen Mengen an Feuer und Rauch. Viele tausende Menschen, die bis zu diesem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe des Vulkans lebten, fanden in den darauffolgenden Stunden einen schrecklichen Tod. Die Ortschaften Pompeji, Herculaneum, Oplontis, Stabiae, Boscoreale sowie Tarzigno wurden völlig zerstört und unter einer meterhohen Decke aus Asche und Bimsstein begraben.

In Pompeji - Die größte Tragödie der Antike (Goldmann Verlag, 2016) verwebt der italienische Archäologe Alberto Angela den aktuellen Forschungsstand mit kleinen fiktiven Episoden, die sich unmittelbar vor, während und nach dem Vulkanausbruch in ähnlicher Form zugetragen haben könnten.
So darf der Leser beispielsweise einigen namentlich genannten und einst tatsächlich existierenden Stadt-Oberen Pompejis über die Schulter blicken, wie sie in völliger Unkenntnis der kurz bevorstehenden Katastrophe noch pflichtbewusst Reparaturen des lokalen Wasserleitungssystems anordnen und beaufsichtigen. Dieses war nämlich - laut archäologischem Befund - vermutlich aufgrund von etlichen kleinen Erdbeben, die der Vesuv Tage oder Wochen vor seinem Ausbruch verursacht hatte, stark beschädigt worden.
Litten die Pompejaner also aufgrund der beschädigten Leitungen in der Stunde Ihres Todes an Durst? Vermutlich nicht, denn die Stadt besaß, wie erläutert wird, auch unzähliger Zisternen, die heute direkt unter den Füßen ahnungsloser Touristen liegen. In diesen z.T. meterhohen Bogengewölben wurde schon Regenwasser gespeichert, lange bevor die Römer Pompeji an ein rund 100 km langes Aquädukt anschlossen.

Wer hätte weiters gedacht, dass der durchschnittliche Pompejaner aufgrund des hohen Fluor-Gehalts in seinem Trinkwasser gesündere Zähne als die meisten anderen Einwohner des antiken Italiens hatte? Nicht zufällig wird ja Fluor häufig unseren heutigen Zahnpasten beigemengt (obschon das nicht mehr ganz unumstritten ist).
Die Pompeji-Forschung förderte aber noch mehr Kuriositäten zutage; beispielsweise Backwaren in Penisform und Damenslips aus Leder ^^
Ebenfalls höchst kurios ist, dass in einem vornehmen pompejanischen Haus ein Tisch entdeckt wurde, der ursprünglich wohl Publius Servilius Casca gehörte. Dieser Mann war es, der den ersten Stich ausführte, als 123 Jahre vor dem Vesuvausbruch Caesar in Rom von einer Gruppe seiner Feinde überwältigt und getötet wurde. Nachdem der geflohene Casca einige Zeit später vom römischen Senat geächtet worden war, versteigerte man seinen Besitz. Ein Teil davon gelangte offensichtlich im Laufe der Zeit in das Haus reicher Pompejaner.
Und schließlich dürften die Archäologen sogar einem vor beinahe 2000 Jahren begangenen Verbrechen auf die Spur gekommen sein. Im Hinterzimmer eines Ladens in Herculaneum fanden sich nämlich, versteckt in einem großen Gefäß, die Teile einer zerstückelten menschlichen Leiche, deren Kopf vom Mörder bereits beseitigt worden war ...

Alberto Angela räumt in seinem Buch auch mit mancherlei Mythen und Irrtümern auf: Etwa der Vorstellung, dass der Vesuv zum Zeitpunkt seiner Eruption bereits ähnlich aussah, wie er sich uns heute präsentiert. In Wirklichkeit existierte damals der steil aufragende Vulkankegel noch nicht, sondern war flach, stark bewaldet und unterschied sich kaum von den sanften Höhenzügen seiner Umgebung. Kein Wunder, dass die Menschen nichts von der Gefahr ahnten, die hier in der Tiefe lauerte. 
Als unrichtig wird auch jene von Fremdenführern gelegentlich immer noch aufgestellte Behauptung entlarvt, wonach die im Straßenpflaster Pompejis eingegrabenen parallelen Rinnen (Straßenbahnschienen ähnlich) quasi zufällig im Laufe der Zeit von Fuhrwerken verursacht wurden. Richtig ist stattdessen, dass es sich hierbei um eine Art Leitliniensystem handelt, mit dem Pferdewägen auch in der Nacht sicher durch die Straßen gelenkt werden konnten, ohne beispielsweise Trittsteine oder die oft in die Straßen hineinragenden Brunnen zu touchieren. Für die meisten Gefährte herrschte in römischen Städten ja Tagfahrverbot, sodass viele Lieferanten ihre Geschäfte im Dunklen erledigen mussten.
Auch dem in heutigen Sachbüchern häufig anzutreffenden "Thermopolium" geht es ein wenig an den Kragen: Dieser für römische 'Gasthäuser' so gerne verwendete Begriff existierte in der Antike noch gar nicht, sondern ist, trotz altgriechischer Bestandteile, eine moderne Kreation. Im Übrigen dienten die berühmten Löcher in den Theken der pompejanischen Thermopolia keineswegs als Abstellmöglichkeit für (Wein-)Amphoren, wie gerne angenommen wird. Vielmehr handelte es sich dabei vor allem um eine kommode Möglichkeit getrocknete Lebensmittel zu lagern.
Die Liste der hochinteressanten Detailinformationen, die in diesem knapp 500-seitigen Buch genannt werden, könnte man noch lange fortsetzen. 

Gibt es also gar nichts zu kritisieren? Sind alle Schilderungen perfekt? Nein, ein paar Kleinigkeiten sind mir schon aufgefallen: Etwa wenn es heißt, Honig sei im antiken Rom das einzige Süßungsmittel gewesen. Das stimmt nicht so ganz, denn beispielsweise ist bekannt, dass Wein gerne mit (höchst ungesundem) Bleizucker (Bleiacetat) 'gepanscht' wurde. Unzutreffend ist auch, dass Salz die einzige Möglichkeit zum Haltbarmachen von Lebensmitteln gewesen wäre. Räuchern und Lufttrocknen waren nämlich ebenfalls gängige Verfahren - siehe hierzu Catos De agri cultura. Doch wie gesagt, bei diesen Punkten handelt es sich um Kleinigkeiten, aus denen man dem Autor sicher keinen Strick drehen kann. Außerdem besteht ja die Möglichkeit, dass beim Übersetzen aus dem Italienischen ins Deutsche manch Formulierung verkürzt wiedergegeben wurde. Wer weiß.
Erwähnenswert, aber für mich ebenfalls nicht weiter tragisch ist der Umstand, dass auf Fußnoten bzw. detaillierte Quellenangaben verzichtet wurde. Zwar wären diese Dinge ein zusätzlicher Bonus gewesen, aber man kann eben nicht alles haben. Und immerhin enthält das Buch ja ein Register, in dem der Leser sogar Begriffe wie "Lupanar" nachschlagen kann 😊


FAZIT:  Äußerst geschickt verbindet Alberto Angela Wissenschaft mit einer ausgewogenen Dosis Fiktion. Pompeji - Die größte Tragödie der Antike lässt eine längst untergegangene Welt wiederauferstehen und ist meiner Meinung nach ein echtes Sachbuch-Highlight, das sogar Mary Beards gelungenes Pompeji-Buch aus dem Jahr 2011 übertrifft. 

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Donnerstag, 13. April 2017

Krimskrams: Panem et circenses? -- Böse E-Mail für mich

Archäologen entdeckten Vergnügungsviertel in der Römerstadt Carnuntum ...

... schreibt der Online-Standard: Klick mich

Und natürlich verwendet auch der Autor dieses Artikels den von Juvenal geprägten Begriff "Brot und Spiele" in einem größtenteils unpassenden Kontext: Panem et circenses bezieht sich nämlich nicht primär auf Gladiatorenspiele, sondern auf Wagenrennen. Nur letztere, die im Circus - und nicht etwa im Amphitheater der Gladiatoren stattfanden - wurden circenses genannt (es gab im Amphitheater zwar Wagenkämpfe, die wurden allerdings nicht als circenses bezeichnet; sofern ich mich recht entsinne, war diese Kampfform laut Plinius d. J. von Kaiser Claudius eingeführt worden, nachdem die Römer sich im Zuge der Eroberung Britanniens auch mit keltischen Kriegern auf Streitwägen hatten auseinandersetzen müssen).

Siehe zu diesem Thema zwei meiner schon etwas älteren Blogbeiträge: Brot und Spiele? Nicht ganz.  Panem et CIRCENSES - lost in translation ...

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Böse E-Mail für mich

Interessant, nachdem ich eine halbe Ewigkeit nichts mehr von verärgerten Fans der Mittelalterbaustelle Campus Galli gehört habe, tut sich in letzter Zeit wieder einiges. Unter anderem erhielt ich kürzlich folgendes Schreiben:
Sg. Herr Hiltibold,Ihre böswillige Kritik an Campus Galli entbehrt jeder Grundlage. Sie haben keine Ahnung von was Sie schreiben. Sie wissen nicht, worum es in Wirklichkeit dabei geht. Warum respektieren Sie die Leistung der Mitarbeiter dieses weltweit einzigartigen Projekts nicht und reiten stattdessen auf den Kosten herum? Geld ist nicht alles ! Oder haben Sie kein Herz für die nichtmateriellen Dinge ?
Hmm, dazu fällt mir spontan folgender Vers von Wilhelm Busch ein:
Oftmals paaret im Gemüte,
Dummheit sich mit Herzensgüte.
Während höh're Geistesgaben,
meistens böse Menschen haben.  
😄

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Dienstag, 11. April 2017

Videos: Römische Funde in Konstantin-Basilika -- Schauhütte Archäologie -- Abenteuer Campus Galli



Römische Funde in Konstantin-Basilika (Trier) | Spieldauer 2 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info | Direkter Download

Grabung im Areal des spätmittelalterlichen Friedhofs am Amberger Spital | Spieldauer 8 Minuten | Schauhütte Archäologie / Youtube | Stream & Info

"...das ist doch (̶k̶)ein Beinbruch..." - Was uns Knochen noch so erzählen können... | Spieldauer 11 Minuten | Schauhütte Archäologie / Youtube | Stream & Info

Abenteuer Klosterstadt Meßkirch - Bauen wie im Mittelalter | Spieldauer 45 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info
Zum Saisonstart des Campus Galli wiederholt der SWR quasi als begleitende PR-Maßnahme einen Werbefilm eine Dokumentation über dieses Projekt. Der Seher mag sich anhand dessen ausmalen, wie 'kritisch' der Staatsfunk den hochdefizitären und ebenfalls staatsnahen Campus Galli journalistisch begleitet ^^

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Montag, 10. April 2017

Hörbares: Antiker Tempel mit Wassersystem -- "Den Teufel an die Wand malen"-- Geschichte der Menschenwürde -- Das Judentum, die Religion der Feste und Feiern -- Ausstellung Antike und Mode

Geschichte der Menschenwürde - Niemand ist weniger wert als andere | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

Ausgrabungen in Ägypten: Antiker Tempel mit Wassersystem | Spieldauer 5 Minuten | SWR | Stream & Info | Direkter Download

"Den Teufel an die Wand malen" | Spieldauer 5 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download

Das Judentum - Die Religion der Feste und Feiern | Spieldauer 22 Minuten | BR | Direkter Download

"Divine X Design": Ausstellung Antike und Mode in München | Spieldauer 4 Minuten | ARD/BR | Stream & InfoDirekter Download

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Samstag, 8. April 2017

Die Kriegselefanten Hannibals: Furchterregende Wunderwaffe der Antike?

Mitunter wird in TV-Dokumentationen und historischen Romanen der Eindruck erweckt, die vom berühmten karthagischen Feldherren Hannibal über die Alpen bugsierten Kriegselefanten seien eine Art Wunderwaffe gegen die Legionen Roms gewesen. Doch stimmt das? Waren die Militärs der Tiberstadt auf die Dickhäuter nicht vorbereitet? Stellte Sie gar etwas völlig Unbekanntes dar?


Der Krieg gegen Pyrrhos: Die Schlacht von Heraclea

Nein, für die Römer zur Zeit Hannibals und des 2. Punischen Krieges stellten Kriegselefanten nichts Unbekanntes dar. Erstens hatten sie davon in den Berichten über die militärischen Auseinandersetzungen der hellenistischen Herrscher gelesen, bei denen Elefanten relativ häufig als Waffe zum Einsatz kamen. Und zweitens darf man nicht übersehen, dass laut Plutarch bereits rund 50 Jahre vor Hannibal und dem 2. Punischen Krieg Pyrrhos I. - König von Epirus - mit Kriegselefanten in Italien einfiel. In der Schlacht von Heraclea (280 v. Chr.) waren es diese Tiere, mit deren Hilfe die Legionen bis zu ihrem Marschlager zurückgedrängt werden konnten. Gleichzeitig erlebte Rom damals aber auch die Schwäche der 'Elefantenwaffe' hautnah mit. Als nämlich die Dickhäuter von den Lagerwällen aus mit einem wahren Geschosshagel eingedeckt wurden, scheuten sie, kehrten um und trampelten in ihrer Panik die eigenen Soldaten nieder. In Folge wendete sich das Blatt und Rom errang den Sieg.
Übrigens: Wie viele Elefanten in dieser Schlacht genau eingesetzt wurden, ist nicht bekannt. Zwar schiffte Pyrrhos in Epirus 20 Dickhäuter ein (man stelle sich nur vor, was das in der damaligen Zeit für ein Aufwand gewesen sein muss - siehe obiges Bild), aber lediglich zwei kamen nach den Angaben Plutarchs aufgrund allzu stürmischer See tatsächlich in Italien an. Trotzdem könnte Pyrrhos noch vor der Schlacht von Heraclea Ersatz geliefert bekommen haben. Es will mir nämlich unwahrscheinlich erscheinen, das nur zwei Elefanten den Schlachtverlauf phasenweise merklich beeinflussen konnten.


Der 1. Punische Krieg: Die Schlachten von Tunes und Panormos

Die Erfahrungen mit Kriegselefanten vor dem 2. Punischen Krieg - also dem Krieg gegen Hannibal - sollten sich nicht auf die Kämpfe mit der Armee des Pyrrhos beschränken. Denn auch im 1. Punischen Krieg, der zeitlich zwischen dem Pyrrhos-Krieg und dem 2. Punischen Krieg lag, mussten römische Legionäre mehrmals gegen Kriegselefanten auf dem Schlachtfeld antreten. Schauplatz war diesmal aber nicht Italien, sondern beispielsweise das Umland von Karthago in Nordafrika. 100 Elefanten soll Xanthippos - ein spartanischer Söldnerführer im Dienste Karthagos - damals gegen Rom ins Feld geführt haben, als die beiden Armeen in der Ebene von Tunis aufeinander trafen. Diese Kriegselefanten waren vor der karthagischen Infanterie aufgestellt, sodass sich die römischen Legionäre erst an ihnen vorbeikämpfen mussten. Mit dem Ergebnis, dass sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Verlauf der Schlacht der feindlichen Infanterie gegenüber sahen, während mitten in den eigenen Reihen noch immer etliche der nicht so leicht tot zu kriegenden Elefanten wüteten. Zu allem Überfluss hatte inzwischen die karthagische Kavallerie das römische Heer umgangen und griff dieses nun von hinten an. Es überrascht nicht, dass diese Gemengelage zu einer verheerenden Niederlage der Legionen führte. Bei der als Schlacht von Tunes (255 v. Chr.) in die Geschichte eingegangenen Auseinandersetzung geriet überdies der angesehene römische Befehlshaber Marcus Atilius Regulus in langjährige Gefangenschaft, in der er auch starb. Alles in allem stellte dies eine Schmach dar, an der Rom noch geraume Zeit knabberte.
Es blieb im 1. Punischen Krieg nicht bei diesem Zusammenstoß zwischen Roms Soldaten und feindlichen Kriegselefanten. Denn bereits vier Jahre später stand man in der Schlacht von Panormos (Sizilien, 251 v. Chr.) einem karthagischen Heer gegenüber, das nicht weniger als 140 (!) Kriegselefanten mit sich führte. Doch wie schon im Krieg gegen Pyrrhos zeigte sich hier die Schwäche dieser Waffe: Als das zahlenmäßig überlegene Heer der Karthager gegen die in und vor der Stadt Panormos verschanzten Römer marschierte, überschütteten diese aus der Deckung heraus die vor einem Graben zum Stehen gekommenen Elefanten mit unzähligen Geschossen. Die Tiere gerieten daraufhin rasch außer Kontrolle, wandten sich um und überrannten die eigenen karthagischen Truppen. Dieses Durcheinander nutzend, stieß der römische Befehlshaber Lucius Caecilius Metellus plötzlich mit der Hauptmacht seiner Streitkräfte vor und vernichtete den Feind. Viele Elefanten wurden im Anschluss an die Schlacht eingefangen und nach Rom verschifft, wo sie Metellus in seinem Triumphzug präsentierte. Eventuell fanden besagte Elefanten auch schon bei Tierhatzen - sog. venationes - Verwendung, in deren Rahmen man sie gegen andere Tiere - wie etwa große Raubkatzen - antreten ließ. Selbst Otto-Normal-Römer bekam nun eine Vorstellung von den riesigen Dickhäutern. Und nicht wenige von jenen, die damals noch Kinder waren, dürften rund drei Jahrzehnte später gegen Hannibals Elefanten in den Kampf gezogen sein.


Der 2. Punische Krieg und Hannibal: Von der Trebia bis Zama


Wie die drei obigen Beispiele zeigen, konnten die Römer lange vor dem 2. Punischen Krieg und Hannibals Marsch über die Alpen Erfahrungen mit Kriegselefanten sammeln. Freilich, diese Erfahrungen waren durchwachsen: Bei Heraclea und Panormos fuhr man einen Sieg ein; hingegen endete die Schlacht von Tunes in einer Katastrophe. Aus römischer Sicht hatte sich gezeigt, dass Elefanten auf freiem Feld besonders für die Infanterie ein problematischer Gegner sind (aber auch für Reiter, denn Pferde, die Elefanten nicht gewohnt waren, scheuten vor ihnen). Gleichzeitig konnten die grauen Riesen von Verschanzungen, wie etwa Gräben, wirksam aufgehalten und mittels starkem Fernbeschuss regelrecht umgelenkt werden. Kriegselefanten stellten demnach auch für die, die sie einsetzten, ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar.
Doch war es möglich, aus diesem Wissen in den darauf folgenden Kämpfen gegen die 37 von Hannibal mitgebrachten Dickhäuter einen kräftigen Nutzen zu ziehen? Vorerst wohl nicht, denn kurz nach Hannibals Einmarsch in Italien verlor Rom im Dezember des Jahres 218 v. Chr. die Schlacht an der Trebia, bei der auch Elefanten zum Einsatz kamen. Freilich, ob diese Elefanten ausschlaggebend für die Niederlage gewesen sind, ist eine ganz andere Frage; außerdem waren die Verluste unter ihnen selbst sehr hoch, denn nur 17 Tiere lebten nach der Schlacht noch. Wenige Monate später war es gar nur noch ein einziges, nachdem das unfreundliche Winterwetter seinen Tribut gefordert hatte.
Die Karthager scheinen trotzdem vom Wert dieser Waffe überzeugt gewesen zu sein, denn im Jahr 216 v. Chr. traf aus Karthago Nachschub in Form von 40 Kriegselefanten in Italien ein. Auch zum sizilischen Kriegsschauplatz verschiffte man im Jahr 213 v. Chr. zwölf Tiere. Und Hannibals Bruder Hasdrubal führte im Jahr 207 v. Chr. 10 Elefanten mit sich, die Teil der Verstärkung waren, mit der er seinen Bruder zu unterstützen gedachte. Doch er wurde von den Römern abgefangen und 207. v. Chr. in der Schlacht am Metaurus trotz Elefanten vernichtend geschlagen.
Den letzten Auftritt hatten die karthagischen Dickhäuter bei der Entscheidungsschlacht zwischen Hannibal und Scipio in der Schlacht von Zama (Nordafrika, 202 v. Chr.). 80 von Ihnen wurden gleich zu Beginn der Kampfhandlungen gegen die römischen Linien geschickt. Doch der schlaue Scipio hatte seinen Gegner in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten des Krieges genau studiert und daher entsprechend vorgesorgt: Er ließ seine Soldaten blitzschnell Gassen bilden, durch die die Elefanten relativ harmlos hindurchtrabten; andere wurden abgedrängt oder machten - wir kennen das ja bereits - verschreckt kehrt, und trampelten die eigenen Soldaten über den Haufen. Die Schlacht war für Karthago bald darauf verloren - und ebenso der Krieg.
Der nun von Rom diktierte Frieden enthielt etliche Auflagen bezüglich der Rüstung: So wurde den Karthagern beispielsweise verboten, Söldner anzuwerben oder mehr als 10 Kriegsschiffe zu besitzen. Und besonders interessant: Keine Kriegselefanten durften mehr gehalten werden. 
Übrigens: Die letztere Klausel brummte Rom knapp eineinhalb Jahrzehnte später auch dem besiegten hellenistischen Seleukidenherrscher Antiochos III. auf. Daraus lässt sich die Annahme ableiten, dass Rom die 'Elefantenwaffe' trotz all der zuvor gewonnenen Schlachten und Kriege keinesfalls auf die leichte Schulter nahm. Im Gegensatz zu anderen fremden Waffen-Innovation, die man von Kriegsgegnern übernommen hatte (z.B. keltisches Kettenhemd und keltiberischer Gladius), wurden die als prestigeträchtig geltenden Kriegselefanten aber nicht in die eigenen Streitkräfte eingegliedert. Möglicherweise wegen ihrer nicht gerade überragenden Zuverlässigkeit und den relativ hohen Unterhaltskosten. Beides stand wohl nach Ansicht der Römer in keinem guten Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen.

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Weiterführende Literatur:
  • Herbert Heftner | Der Aufstieg Roms - Vom Pyrrhos-Krieg bis zum Fall von Karthago | Verlag Friedrich Pustet | 2005 | Meine Rezension | Infos bei Amazon

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Dienstag, 4. April 2017

Krimskrams: Ephesos trifft Noreia! -- Verschwundene Facebook-Kommentare -- Doktorarbeit über Dänikens Prä-Astronautik -- Textile Handarbeit -- Coming soon ...

Ephesos trifft Noreia!

Trockenmauer einer der Anlagen, die von den Noreia-Forschern erkundet und dokumentiert wurde
© noreia-norici.at | Zum Vergrößern auf das Foto klicken

Im Vorjahr führte ich hier mit dem Bürgerforscher Joseph Stockinger von der  Plattform "Tal der Könige" ein Interview. Er und seine Forscherkollegen sind davon überzeugt, im Kärntner Görtschitztal das legendäre keltische Oppidum Noreia entdeckt zu haben, in dessen Nähe laut historischen Überlieferungen im Jahr 113 v. Chr. ein konsularisches Heer der Römer von Kimbern, Teutonen und Ambronen vernichtend geschlagen wurde. 
Über die mangelnde Unterstützung seitens der offiziellen Archäologie schüttelten die engagierten Bürgerforscher verärgert die Köpfe; handelt es sich doch bei den von ihnen untersuchten und dokumentierten Strukturen um eine ausgedehnte Ansammlung gewaltiger vorgeschichtlicher (Wehr-)Anlagen, die ihresgleichen suchen. Und selbst wenn dies alles doch nicht Noreia sein sollte, so ist der Platz nichtsdestotrotz äußerst geschichtsträchtig und schreit geradezu nach einer umfangreichen Untersuchung durch Fachleute: Zum Interview.

Ebenfalls im Vorjahr interviewte ich die Kärntner Archäologin Sabine Ladstätter vom ÖAI, die aufgrund der politischen Situation in der Türkei ihre Grabungslizenz für das antike Ephesos verloren hatte (die Gesamtentwicklung in der Türkei war freilich seit Jahren absehbar - eh schon wissen: "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind." usw.). 
Auch ging es in dem Gespräch mit ihr um die Frage, wie sinnvoll staatlich finanzierte Auslandsgrabungen sind, während gleichzeitig zuhause - siehe den oben erwähnten Fall der Noreia-Forscher - Bodendenkmäler wissenschaftlich unbeackert bleiben, verfallen und seit Jahrzehnten von Metallsuchern undokumentiert leergeräumt werden. Im Kommentarbereich war daraufhin einiges los: Zum Interview

Nun hat es sich ergeben, dass Frau Ladstätter auf Einladung der Plattform "Tal der Könige" am 21. April 2017 um 19:00 Uhr in Wieting (Gasthof König) einen Vortrag halten wird. Thema ist nicht nur ihre langjährige Grabungstätigkeit in Ephesos, sondern sie möchte auch ausloten, ob Interesse an einem Forschungsprojekt „Görtschitztal“  unter ihrer Leitung besteht
Diese Entwicklung hört sich doch sehr interessant an!

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Verschwundene Facebook-Kommentare (zu Hülf!)

Ich kenne mich mit Facebook nicht wirklich gut aus. Einfach weil ich es zu wenig aktiv nutze (und es auch nicht allzu oft nutzen möchte).
Nun habe ich neuerdings ein Problem, das mich vor ein Rätsel stellt: Ich bekomme ja immer dann eine E-Mail-Benachrichtigung, wenn eines meiner Facebook-Posts (die ausschließlich auf Blogbeiträge von mir verweisen), bei Facebook kommentiert wird. In der E-Mail Benachrichtigung steht der Facebook-Name des Kommentators und auch der Kommentar selbst. Der Witz ist neuerdings aber: Gehe ich dann zu meinem betreffenden Beitrag bei Facebook, der angeblich kommentiert wurde, dann steht dort gar kein Kommentar. Ich kann also auch nicht darauf antworten. Was ist denn da los? 😕

Wer Lust hat, kann den Link zu diesem Blogbeitrag bei Facebook kommentieren, um selbst auszuprobieren, ob dabei etwas Vernünftiges herauskommt. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass eventuell dann ein Kommentar nicht sichtbar ist bzw. ins Nirwana verschwindet, wenn der Kommentator nicht auf meiner Freundesliste von Facebook steht. Aber das ist nur eine Vermutung. Mittlerweile habe ich diesbezüglich ein wenig in den Einstellungen herumgespielt, weiß aber nicht, ob es etwas gebracht hat ...

Am sichersten ist übrigens, wenn direkt im Blog kommentiert wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier ein Kommentare verloren geht, ist deutlich geringer als bei Facebook.

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Doktorarbeit über Erich von Dänikens Prä-Astronautik

Neulich entdeckte ich ein Interview, in dem es um eine Doktorarbeit zu Erich von Dänikens berühmt-berüchtigter Prä-Astronautik-These (Paläo-SETI) geht: Klick mich
Und bei Academia.edu gibt es eine Leseprobe der Diss: Klick mich

Faszinierend, über welche schrulligen Themen man heutzutage dissertieren darf ... Aber immerhin, der Herr setzt sich mit Dänikens Ideen auf wissenschaftlicher Basis auseinander. So gehört sich das.

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Textile Handarbeit ...

... meets feministische Kunst: Klick mich
Viel vulgärer und tiefer geht es eigentlich nicht - wobei ...

Der Geschichts-Youtuber Lindybeige hat bereits vor einiger Zeit in einem Video dargelegt, was mit moderner Kunst seiner Meinung nach falsch läuft: Modern art insults me
Auch sehr interessant sind die Erläuterungen dieses Fachmanns: Why is Modern Art so Bad?
Und so richtig auf den Putz haut der Typ hier: Why Modern Art is Absolute Crap

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Coming soon ...

Schon lange habe ich keine gedruckte Publikation davon mehr besprochen. Das werde ich irgendwann in den kommenden Wochen auf mehrfachen Wunsch nachholen; nicht zuletzt auch deshalb, weil mir jemand ein für mich kostenneutrales 'Rezensionsexemplar' zuschickt  😊

Eine Leserin hat mir übrigens berichtet, dass ihr bevorzugter Buchhändler den Kram wieder aus der Auslage seines Ladens genommen hat, nachdem er erfuhr, wie wenig wissenschaftlich bei diesem Projekt gearbeitet wird. So etwas will er nicht unterstützen.

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Weitere interessante Themen auf diesem Blog; 

Hörbares: Geschichte der Sklaverei -- Der Koloss von Kairo -- Eiszeit-Kunst -- Spektakuläre Felszeichnungen -- Epoche der Geheimnisse -- Babylon-Fieber im deutschen Kaiserreich


Geschichte der Sklaverei - Wenn der Mensch zum Werkzeug wird | Spieldauer 22 Minuten | BR/ARD | Stream & Info | Direkter Download

Der Koloss von Kairo: Mit Schwertransporter durch die Stadt | Spieldauer 7 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download

Weltkultur von der Alb: Archäologen erforschen Eiszeit-Kunst | Spieldauer 28 Minuten | SWR | Stream & Info Direkter Download

Bonner Archäologen entdecken spektakuläre Felszeichnungen | Spieldauer 3 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download

Das Mittelalter, Epoche der Geheimnisse? | Spieldauer 9 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download

Der Orient-Exzess: Das Babylon-Fieber im deutschen Kaiserreich | Spieldauer 44 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download

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