Donnerstag, 19. Juli 2018

Vier Beispiele für Baupfusch bei den Alten Römern



Der bekannten römische Politiker Marcus Tullius Cicero ärgerte sich in einem Brief darüber, dass die Säulen in seinem neuen Haus abgerissen werden mussten, da sie weder in Reihe, noch senkrecht standen. Handelt es sich dabei um eine Ausnahme? Schließlich werden die Alten Römer für ihre Fähigkeiten als Baumeister ständig in den Himmel gelobt. Erst unlängst wieder in einer Radiosendung des ORF (die mich auch zu diesem kurzen Beitrag bewogen hat).

Je mehr antike Originalquellen man studiert, umso stärker muss man das undifferenzierte Bild von den Römern als absolut überragende Baumeister in Zweifel ziehen. Ein weiteres Beispiel dafür ist ein massiv verpfuschte Fernwasserleitung in Saldae (Nordafrika), die beinahe als unrühmliche Bauruine ihr Ende gefunden hätte, wäre nicht ein absoluter Fachmann aus dem Ruhestand heraus reaktiviert worden, um das sündteure, sich zeitlich schon viel zu sehr in die Länge ziehende Projekt zu retten.

Auch der eingangs erwähnte Cicero liefert eine weiteren Beleg für Baupfusch im größeren Stil - und wieder geht es dabei um Säulen: In seinem Werk "Reden gegen Verres II" berichtet er, dass es ausgerechnet beim prominent am Forum Romanum liegenden Castor-Tempel fast keine einzige wirklich senkrecht stehende Säule gab. Das hatte man im Jahr 74 v. Chr. nach der Abnahme des damals gerade frisch renovierten Baus mittels Bleilot festgestellt. Die Säulen* wurden daraufhin mit Hilfe einer nicht näher definierten Maschine (machina) abgebrochen und neu errichtet. Möglicherweise handelte es sich dabei um ein fahrbares Stützgerüst, das ähnlich wie ein moderner Wagenheber eingesetzt wurde?

Im selben Buch berichtet Cicero nur wenige Seiten weiter nochmals über inadäquate Baumaßnahmen: Die wichtige Straße zwischen der Statue des Gottes Vertumnus und dem Circus Maximus sei vom dafür zuständigen Prätor Gaius Verres dermaßen schlecht in Stand gesetzt worden, dass dieser aus Scham nicht darauf zu gehen gewagt hatte, wie es etwas polemisch heißt. 

Irgendwie fühlt man sich bei all dem an Süditalien erinnert, wo man es bis heute beim Bauen oft nicht allzu genau mit den Regeln, Baumaterialien und Maßen nimmt. Deshalb kann es schon einmal vorkommen, dass bei einem Erdbeben vor allem die in der Nachkriegszeit errichteten Gebäude wie Kartenhäuser zusammenfallen, während die älteren Gebäude relativ glimpflich davonkommen.

Übrigens, bei der ganz oben abgebildeten Rekonstruktion einer römischen Therme im Archäologischen Park Carnuntum hat man außen den (Kalk-)Verputz weggelassen. In gewisser Weise ist auch das 'Pfusch', da eine solche Vorgehensweise aus historischer Sicht unwahrscheinlich ist. Natürlich gab es im antiken Rom auch Häuser mit unverputzten Fassaden, aber kaum bei Prestige-Bauten wie städtischen Thermen.


* Anmerkung: Cicero spricht im 2. Buch seiner "Reden gegen Verres" auch über die Kosten von größeren, luxuriösen Säulen. Gemeint sind solche, die nicht einfach nur aus Ziegeln aufgemauert und dann verputzt worden sind, sondern vielmehr aus aufeinandergestapelten steinernen Säulentrommeln oder gar nur einem einzigen Stein bestanden. Z.B. mussten für Säulen, die das Dach rund um das Impluvium (Wasserbecken) eines vornehmeren Hauses stützten (und die, wie es heißt, mit denen von manch Tempel vergleichbar waren) 20 000 Sesterzen pro Stück bezahlt werden (mindestens vier Stück wurden für ein Impluvium benötigt). Zum Vergleich: Ein Lohnarbeiter verdiente zu Ciceros Zeiten gerade einmal 4 Sesterzen am Tag; das bedeutet, so jemand hätte über 13 Jahresgehälter investieren müssen, um sich nur eine einzige Säule kaufen zu können.
Diese sehr hohen Preise erklären übrigens auch, warum schöne Säulen immer wieder als Kriegsbeute mitgenommen wurden. Beispielsweise noch Napoleon raubte Säulen des Aachener Doms und ließ sie in den Louvre bringen. Notiz am Rande: Alexander von Humboldt, der sich wohl als Kosmopolit profilieren wollte, trat nach Kriegende bemerkenswerterweise für den Verbleib des Raubgutes in Paris ein. Zum Glück für die Aachener allerdings ohne Erfolg.

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Mittwoch, 18. Juli 2018

Krimskrams: Der Ackerbau ist die "fatalste Erfindung der Menschheitsgeschichte" -- Die Leyenda negra -- Eine "einmalige Professur" und der Doktortitel als Peinlichkeit



Der Ackerbau: "Fatalste Erfindung der Menschheitsgeschichte"

In einem Artikel des Spiegels geht es um den archäologischen Fund eines Brots, das 14400 Jahre alt sein soll. Damit wäre es älter als die Erfindung des Ackerbaus. Was natürlich gewisse Fragen aufwirft - oder Antworten liefert, je nachdem wie man es betrachten möchte: Zum Artikel

Apropos Ackerbau: Ein im Artikel zitierter Evolutionsbiologe versteigt sich zu der wertenden Behauptung, dieser sei "die fatalste Erfindung der Menschheitsgeschichte" gewesen. Damals wären die Menschen nämlich sesshaft geworden, um Landwirtschaft zu betreiben. Damit einher ging, dass sich Gruppen räumlich und mittels Gesetzen sowie Religionen voneinander abzugrenzen begannen. Konflikte waren und sind bis heute die Folge dieser ganz schlimmen Entwicklung, heißt es.

Bedeutet das ideologieverdächtige Lamentieren dieses 'Wissenschaftlers' im Umkehrschluss nicht auch, dass die Menschen, um ewig glückselig zu sein, einfach Nomaden bleiben und auf Steinzeit-Niveau hätten verharren sollen? 
Hat der Herr dabei nicht einiges vergessen? Z.B. den Umstand, dass so ein altertümlicher Nomade wegen mangelnder medizinischer Versorgung im Durchschnitt schon mit 40 Jahren - nach einem eher unbequemen Leben - ins Gras biss?
Freilich, einen Vorteil hätte dieses Alternativmodell der Menschheitsentwicklung schon: Es gäbe ganz bestimmt keine sogenannten Evolutionsbiologen, die die Öffentlichkeit mit ihrem naiven  Unsinn behelligen.

Wobei "naiv" ein Hilfsausdruck ist, denn das Gequassel des Herrn widerspricht auch schlicht dem Forschungsstand: Menschengruppen/Sippen haben sich nämlich schon vor der Sesshaftwerdung voneinander abgegrenzt und bekriegt - siehe etwa die Indianerstämme der nordamerikanischen Prärie. Statt um Ackerland wurde bei ihnen um die besten Jagdgründe gestritten. Und ohne Gesetze bzw. Regeln kommen auch Nomaden nicht aus. Religion wiederum gab es ebenfalls schon vor der Einführung des Ackerbaus - wie die Kultanlage von Göbekli Tepe in der Türkei zeigt. 

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Die Leyenda negra - Geschichtsklitterung seit 500 Jahren

Ich bin kein übermäßig großer Fan von Wikipedia, aber gelegentlich findet man dort trotzdem sehr interessante Artikel. Dazu zählt jener über die sogenannte "Leyendra negra": Diese "dunkle Legende", die im Laufe mehrerer Jahrhunderte von feindseligen und parteiischen Historikern eifrig um Spaniens ältere Geschichte herumgewoben wurde, erfreut sich besonders im einflussreichen angelsächsisch-protestantischen Raum (Hollywood) ungebrochener Beliebtheit. Die Filme Elizabeth: Das goldene Königreich (2007, mit Cate Blanchett) und Der Herr der Sieben Meere (1940, mit dem von mir eigentlich sehr geschätzten Errol Flynn) sind nur zwei von unzähligen Beispielen für diese nicht tot zu kriegende Spielart der Geschichtsklitterung, die immer wieder auch als moralische Rechtfertigung für Kriege diente, die man gegen Spanien initiierte. Außerdem - und das war durchaus beabsichtigt - lenkte die Leyendra negra lange Zeit von den kolonialen Untaten anderer Staaten ab: Zum Artikel

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Eine "einmalige Professur" und der Doktortitel als Peinlichkeit

Aus angeblichem Geldmangel geben sie historische Bauwerke dem Verfall preis und überlassen Bodendenkmäler der Sammelwut von Sondengängern (mit denen sie überwiegend nicht ernsthaft zusammenarbeiten wollen). Gleichzeitig buttern sie Unsummen in Ideologie-Bogus wie eine exotische Quoten-Professur, bei der es um die "Verknüpfung von Latein und Geschlechterforschung" gehen soll. Das sei "hochrelevant und äußerst innovativ", heißt es. Pfffhh 😃

"Innovativ" ist an solchen Aktionen vor allem die Art, wie in bestimmte Fächer fachfremde Ideologen mit ganz eigener Agenda eingeschleust werden (Ähnliches betreibt auch FemArc; das ist eine Art feministisches Karrierenetzwerk, wo laut eigenem Bekunden Nicht-Archäologinnen über archäologische Fragestellungen mitentscheiden können; Quasselstrippe zu sein reicht als Qualifikation offenbar völlig aus).
Kein klar denkender Mensch, der - wie der Betreiber dieses Blogs - das Missvergnügen hatte, mehreren Vorlesungen in "Geschlechtergeschichte" beizuwohnen, kann ernsthaft annehmen, dass man in diesem Bereich besonders bemüht ist ergebnisoffen zu forschen. Vielmehr geht es darum, vorgefasste Meinungen unbedingt bestätigen zu wollen.
Man beachte übrigens auch die wenig wohlmeinenden Leserkommentare unter dem oben verlinkten Artikel. Immer mehr Menschen wird klar, woher der Wind weht.

Besonders pikant an dieser Professur ist meiner Ansicht nach, dass man sie zwecks "Ehrung" ausgerechnet nach einer Physik-Nobelpreisträgerin benannt hat - also nach einer Naturwissenschaftlerin (!), die zu ihren Lebzeiten seriöse empirische Forschung betrieb. Will heißen, die Frau hat auf der Basis eines persönlichen Erkenntnisinteresses versucht, eine Tatsache zu erklären - und zwar so, dass die von ihr erzielten Ergebnisse klar nachvollziehbar bzw. überprüfbar sind.
Hingegen die hier geförderten 'Forscher' kommen aus einer sehr fragwürdigen 'Wissenschaftssparte', in der es üblich ist, an den Fakten vorbei einfach irgendwelche steilen Thesen aufzustellen. Diese Leute sind sich beispielsweise nicht zu blöd dafür, längst bewiesene genetische Determinationen zugunsten massiv übertriebener sozialer Einflüsse zu leugnen.
Für die hier vereinnahmte Trägerin des Physik-Nobelpreises kommt es eigentlich einer posthumen Beleidigung gleich, mit solchen schwindligen Ideologen und Dogmatikern in Verbindung gebracht zu werden.

Und weil es irgendwie gut zum Thema passt: Der Doktortitel* entwickelt sich in bestimmten Fächern immer mehr zur Peinlichkeit. Denn wie sonst darf man es verstehen, dass z.B. einem studierten Sozialwissenschaftler vom Arbeitsamt geraten wurde, seinen Titel zu verschweigen, um zumindest als Autoputzer vermittelbar zu sein? 😃

In die Kategorie Brotlosakademisierung gehört auch folgendes Beispiel, bei dem eine Arbeitssuchende(?) viele spöttische Kommentare erntete. Sie schrieb auf Twitter:


Wuahahaha 😂😂😂

Dienstag, 17. Juli 2018

Videos: Hohe Temperaturen in Grönland vor 8000 Jahren -- Ägyptische Mumienmaske -- Bronzezeitliches Boot -- usw.

Überraschend hohe Temperaturen in Grönland vor 8000 | Spieldauer 1 Minute | Youtube/NorthwesternU | Stream & Info
In Grönland war es vor 8000 Jahren um rund 5 (!) Grad Celsius wärmer als heute. Zu diesem Ergebnis kam ein Forscherteam der Northwestern University (Pressemitteilung). In Bohrkernen entdeckte sie u.a. Fliegen, die heute erst 1500 Kilometer weiter im Süden leben. Überdies fand man heraus, dass das Eis Grönlands damals bei weitem nicht so stark abschmolz wie es nach den heute üblichen Klimamodellen hätte sein müssen. Solche Erkenntnisse sind Wasser auf die Mühlen jener, die genau diese auf Apokalypse gebürsteten Klimamodelle kritisieren.


Bayerns ältestes Boot aus Bodensee geborgen | Spieldauer 2 Minuten | BR/ARD | Stream & Info

Ägyptische Mumienmaske: Tübinger Archäologen machen Sensationsfund | Spieldauer 2 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info
Den bei archäologischen Entdeckungen so inflationär verwendeten Begriff "Sensation" kann man hier ausnahmsweise so stehen lassen. Sehr interessant sind neben der Mumienmaske vor allem die detaillierten 3D-Scans des Fundorts.

Bühnenbildnerin entwirft Design für archäologische Ausstellung - Zeitreise durch 400 Millionen Jahre | Spieldauer 2 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info

Leben und Arbeiten auf Mittelaltermärkten | Spieldauer 4 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info
So oder so ähnlich hat es vor 500 Jahren in Magdeburg ausgesehen, meint eine Stimme aus dem Off, die das Treiben auf einem Mittelaltermarkt kommentiert. Nein, weder so noch so ähnlich 😄. Aber immerhin schön, dass die Frau in dem Beitrag ihren Traumberuf gefunden hat.

➽ Der Besiedlungszug - Reise zurück ins Mittelalter | Spieldauer 3 Minuten | MDR/ARD | Stream & Info
Offen gestanden ist mir nicht ganz klar, was das sein soll: Ein großer Camping-Ausflug in Planwägen? Die behauptete Verbindung zum Mittelalter scheint mir jedenfalls nur in der Phantasie der Teilnehmer vorhanden zu sein.

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Sonntag, 15. Juli 2018

Hörbares: Grönländische Wikinger -- Götz von Berlichingen -- Die Straßburger Tanzwut -- usw.




 Die grönländischen Wikinger - Vom Verschwinden einer Kultur | Spieldauer 23 Minuten | BR/ARD | Stream & Info | Direkter Download

 Götz von Berlichingen - Der Ritter mit der Eisernen Hand | Spieldauer 27 Minuten | BR/ARD | Stream & Info | Direkter Download

 Chris Wickham - "Das Mittelalter" | Spieldauer 8 Minuten | DF/ARD | Stream & Info | Direkter Download

 Sorge um das spätantike Bosra - Bomben auf Weltkulturerbe in Syrien? | Spieldauer 8 Minuten | DF/ARD | Stream & Info | Direkter Download
Wieder mal ein Beispiel dafür, dass der Weltkulturerbe-Titel - sobald es hart auf hart kommt -  rein gar nichts bringt.

Mysteriöses Ereignis vor 500 Jahren: In Straßburg bricht eine Tanzwut aus | Spieldauer 5 Minuten | DF | Stream & Info

➽ Archäologen finden neue Grüfte unter Kasseler Karlskirche | Spieldauer 2 Minuten | HR/ARD | Stream & Info | Direkter Download
Schon wieder eine "archäologische Sensation" 😄

➽ Schätze aus Mittelamerika in New York - Alles Gold, was glänzt | Spieldauer 5 Minuten | DF/ARD | Stream & Info | Direkter Download
"Die Konquistadores, die Eroberer Amerikas im Dienst der spanischen Krone, hatten nicht die Besiedelung der Neuen Welt, sondern deren Ausbeutung im Sinn. Es ging um Gold für Königin Isabella I. [...]", behauptet die 'Qualitätsjournalistin' in der Einleitung zu diesem Beitrag. Dabei handelt es sich freilich um eine Halbwahrheit, die ganz in der Tradition der Leyenda negra steht. Denn Amerika wurde nahezu unmittelbar nach der (Wieder-)Entdeckung durch Columbus von Spaniern besiedelt und intensiv landwirtschaftlich genutzt - mitnichten ging es hier also bloß um Gold!
Und dass die Kultur der Azteken damals ausgelöscht wurde, wie es später noch in dem Beitrag heißt, ist zwar zutreffend, allerdings sind daran wesentlich mehr einheimische Indianer anderer Stämme beteiligt gewesen, als Spanier. Die Azteken waren nämlich verhasste Unterdrücker, die Kriegsgefangene, vom Kind bis zum Greis, ihren Göttern opferten. Sympathieträger, denen man guten Gewissens uneingeschränkt nachtrauern kann, sehen anders aus. Aber dergleichen passte wohl nicht in die total undifferenzierte Schwarz-Weiß-Weltsicht der Sendungsverantwortlichen ...

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Samstag, 14. Juli 2018

Buch: Turnier - 1000 Jahre Ritterspiele

Das Turnierwesen: Vom Mittelalter bis in die Gegenwart

Turnier - 1000 Jahre Ritterspiele ist ein Sachbildband, in dem verschiedenen Autoren das facettenreiche Thema 'Ritterturnier' einer näheren Betrachtung unterziehen. 
Auf dem Klappentext des Buchs heißt es zwar, dass hier ein historischer Gesamtüberblick zum Turnierwesen geboten wird (11. Jahrhundert bis heute), der Schwerpunkt ist aber eindeutig im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert angesiedelt - also während des Übergangs vom Spätmittelalter zur Renaissance. Dieser Zeitraum mag z.B. hinsichtlich der im Buch besonder ausführlich betrachteten Plattenrüstungen einen handwerklichen Höhepunkt dargestellt haben, aber der mit dem Turnierwesen stark verknüpfte Ritterstand war damals längst obsolet geworden und nur mehr ein Schatten seiner selbst. Die im Buch getroffene Gewichtung finde ich daher in Anbetracht des Themas nicht ganz logisch.
Doch immerhin, die wunderschönen großformatigen Abbildungen entschädigen dafür weitestgehend (siehe unten). Darüberhinaus stellten die meisten der Beiträge für mich durchaus einen Gewinn dar. Etwa jener von Tobias Capwell, der aus eigener Erfahrung den langen Weg des Experimentierens beschreibt, um beim heutigen Nachstellen von Ritterturnieren in nahezu jedem Detail ein Höchstmaß an historischer Authentizität erreichen zu können. Ein Prozess, der nicht ohne das Vergießen des einen oder anderen Tropfen Bluts vonstatten ging ... Übrigens, Capwell wird einigen Lesern von seinen Gastauftritten im Youtubekanal scholagladiatoria her bekannt sein. 
Ebenfalls interessant ist der Beitrag von Matthias Pfaffenbichler, in dem es um das Plattner-Handwerk und die Herstellung von Turnierrüstungen geht, die aus bis zu 170 (!) Einzelteilen bestehen konnte. Plattner-Meister brachten es oft zu großem Wohlstand, besonders wenn sie sich auf hochwertige Harnische spezialisierten, für die der Adel bereit war, astronomische Preise zu bezahlen.
Ernst Pöschl wiederum schreibt über das Testen von Nachbauten solcher spätmittelalterlichen Rüstungen in einem TÜV-Labor. Unter anderem wurde hierbei ein Lanzentreffer mit 60 km/h auf den Sehschlitz eines Helmes nachgestellt, um herauszufinden, welche Gefahren hier für heutige Turnierkämpfer konkret bestehen. Eine der Folgen dieses Tests ist, dass über das Anbringen von (eher wenig authentischem) Spezialglas an der Innenseite der Turnierhelme nachgedacht wird, um die Augen des Trägers besser vor Holzsplittern zu schützen.
Usw. usf.

Fazit: Unterm Strich ein schön gestaltetes, interessantes Buch. Etwas mehr Hochmittelalter hätte meiner meiner Meinung nach allerdings nicht geschadet. Der Kaufpreis beträgt knapp 50 Einheiten europäisches Fiatgeld.

Franz Großschedel: Sogenannte Rosenblattgarnitur des Kaisers Maximilian II. | aus: Turnier - 1000 Jahre Ritterspiele

Anton Pfefferhausen:  Harnisch zum Plankenstechen des Kurfürsten Christian I. von Sachsen | aus: Turnier - 1000 Jahre Ritterspiele

Lorenz Helmschmid: Mechanisches Bruststück einer Rüstung, wie es zur Zeit des Kaisers Maximilian I. verwendet wurde | aus: Turnier - 1000 Jahre Ritterspiele

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Weiterführende Informationen:

Weitere interessante Themen: 


Donnerstag, 12. Juli 2018

Hiltibolds aktuelle Leseliste: Lexikon der antiken Literatur -- Die Bibel -- Päpste und Papsttum -- Sklaverei und Freilassung in der griechisch-römischen Welt




Lexikon der antiken Literatur | von Rainer Nickel | Tectum Verlag | 2014 | Preis: 50 Euro | Infos bei Amazon
Eine richtig dicke Schwarte (8 cm) in der über 2300 Werktitel griechischer und römischer Autoren nachgeschlagen werden können. Sehr nützlich, um neue interessante antike Quellen und Übersetzungen davon zu finden.

 Die Bibel von Gott et al. | Katholische Bibelanstalt | 2017 | Preis: 50 Euro | Infos bei Amazon
Ich benötigte eine aktuelle Bibelausgabe der Katholischen Kirche als verlässliches Nachschlagewerk. Bekommen habe ich allerdings - nun ja - etwas, dass ich mir eher noch von der Evangelischen Kirche erwartet hätte ... Mehr dazu, wenn ich das Buch der Bücher hier ausführlicher bespreche.

Herder Lexikon: Päpste und Papsttum | von Bruno Steimer (Redaktion) | Herder | 2010/2016 | Preis: 25 Euro | Infos bei Amazon
Ein gutes und vor allem zitierfähiges Nachschlagewerk, das aus zwei Teilen besteht: 1. Personenteil (alphabetisch geordnete Artikel zu allen Päpsten); 2. Ein Sachteil (alphabetisch geordnete Artikel zu Begriffen wie "Goldene Rose" oder "Finanzwesen des Vatikan"). Auch ein kurzer chronologischer Überblick zu allen Päpsten ist im Lexikon enthalten.
Die Autoren stehen für jeden Artikel "mit ihrem guten Namen", wird im Vorwort betont. Und zwar "... im Unterschied zu manch anderer Informationsressource". Welche Quelle man damit wohl hauptsächlich gemeint hat? Hmmm... 😄

 Sklaverei und Freilassung in der griechisch-römischen Welt | von Elisabeth Herrmann-Otto | Olms | 2017 | Preis: 25 Euro | Infos bei Amazon
Entgegen dem ersten Eindruck, den das fade Pissoir-gelbe Cover vermittelt, handelt es sich hier um ein sehr gutes Studienbuch, in dem viele antike Primärquellen genannt und zitiert werden. Der Autorin mit dem doppelt maskulinen Nachnamen gelingt es, dem Leser einen der wichtigsten Aspekte der Klassischen Antike näherzubringen. Daran könnte sich ihre Kolleginnen und Kollegen, die für die wesentlich bekanntere Reihe Uni Taschenbuch (UTB) schreiben, ein Beispiel nehmen. Alleine wenn ich an die Einführung in die Klassische Archäologie von Franziska Lang denke, stehen mir noch jetzt, Jahre später, die Haare zu Berge ...

Ausführlichere Rezensionen zu den obigen Büchern folgen hier in den kommenden Wochen und Monaten.

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Mittwoch, 11. Juli 2018

Krimskrams: Die archäologische Datierung mittels Rehydroxylation -- Karlsgraben vs. Campus Galli -- Junk-Journalismus, Homer und Geläster über Blogger



Die archäologische Datierung mittels Rehydroxylation

Rehydrox... was?! Ja, das ist eine verständliche Reaktion. Von dieser vergleichsweise neuen, noch nicht sehr verbreiteten Datierungsmethode werden nämlich die wenigsten Menschen je etwas gehört haben - auch einige Archäologen nicht.
C14 und Dendrochronologie kennt mittlerweile hingegen fast jeder Geschichtsinteressierte - schließlich werden diese naturwissenschaftlichen Datierungsmethoden für organische Funde auch in populärwissenschaftlichen Büchern und TV-Dokumentationen gerne erwähnt. Im Fall der Thermolumineszenz-Datierung - bei der man in keramischen Objekten die verbliebene elektromagnetische oder ionisierende Strahlung misst -  schaut es hinsichtlich des Bekanntheitsgrades hingegen schon wesentlich schlechter aus. Die Methode der Rehydroxylation funktioniert jedenfalls so ähnlich, nur dass hier der Wassergehalt der Keramik gemessen wird. Es ist nämlich so, dass beim Brennen im Ofen erst einmal sämtliches Wasser im Ton verdunstet; nach dem Abkühlen nimmt die Keramik allerdings wieder langsam, aber sehr konstant Wasser aus der Atmosphäre auf. Misst man nun die eingelagerte Wassermenge, dann lässt sich daraus das Alter bzw. Brenndatum ableiten.

So viel zur Theorie, die Praxis ist freilich nicht ganz so einfach: So wurde testweise mit dieser Methode ein unzweifelhaft mittelalterlicher Ziegelstein datiert. Das Ergebnis lautete, er sei zwischen sechs und sieben Jahrzehnten alt. Was war da schiefgegangen? Ganz einfach: Besagter Ziegelstein war im 2. Weltkrieg nach Bombenangriffen einem Feuer ausgesetzt gewesen. Dabei verdunstete in ihm sämtliches Wasser und er wurde sozusagen auf "Null" zurückgesetzt. 

Näheres zu dem Thema werde ich im Rahmen einer Buchbesprechung im kommenden Herbst schreiben.

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Karlsgraben vs. Campus Galli

Die Tageszeitung "Der Standard" berichtet in einem Artikel, dass man vor rund 1200 Jahren bei der Planung des berühmte Karlsgrabens (Fossa Carolina) mit Bedacht zu Werke ging. Nicht eine gerade Streckenführung, sondern eine s-förmige bedeutete für die Arbeiter den geringsten Aufwand bei den schweißtreibenden Aushubarbeiten. Was auf den ersten Blick widersinnig erscheint, ergibt bei näherer Betrachtung des Geländes Sinn: Klick mich

Die *hust* 'Experimentalarchäologen' der Mittelalterbaustelle Campus Galli, die nach eigenem Bekunden "ohne Maschinen" und "ohne modernes Werkzeug" ein karolingisches Groß-Kloster errichten wollen, gehen sogar mit noch mehr Schläue als ihre mittelalterlichen Vorgänger ans Werk: Das Ausheben ihres Klosterteichs ließen sie nämlich kurzerhand von einem Bagger erledigen 😃. Außerhalb des regulären Betriebs, versteht sich. Denn schließlich sollen Besucher nichts vom eher unmittelalterlichen Bagger zu sehen bekommen oder gar Fotos von ihm machen und ins Internet stellen. Das wäre ganz schlecht für die PR, da es der öffentlichen Darstellung des Projekts krass widerspricht.

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Geläster über Blogger, Homer und Junk-Journalismus

Da war jemand auf einer Konferenz des "Netzwerks Recherche" in Hamburg und berichtet u.a. von einer Veranstaltung, bei der anwesende Journalisten über Blogger lästerten. Letztere würden gar nicht oder nur online recherchieren.
Was für ein pauschalisierender Nonsens. Oder anders gesagt: Was für primitive Fake-News von Vertretern einer zunehmend abgewirtschafteten Branche. Gerade die haben es nötig. Schließlich sind sie es, die inflationär bei einigen wenigen Presseagenturen wie der DPA, AP, APA oder Reuters abschreiben und dann oft nicht einmal die Quelle angeben.
Ich habe mal irgendwo gelesen, dass mittlerweile die große Mehrzahl der Artikel von diesen wenigen Agenturen produziert wird und Eigenrecherche nur noch eine völlig untergeordnete Rolle bei Zeitungen spielt. Kein Wunder also, dass die Meinungsvielfalt in den Dinosauriermedien gegen Null tendiert.

Sehr schön ersichtlich wird dieser obsolete Copy&Paste-Journalismus anhand eines aktuellen Beispiels: In Olympia wurden ca. 2200 Jahre alte Textfragmente von Homers "Odyssee" entdeckt. Mehrere österreichische Zeitungen und Online-Magazine enthalten in ihrer Berichterstattung darüber ein und denselben absurden Fehler:
"Vorläufig wird das Entstehungsdatum der Tafel auf die romanische Ära geschätzt." Siehe: Die Presse, Kronenzeitung, ORF
Es kommt aber noch besser: Der ursprüngliche Urheber - offensichtlich ein veritabler Dolm - hat auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei Wikipedia abgeschrieben. Darauf deutet die Wortwahl im letzten Absatz hin, die auffällige Ähnlichkeiten mit der Einleitung des Wikipediartikels über Homers "Odyssee" aufweist.

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Weitere interessante Themen: 


Dienstag, 10. Juli 2018

Hörbares: Schliemann -- Antike Orgeln -- Archäologische Fälschungen -- Hildegard von Bingen -- Steinzeitkunst -- usw.



 Heinrich Schliemanns Spuren in Athen - Der Entdecker von Troja | Spieldauer 9 Minuten | DF/ARD | Stream & Info | Direkter Download
Wusste ich nicht: In Athen gibt es heute noch ein luxuriöses Anwesen, das Heinrich Schliemann für sich und seine Frau hat errichten lassen. Der Name der Villa lautet: "Haus des Priamos" (ich hätte ja "Haus des Priapos" origineller gefunden 😁)

 Antike Orgeln: Klang der Arena | Spieldauer 5 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info | Direkter Download

 Judentum: Die fürchterlichen Folgen der Ritualmordlegende | Spieldauer 8 Minuten | DF/ARD | Stream & Info | Direkter Download
"Die Ritualmordlegende stammt aus dem Mittelalter." Stimmt nicht, die gab es schon wesentlich früher. Nur dass sie im antiken Rom den Urchristen angedichtet wurde. Und diese Urchristen waren von den Römern lange Zeit richtigerweise als jüdische Splittergruppe eingestuft worden.
Einen ihrer Ursprünge könnte die Legende von Ritualmorden an Kindern in der Auseinandersetzuing zwischen Rom und Karthago gehabt haben. Die Römer unterstellten ihren Gegnern damals Opferungen von Kindern. In diesem Fall möglicherweise nicht ganz zu Unrecht. Im Übrigen: Juden haben selbst im Alten Testament von Kinderopferungen geschrieben - nur eben bezogen auf ihre eigenen Feinde. Ist ihnen das womöglich später auf den Kopf gefallen, als sich Christen im Mittelalter zunehmend an diese Stellen erinnerten und sie umzumünzen begannen?

 Archäologische Fälschungen entlarven | Spieldauer 11 Minuten | WDR/ARD | Stream & Info | Direkter Download

➽ Tote Katzen als Schutzzauber | Spieldauer 9 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Was die Kunst der Steinzeit über Hirnleistungen und Gefühle verrät | Spieldauer 41 Minuten | DF/ARD | Stream & Info | Direkter Download

 Hildegard von Bingen - Wer hat je Ähnliches von einer Frau gehört? | Spieldauer 19 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Die römische Geschichte des südfranzösischen Nîmes | Spieldauer 10 Minuten | DF | Direkter Download

 Historisch betrachtet: Bayerns Eigensinn | Spieldauer 4 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
Bismarck meinte übrigens: "Bayern ist vielleicht das einzige deutsche Land, dem es durch materielle Bedeutung, durch die bestimmt ausgeprägten Stammeseigentümlichkeiten und durch die Begabung seiner Herrscher gelungen ist, ein wirkliches und in sich selbst befriedigtes Nationalgefühl auszubilden." 

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Sonntag, 8. Juli 2018

Buch: Egyptian Art / Ägyptische Kunst

Eine nützliche und kostengünstige Quelle

Der französische Gelehrte und Künstler Achille Constant Théodore Émile Prisse d’Avesnes (1807-1879) bereiste schon in jungen Jahren aus Neugierde die Welt, kämpfte quasi 'en passant' im griechischen Unabhängigkeitskrieg mit und landete schließlich in Ägypten. Dessen historische Monumente wurden von ihm im Laufe vieler Jahre erforscht und vor allem dokumentiert, lange bevor die moderne Ägyptologie existierte.
Bis heute wird Prisse für seine meist ziemlich originalgetreuen Wiedergaben altägyptischer Reliefs, Wandmalereien usw. gelobt; im Gegensatz zu manch Zeitgenossen hatte er sich nämlich nur vergleichsweise wenig zu idealisierenden Verfälschungen hinreißen lassen. Prisse war auch der erste Gelehrte, der jenes Gittersystem bzw. Hilfsliniensystem erkannte, auf dem die gesamte altägyptische Kunst mit ihren kanonischen Proportionen basierte.
Die akribisch durchgeführte Arbeit von Prisse ist bis heute von unschätzbarem Wert für die Ägyptologie, da viele der von ihm dokumentierten Bauwerke nicht mehr existieren. So manch Jahrtausende altes Zeugnis war bis in die jüngere Vergangenheit abgerissen worden, um beispielsweise aus dem gewonnen Steinmaterial Kalk zu brennen ...

Die vorliegende, rund 600seitige Ausgabe des Taschen Verlags enthält unzählige, oft bunt kolorierte Zeichnungen/Drucke, die aus Prisses beiden Werken Monuments égyptiens (1847) und Histoire de l’art égyptien (1868–1877) stammen. Laut Klappentext handelt es sich dabei um sämtliche der darin publizierten Abbildungen - also nicht nur um eine Auswahl.
Die Einleitung und die Bildtexte sind dreisprachig (Deutsch, Englisch, Französisch). Während die Einleitung von der Ägyptologin Salima Ikram (Amerikanischen Universität in Kairo) stammt, so scheinen die Bildtexte - zumindest teilweise - von Prisse selbst zu sein.

Der Taschen Verlag verkauft auch eine XXL-Variante dieses Buchs, die zwar optisch sehr viel her macht, mir aber für die Recherche - und selbst zum Schmökern - zu unhandlich erscheint. Wobei man allerdings einräumen muss, dass für ein paar der Abbildungen das vorliegende reduzierte "Klotz-Format" dann doch zu klein ist - siehe etwa das erste der unten angefügten Beispielfotos. Der Preis des Buchs ist mit läppischen 15 Euro freilich unschlagbar.

Fazit: Ich finde Bücher wie dieses sehr nützlich. Sicher, einschlägige Bilder gibts auch im Netz zuhauf. Nur werden dazu überwiegend keine verlässlichen Detailinformationen mitgeliefert. Und ohne den entsprechenden Kontext sind sie für die Recherche oft wenig bis gar nicht brauchbar.  

Tell El Amarna, Psinaula | In einen Felsen eingearbeitetes Proskynema; Echnaton, seine Ehefrau Nofretete und ihre beiden Töchter bei der Opferung an die strahlende Sonnenscheibe.
Altägyptische Vasen und Spiele
Theben, Ramesseum | Ramses [II.] Meriamun kämpft im Streitwagen gegen die Hethiter
Bildhauerwerkstatt, abgebildet im Grab des Wesirs Rechmire (15. Jh. v. Chr.)

Abschließend noch folgendes: Es wäre wünschenswert, wenn sich Dampfplauderer wie der auf Youtube omnipräsente Bauingenieur Axel Klitzke näher mit dem Werk von Prisse vertraut machen würden. Das würde der Welt manch unsinnige Überlegung hinsichtlich alter ägyptischer Handwerkstechniken ersparen. Herr Klitzke glaubt nämlich unter anderem, die Ägypter wären ohne Hilfe (von wem auch immer ^^) nicht in der Lage gewesen, die Oberflächen von steinernen Statuen in dem Maße perfekt zu polieren, wie sie sich uns z.T. heute noch präsentieren. Siehe jedoch dazu das letzte der vier obigen Bilder. Ich entdecke hier keine fremden Helfer oder ausgefuchsten Werkzeuge, die es damals noch nicht hätte geben dürfen ...

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Weiterführende Informationen:

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Samstag, 7. Juli 2018

Videos: Wikinger-Trash -- Historische Schätze aus Stein -- Überraschungsfund im Museumsdepot

➽ Wikinger-Trash: TV Show Viking Fashion Guide - Top 5 Tips | Spieldauer 5 Minuten | Youtube/Schola Gladiatoria | Stream & Info
Matt Easton von Schoola Gladiatoria macht sich in diesem Video über die ahistorische Ausstattung der TV-Serien "Vikings" und "The Last Kingdom" lustig.



 Historische Schätze aus Stein in Rheinland-Pfalz | Spieldauer 2 Minuten | ARD | Stream & Info
Ein Beitrag über die lausig sanierten römischen Kaiserthermen in Trier. Dabei wurde aber auch Kurioses entdeckt!

Überraschungsfund im Museumsdepot | Spieldauer 2 Minuten | ARD | Stream & Info
Wieder einmal ein Beispiel dafür, dass vielen Museumsbetreibern längst der Überblick über ihre Depots entglitten ist. Statt endlich zu "entsammeln", wie es der österreichische Archäologe Raimund Karl forderte, häuft man immer mehr 'Ramsch' an. Das Messie-Syndrom lässt grüßen.
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