Donnerstag, 3. April 2025

🎧 Hörbares: Das war der Bauernkieg (4 Teile) -- Das Pfählen von Ehebrechern in Wien -- Das Grab des Petrus in Rom -- Venedigs Gründung in der Lagune -- usw


 Das war der Bauernkieg - Der große Aufruhr (1/4) | Spieldauer 30 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Das war der Bauernkieg - Die Blutspur des Bauernjörg (2/4) | Spieldauer 26 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Das war der Bauernkieg - Das Ende des Regenbogens (3/4) | Spieldauer 26 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download
Diese Illustration zur Sendung auf der BR-Website ist ja wohl ein schlechter Scherz (Fahne). ^^

 Das war der Bauernkieg - Was war und was bleibt (4/4) | Spieldauer 33 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Stadtgeschichten: Venedigs Gründung in der Lagune | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Host mi? Kleine Bairische Sprachgeschichte | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Das Grab des Petrus in Rom - Spurensuche unter dem Vatikan | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 1340 in Wien: Seitensprung mit grausamen Folgen - Das Pfählen von Ehebrechern | Spieldauer 15 Minuten | WDR | Direkter Download


Dienstag, 1. April 2025

📖 Zeitschrift Bayerische Archäologie - Heft 1.25: Naturkatastrophen. Hochwasser, Erdbeben, Vulkane (und Meteoriten!)

Beim Hefttitel "Naturkatastrophen" dachte ich mir, dass man hier bestimmt wieder einmal das ätzende Klimawandel-Angstnarrativ bis zum Abwinken um die Ohren gehauen bekommt. Aber so ist es dann doch nicht gekommen. Beispielsweise weist der Herausgeber schon im Vorwort darauf hin, dass in Regensburg vergangene Hochwässer - etwa im Mittelalter - höher als heutige gewesen sind. Solche Fakten auszusprechen gilt mittlerweile in einigen Kreisen schon als garstige Relativierung und Häresie! 
Für mich besonders interessant waren aber die ebenfalls in verschiedenen Beiträgen behandelten Erdbeben und Vulkanausbrüche. Beides bringt man ja heute kaum mit Bayern in Verbindung. Das gilt ganz besonders für letztere Form der Naturkatastrophe - und doch gab es sie noch bis vor Kurzem (kurz im erdgeschichtlichen Sinn 😉). Wer hat außerdem gewusst, dass Schloss Neuschwanstein 2002 um ein Haar von einem Meteoriten getroffen wurde?!


Fakt oder Fake? Erdbeben in Bayern.

Im ausführlichen Heftbeitrag des Geophysikers Erwin Geiss erfährt man viel Interessantes über historische, mitunter sehr weit zurückliegende Erbeben in Bayern. Der Autor erläutert aber auch allgemein interessante Fakten zum Thema Erbeben, etwa den Unterschied zwischen Magnitude und Intensität. Ich hatte beispielsweise keine Ahnung, dass die üblichen Magnitudenskalen logarithmisch sind und sich die Stärke von Stufe zu Stufe um den Faktor 10 (!) erhöht.
Und wenn wir schon bei Fehlannahmen sind. Erwin Geiss zeigt anhand mehrerer Beispiele wie in mittelalterlichen Überlieferungen aufgrund von Lese- sowie Schreibfehlern Erdbeben mehr oder weniger erfunden wurden. Besonders originell fand ich, dass in der Chronik des steirischen Stifts Admont ein im Juni 1170 stattgefundenes Erbeben in Syrien ("Sirjia") versehentlich in die Steiermark ("Stiria") verlegt wurde... Man kann sich  nun  leicht ausmalen wie verlässlich Klosterchroniken auch in anderen Bereichen - also abseits von Naturkatastrophen - sind. Am Rande sei hier darauf hingewiesen, dass der berühmt-berüchtigte bayerische Chronologiekritiker Heribert Illig diesen Umstand als ein Argument in seiner Theorie von einem erfundenen dreihundertjährigen Zeitraum im Frühmittelalter verwendet (sog. "Phantomzeit-Theorie").
Allerdings ist es auch so, dass Erdbebenereignisse, die man bisher für "Fakes" gehalten hat, plötzlich an Glaubwürdigkeit gewinnen können. Es kommen nämlich im Rahmen von Restaurierungen an Burgen und Kirchen Bauschäden zum Vorschein, die bei näherer Betrachtung auf Erschütterungen hindeuten. Interessant ist, dass die Katastrophe nicht einmal in der Nähe stattgefunden haben müssen. Denn wie es heißt, können statisch grundsätzlich eher labile Bauten wie hochaufragende Kirchen und Burgen selbst dann noch beschädigt werden, wenn das Epizentrum hunderte Kilometern entfernt ist! Ein starkes Beben in Italien konnte daher noch in Bayern solche Bauten ramponieren. Leider dürfte man im Rahmen der archäologischen Forschung und der Denkmalpflege solche Indizien bisher kaum in adäquater bzw. umfänglicher Weise gewürdigt haben. Ist es doch einfacher, Risse im Mauerwerk als bloßen Baupfusch zu erklären (z.B. in Form von zu wenig tiefen Fundamenten und einer deshalb ungleich verteilten "Setzung").


Google it!

Von Johann Rohrmüller und Fabian Kemner stammt ein Beitrag über die nicht immer offensichtlichen Spuren von Vulkanismus in der Oberpfalz. So berichten sie beispielsweise über ein gewaltiges Loch, das eine Vulkanexplosion vor 300000 Jahren aufgerissen hat, als aufsteigendes Magma auf größere Grundwasservorkommen traf. Ursprünglich hatte es 300 Meter Durchmesser und war 100 Meter tief! Zuerst bildete sich ein See darin, der aber im Laufe der Zeit durch Sedimente verlandete und schließlich zum Moor wurde. Dieses wiederum wurde vom Menschen trockengelegt und zum Torfabbau verwendet.
Alles recht interessant. Leider gehen die Autoren davon aus, dass der typische Leser einer Archäologiezeitschrift mit geowissenschaftlichem Fachvokabular etwas anfangen kann. Oder es war den beiden Herren schlicht wurscht, frei nach dem Motto: Google it!
Solche Aussetzer gibt es in Beiträgen der Zeitschrift "Bayerische Archäologie" immer wieder einmal. Letztverantwortlich ist dafür natürlich der Herausgeber. Seine Aufgabe wäre es, hier korrigierend einzugreifen, indem er z.B. in Absprache mit den Autoren erklärende Ergänzungen (z.B. mittels Klammersetzungen) vornimmt. Schlau wäre es natürlich, die Spielregeln gleich vorab so festzulegen und zu kommunizieren, dass es gar nicht erst zu Fachchinesisch-Völlereien kommt.


Ja ist schon wieder Weihnachten?!?

Die sogenannte "Gesellschaft für Archäologie in Bayern" (das sind jene Hanseln, die - vermutlich aus Futterneid - keine wissenschaftlich interessierten Metallsucher bei Lehrgrabungen dabeihaben wollen) berichtet im vorliegenden Heft von der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an eine Funktionärin des Vereins. 
Es gibt nach meinem Dafürhalten im Rahmen unserer operettenhaften Demokratien kaum etwas Lächerlicheres als dieses Behängen mit glitzerndem Lametta. Besonders weil es überwiegend staatliche sowie staatsnahe Akteure sind, die man dergestalt für ihr Wohlverhalten bzw. ihre jahrelange Stromlinienförmigkeit gesellschaftlich aufwertet. Das Establishment bauchpinselt sich hier sozusagen gegenseitig. Hingegen bekommt niemand einen Orden verliehen, der ein echter Stachel im Allerwertesten des Parteienstaates und seiner Institutionen ist - siehe beispielhaft die zu guten Teilen von Inkompetenzlern geleitete Denkmalpflege. Noch jeder Archäologe aus Bayern, mit dem ich über die dortige Denkmalpflege gesprochen habe, hat seinen Ärger über die Borniertheit des Gesetzgebers und der ausführenden Behörden zum Ausdruck gebracht; zum Teil unter Zuhilfenahme von eindeutigen Kraftausdrücken (z.B.: "Das neue Schatzregal trägt die klare Handschrift der SPD, die in Bayern von allen Parteien die idiotischste ist. Was bei der intellektuellen Verfasstheit der CSU etwas heißen will!")


Kommentarlos gestrichen

Apropos Denkmalpflege: Allem Anschein nach hat man jene erst vor wenigen Jahren eingeführte Heftrubrik, in der aktuelle Denkmalschutzsünden anschaulich angeprangert wurden, schon wieder eingestampft. Das ist nicht nur bedauerlich, sondern es handelt sich um eine astreine Negativleistung seitens der Heft-Verantwortlichen. 
Es bleibt die Frage nach dem "Warum". Ein Mangel an einschlägigen Beispielen wird es wohl kaum gewesen sein. Haben aber vielleicht Politiker/Behördenvertreter Ärger gemacht, weil sie in den Artikeln nur selten gut weggekommen sind? Legte man zu viel Wert auf ein gutes Auskommen mit diesen üblicherweise charakterlich zweit und drittklassigen Individuen? Wie auch immer, die Streichung der Rubrik hinterlässt einen äußerst schalen Beigeschmack.


Fazit: Das Heft hätte aufgrund der guten Beiträge diesmal eigentlich fünf Sterne verdient, aber weil man die Denkmalschutz-Rubrik still und leise verräumt hat, sind es dann doch nur vier geworden.


Sonntag, 16. März 2025

Erzwungenes Aus

Ok, die Überschrift war Clickbait 😉. Das "Aus" dauert nur bis zum 1. April (kein Scherz!). Ich habe schon seit Jahresbeginn zu viele Dinge um die Ohren, darunter ein Innenraumumbau. Außerdem melden sich meine chronischen Kopfschmerzen zurück, die ich eigentlich schon seit Jahren weitestgehend los war. Deshalb muss ich jetzt wieder relativ zeitintensive Übungen in mein Fitnessprogramm einbauen, um das Problem einzudämmen (Cardio auf dem Crosstrainer hilft hier bei mir sehr gut). Es geht sich deshalb mit Bloggen momentan hinten und vorne nicht aus. Mich ärgert es selber, aber was soll man machen...



Montag, 3. März 2025

📽️ Videos: Der Stuttgarter Psalter als eierlegende Wollmilchsau -- Das Gold auf der Himmelsscheibe -- Dominique Görlitz widerlegt phantasievolle Alternativtheorien zu den ägyptischen Pyramiden -- usw.


 Der Stuttgarter Psalter - die eierlegende Wollmilchsau der Karolingerdarstellung? | Spieldauer 10 Minuten | Tribur.de | Stream & Info 
Ja, dieser Schmöker... Besonders fragwürdig ist für mich schon seit Jahren, dass man ihn in einschlägigen Foren und Publikationen als Beleg für gefärbte frühmittelalterliche Kleidung hernimmt. Als ob die oft mineralischen Pigmente, die in der Buchmalerei verwendet wurden, auch immer für die Textilfärbung taugen. ^^


Die Währungsreform Karls des Großen und das Geld der Karolingerzeit | Spieldauer 13 Minuten | Tribur.de | Stream & Info 



 Von Cornwall nach Nebra – Das Gold auf der Himmelsscheibe | Spieldauer 18 Minuten | Landesmuseum für Vorgeschichte Halle | Stream & Info 
2:05 "Lokationen"!  Denglish oder Schlaudeutsch? 😁


 Dr. Dominique Görlitz: Al-Makrizi und das vermeintlich vorsintflutliche Alter der Pyramiden -  | Spieldauer 33 Minuten | Hangar18b | Stream & Info 
Ein kritischer Blick auf beliebte ägyptologische Nicht-Mainstream-Theorien. Und das noch dazu in der Höhle des Löwen bei Dänikens A.A.S. - Dominique Görlitz traut sich was! 😄


 Archäologie erklärt: La Fara - Living History der Langobardenzeit | Spieldauer 12 Minuten | Archäologie kurz erklärt | Stream & Info 
Living History, Archäologie und das Vergammeln von historischen Rekonstruktionen. Besonders letzteres Phänomen könnte man übrigens auch auf dem Campus Galli in Meßkirch sehr gut beobachten 😆.



Freitag, 28. Februar 2025

🎧 Hörbares: Wie Musik und Instrumente im alten Ägypten klangen -- Atheismus im Mittelalter -- Oxford versinkt im Jahr 1355 in blutigen Bierkrawallen -- Timur Lenk -- usw.


 Wie Musik und Instrumente im alten Ägypten klangen | Spieldauer 30 Minuten | SWR | Stream & Info | Direkter Download

 Es waren gar nicht alle fromm – Atheismus im Mittelalter | Spieldauer 8 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Mystik, Romantik, Fantasy – Wie das Mittelalter zum Sehnsuchtsort wird | Spieldauer 13 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Oxford versinkt im Jahr 1355 in blutigen Krawallen: War das Bier schuld? | Spieldauer 14 Minuten | WDR | Direkter Download 

 Die Vermessung des Universums: Der antike Astronom Claudius Ptolemäus | Spieldauer 14 Minuten | WDR |  Direkter Download

 Durchs winterliche Schweden wie ein Steinzeitmensch | Spieldauer 9 Minuten | SWR | Stream & Info | Direkter Download

 Brutal und erfolgreich wie Dschingis Khan: Timur Lenk | Spieldauer 13 Minuten | WDR | Direkter Download 

 Jüdische Gemeinden im Mittelalter – zwischen Blüte und Pogrom | Spieldauer 8 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Stefan Felber: Warum Kirche und Staat durch Zivilreligion ihr Wesen verfehlen | Spieldauer 56 Minuten | Kontrafunk | Stream & Info | Direkter Download


Mittwoch, 26. Februar 2025

🧠 Wie denken KIs über dieses Blog und mich? Grok vs. ChatGPT - ein Unterschied wie Tag und Nacht!



Seit einiger Zeit dürften KIs dieses Blog abgrasen. Nicht nur, dass ich vereinzelt Verweise auf KI-Anbieter in den Logfiles finde, sondern es gibt Tage, an denen wird jede einzelne Seite des Blogs von Bots genau einmal aufgerufen. Und ich denke nicht, das hier bloß eine Suchmaschine indiziert, weil das Muster sieht dann meiner Erfahrung nach anders aus (die diesbezüglichen technischen Details erspare ich den Lesern).

Ego-googeln hat mich noch nie besonders interessiert. Aber wenn schon KIs hier herumhüpfen, dann - so habe ich mir gedacht - könnte ich solche KIs ja einmal über dieses Blog befragen. Wie realistisch würde die Einschätzung ausfallen? Ich habe mich für Elons Grok (auch in "X" integriert) und das medial hochgejazzte ChatGPT entschieden. 

Meine erste Frage lautete: "Was denkt Hiltibold, der Autor von Hiltibold.blogspot.com, über Feminismus?"
SchetSchiePieTie (wie ein unüberhörbar aus Norddeutschland stammender "Experte" diese KI kürzlich in einem Interview mit dem öffentlich-schlechtlichen Un-Funk nannte 😀) spuckte folgendes dazu aus.


Diese Antwort ist schon sehr bescheiden. Ganz besonders im Vergleich zu dem, was mir Grok zur selben Frage schreibt!


Man sieht, hier besteht hinsichtlich der Antworten zwischen ChatGPT und Grok ein qualitativer Unterschied wie Tag und Nacht! Ich habe bewusst eine Fragestellung gewählt, bei der die KI gefordert ist aus einem vergleichsweise kleinen Informationspool möglichst viele Puzzlestücke zusammenzukratzen, um daraus schließlich ein Fazit zu ziehen. ChatGPT ist dafür offensichtlich zu blöd. Oder verfügt nicht über eine ausreichende Datenbasis - was freilich für den Endanwender keinen Unterschied macht.

Abschließend ein zweites Beispiel, das dieses Problem verdeutlicht. Ich habe gefragt: "Was denkt Hiltibold über den Campus Galli?" Meine Erwartung war, dass zumindest hier ChatGPT eine profunde Antwort basteln kann. Jedoch ...


Was für ein Mega-Stuss, wenn man bedenkt, dass ich seit mindestens 12 Jahren über diesen Waldkindergarten für Mittelalter-Simulanten in großer Ausführlichkeit herziehe. Grok macht es hier wieder einmal viel besser:


So gut hätte ich es nicht einmal selber formulieren können 😁.

Fazit: Grok hui, ChatGPT pfui! Ich könnte das noch anhand etlicher weiterer Beispiele verdeutlichen, die ich den beiden KIs zum Fressen gegeben habe. Freilich, perfekt ist auch Grok nicht in jedem Fall (außerdem muss man einen Obolus in Form eines erweiterten "X"-Accounts entrichten, wenn man mehr als 15 Fragen innerhalb von zwei Stunden stellt). Ich kann schlussendlich nur jeden ermuntern, es einmal selbst auszuprobieren, eventuell auch mit der eigenen Website als Objekt der Fragestellung. Sind es doch KIs, die die Außenwahrnehmung zukünftig sehr stark bei vielen Menschen prägen werden. Ob das begrüßenswert ist, steht freilich auf einem völlig anderen Blatt. Ist eine KI doch immer nur so gut wie ihre Algorithmen und die Quellen, aus denen Sie schöpft. Genau hier ist aber der unzuverlässige Mensch ein zentraler Faktor, programmiert er doch nicht nur, sondern gibt auch bis zu einem gewissen Grad vor, welche Quellen verwendet werden dürfen und welche nicht.





Sonntag, 23. Februar 2025

📽️ Videos: Antiker Wellness-Tempel in Pompeji -- Eine Handprothese aus dem 16. Jahrhundert -- Wo sind die Pharaonen? -- 2x Joe Rogan -- usw.


 Antiker Wellness-Tempel: Ärchäologen legen Luxusbad in Pompeji frei | Spieldauer 2 Minuten | ARD | Stream & Info 
"Forschende". Und schon würde ich am liebsten wieder abdrehen. Oder einen nassen Fetzen hervorholen...

 Tour de Kultur: Centre d'Animation de la Préhistoire | Spieldauer 5 Minuten | SR | Stream & Info 

 Mit offenen Augen: KI und das Geheimnis der Pyramiden | Spieldauer 11 Minuten | arte | Stream & Info
Kein Aas hat sich von ausgerechnet diesem skurril-unterhaltsamen KI-Video in die Irre führen lassen. Wenn etwas "fake news" ist, dann diese Behauptung der Sendungsmacher. Sie passt aber zur um sich greifenden Komplettverblödung der Journaille, die ja schon seit geraumer Zeit sogar Memes "fact checkt". Überwiegend wird dieses Treiben auf direkten oder verschlungenen Wegen steuergeldfinanziert. Und oft genug mit ideologisch-weltanschaulichen Motiven dahinter. Gut, dass der Krempel wenigstens auf X durch "Community Notes" ersetzt wurde - auch wenn dieses System der Schwarmintelligenz nicht perfekt ist.

 München: Raus mit den Rittern! | Spieldauer 3 Minuten | ARD | Stream & Info 
Mittelaltermarktzubehör wird wohl längst überwiegend im Netz gekauft. Die Zeit des stationären Einzelhandels neigt sich eben in vielen Bereichen dem Ende zu....

 Ein neuer Blick auf die großen Pyramiden: Wo sind die Pharaonen? | Spieldauer 17 Minuten | Luke Caverns | Stream & Info 
Der Youtuber Luke Caverns ist studierter Archäologe und sieht sich - laut eigener Aussage -als Vermittler zwischen Mainstreamforschern und Außenseitern. Dreimal darf der Leser nun raten, welche der beiden Gruppen hier besonders 'tolerant' ist und auf ihn immer wieder einmal hinprügelt. Für den Archäologie-Kenner nicht schwer zu erraten...


 Joe Rogan Experience #2267 - Dan Richards | Spieldauer 180 Minuten | PowerfulJRE | Stream & Info
Ein Elektroinstallateur und Youtuber, der mit seinen peniblen Recherchen schludrig argumentierenden Archäologen und Historikern mit charakterlichen Deffiziten den Spiegel vorhält.


 Joe Rogan Experience #2271 - John Reeves | Spieldauer 191 Minuten | PowerfulJRE | Stream & Info 
Zum dritten Mal bei Rogan: John Reeves, der Goldgräber aus Alaska, der auf einem gewaltigen urzeitlichen Tierknochenfriedhof sitzt. Ein launiges Gespräch.

 Die Altruppiner Handprothese | Spieldauer 3 Minuten | RBB | Stream & Info 
Die RBBler können das Mittelalter nicht von der Frühen Neuzeit unterscheiden... Aber gut, die interviewte Expertin redet ja auch von "Adeligen und Edelleuten". So, fertig gemeckert. Jetzt trinke ich mein Getränk und meinen Saft.

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Weitere interessante Themen:


Freitag, 21. Februar 2025

🎧 Hörbares: Fäkaliengeschichte -- Steintafel der 10 Gebote bei Sotheby's -- Das "System Metternich" -- Die Göttin Isis -- Von mittelalterlichen Plänen lernen -- 200 Jahre Zensur in Deutschland -- usw.


 Ach du Scheiße! Fäkaliengeschichte | Spieldauer 43 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Biblischer Moralkodex unterm Hammer: Steintafel der 10 Gebote bei Sotheby's | Spieldauer 7 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Zeitreisen durchs schmelzende Eis | Spieldauer 34 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Besuch im Bauernmuseum – Das Mittelalter-Spiel Kingdom Come: Deliverance 2 | Spieldauer 4 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
Historisch sehr authentisch soll das Spiel sein. Ja, schaut tatsächlich nicht schlecht aus (Video)

 Stadtgründung 1200: Von mittelalterlichen Plänen lernen | Spieldauer 18 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Das Mittelalter und wir – Reliquien, Atheismus, Fantasy (komplette Sendung) | Spieldauer 38 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Überwachung, Spitzel, Zensur - Das "System Metternich" | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download
Das "System Metternich" ist dieser Tage besonders interessant im Zusammenhang mit dem sogenannten Digital Services Act" der EU (siehe die nächste verlinkte Sendung). 

 Peter J. Brenner – Zensur! Zweihundert Jahre Meinungslenkung in Deutschland | Spieldauer 56 Minuten | Kontrafunk | Stream & Info

 Die ägyptische Göttin Isis - Tochter von Himmel und Erde | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download



Dienstag, 18. Februar 2025

⚖️ Lucona-Affäre und ukrainische Zustände im Alten Rom: Wie der Kriegsgewinnler, Großbetrüger und Unruhestifter Marcus Postumius die Republik erschütterte


"Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich." An diesen Satz musste ich kürzlich wieder einmal denken, als ich in "Ab urbe condita" - dem großen Geschichtswerk des römischen Historiographen Titus Livius - blätterte. In jenem Teil, in dem vor allem der 2. Punischen Krieg (Hannibal!) behandelt wird, stieß ich auf eine Nebenerzählung, die mich sofort fesselte. Beim Lesen der Schilderungen kam mir nämlich Vergleichbares aus der jüngeren Vergangenheit und sogar aus der unmittelbaren Gegenwart in den Sinn: Die österreichische Lucona-Affäre und die haarsträubende Megakorruption im ukrainischen Polit- und Verwaltungsapparat. 
Bei der sogenannten Lucona-Affäre ging es um Versicherungsbetrug. Das gleichnamige Schiff und seine eigentlich wertlose Ladung wurden teuer versichert und 1977 auf hoher See mittels Zeitzünder versenkt. Dann stellte sich in den 1980er- und 1990er-Jahren im Rahmen einer juristischen Aufarbeitung der Angelegenheit auch noch heraus, dass die Kriminellen - allen voran das SPÖ-nahe Unikum Udo Proksch - von hochrangigen Politikern u.a. mittels Interventionen bei der Justiz gedeckt wurden. 
Und hinsichtlich der Ukraine: Dieser Staat bezeugt gerade eindrücklich wie Krieg solche und ähnliche Vorgänge zusätzlich begünstigt. Korruptionisten können allerhand Vorwände aus den Hut zaubern, um beispielsweise Verluste von militärischen und zivilen Gütern durch angebliche Kriegseinwirkung bei Versicherungen geltend zu machen. Auch wenn es in Wirklichkeit ganz anders gewesen ist. 
Behalten wir all diese Dinge kurz im Kopf, wenn wir uns nun die Schilderungen von Ereignissen durchlesen, die immerhin schon vor rund 2200 Jahren - in der Spätphase des zweiten Kriegs zwischen Rom und Karthago - stattfanden (ich habe in und zwischen den Textabschnitten Anmerkungen eingefügt, die das Verständnis erleichtern sollen).

Die Truppenaushebung der Konsuln (quasi die beiden Regierungschefs und obersten Militärbefehlshaber im römische Staatswesen vor der Kaiserzeit) wurde durch Marcus Postumius aus Pyrgi behindert, dessen Verhalten fast schwere Unruhen ausgelöst hätte. Postumius war ein Steuerpächter (siehe unten), der in der Bürgerschaft aufgrund seiner Betrügereien und Habgier lange Zeit nur mit Titus Pomponius Veji zu vergleichen war, dem Manne, den die Karthager unter der Führung Hannos im vergangenen Jahr bei einem seiner unbedachten Plünderungszüge in lukanischem Gebiet gefangen genommen hatten. Weil der Staat bei den Gütern, die zu den Truppen transportiert wurden, für Sturmschäden aufkommen musste, hatten Postumius und Pomponius Schiffbrüche fingiert, und selbst die Havarien, deren Anzeige der Wahrheit entsprach, waren von ihnen auf betrügerische Weise herbeigeführt worden und kein Unglücksfall. Sie hatten alte, angeschlagene Schiffe mit wenigen wertlosen Waren beladen, und wenn sie diese auf hoher See versenkt hatten - die Seeleute konnten sich auf bereitgestellten Kähnen retten - täuschten sie sehr viel höhere Verluste vor. 
Autor: Titus Livius | Titel: Ab urbe Condita, Buch 25, 3,8-11 | Übers.: Ursula Blank-Sangmeister | Verlag: Reclam, 2006

Steuerpächter zählten in der Zeit der Römischen Republik zu den unbeliebtesten Personen. Sie ersteigerten vom Staat das Recht, Steuern eintreiben zu dürfen. Dabei verpflichteten sie sich, den vom Staat berechneten Mindestbetrag des Gesamtsteueraufkommens für ein bestimmtes Gebiet abzuliefern, durften aber alles, was sie darüber hinaus lukrieren konnten, als Gewinn behalten. Entsprechend rücksichtslos gingen diese Leute beim Eintreiben vor und waren besonders in den Provinzen geradezu verhasst. Beispielsweise die berüchtigte "Vesper von Ephesos" - ein unsagbar grausamer Massenmord an römischen Bürgern in Kleinasien im Jahr 88 v. Chr. - war nicht zuletzt auf das Treiben solcher Steuerpächter zurückzuführen (ich habe darüber geschrieben).

Wenn man freilich gut mit der Politik vernetzt ist - und auch das ist wieder "Lucona" und Ukraine pur - dann konnte man sich der Strafverfolgung entziehen. Zumindest eine Zeit lang...

Dieser Betrug war im vergangenen Jahr beim Prätor (=u.a. für die Gerichtsbarkeit zuständiger Spitzenbeamter) Marcus Aemilius angezeigt worden, der auch den Senat darüber informiert hatte. Es kam jedoch zu keinem rügenden Senatsbeschluss, weil die Senatoren in dieser Situation den Stand der Steuerpächter nicht vor den Kopf stoßen wollten. Das Volk aber verfolgte den Betrug mit größerer Strenge und konnte schließlich zwei Volkstribunen (politisch agierende 'Volksanwälte'), Spurius und Lucius Carvilius, dazu bringen, aktiv zu werden: Als sie merkten, wie viel Hass und Empörung der Skandal erregte, belegten sie Marcus Postumius mit einer Geldstrafe von 200 000 As (=Münze). Am Tag, als über die Strafe verhandelt werden sollte, war die Volksversammlung so stark besucht, dass der Platz auf dem Kapitol die Menge kaum fassen konnte. Nachdem der Fall abschließend behandelt worden war, schien es für Postumius nur noch eine Hoffnung zu geben: Der Volkstribun Gaius Servilius Casca, ein enger Verwandter des Postumius (und Vorfahre des berühmten Caesar Attentäters mit dem gleichen Namen), musste Einspruch erheben, bevor die Tribus zur Stimmabgabe gerufen wurden (Tribus = Stimmbezirke, denen jeder römische Bürger zugeteilt wurde). Nachdem Zeugen gestellt waren, hießen die Tribunen das Volk zurücktreten und die Stimmurne herbeibringen, um auszulosen, wo die Latiner ihre Stimmen abzugeben hätten. Inzwischen bedrängten die Steuerpächter Casca, er solle die Versammlung auflösen. Das Volk erhob lautstarken Protest. Casca saß zufällig ganz außen auf der Tribunenbank, hin und her gerissen zwischen Furcht und Scham. Als sie bei ihm zu wenig Unterstützung fanden, bildeten die Steuerpächter, um die Verhandlung zu stören, einen Keil, drangen gewaltsam auf den nach der Räumung freien Platz und beschimpften sowohl das Volk als auch die Tribunen. Und es lief schon fast auf eine Schlägerei hinaus, als sich der Konsul Fulvius an die Tribunen wandte: Seht ihr nicht, dass ihr euer Amt nicht mehr ausüben könnt und es zu einem Aufruhr kommt, wenn ihr die Volksversammlung nicht umgehend auflöst?
Autor: Titus Livius | Titel: Ab urbe Condita, Buch 25 3,12-19 | Übers.: Ursula Blank-Sangmeister | Verlag: Reclam, 2006

Man sieht an diesem Beispiel, dass die römische Form der Demokratie nur als äußerst "lebendig" bezeichnet werden kann 😉. Denn um einen Einzelfall handelte es sich hier nicht - siehe etwa mein Text: "Eine chaotische Gerichtsszene aus dem Antiken Rom."

Nach Entlassung der Volksversammlung wird der Senat einberufen, und die Konsuln erstatten über die dreiste Gewaltanwendung der Steuerpächter, die zu einer massiven Störung der Versammlung geführt hatte, Bericht. Sie erinnern daran, dass Marcus Furius Camillus, dessen Verbannung beinahe zum Untergang des Staates geführt hätte, sich von den erzürnten Bürgern habe verurteilen lassen. Vor ihm hätten sich die Dezemvirn (="Zehn Männer"-Kollegium), nach deren Gesetzen man bis auf den heutigen Tag lebe (sog. "Zwölf-Tafel-Gesetze"), ebenso wie später viele führende Männer der Bürgerschaft der Verurteilung durch das Volk gebeugt. Postumius aus Pyrgi aber habe das römischen Volk des Wahlrechts beraubt, die Volksversammlung gesprengt, die Autorität der Tribunen verletzt, gegen das römische Volk eine Schlachtreihe aufgestellt und die Stätte besetzt, um die Tribunen vom Volk zu trennen und den Wahlgang der Tribus zu vereiteln. Vor einem blutigen Kampf habe die Menschen nur die Langmut der Amtsträger bewahrt, da diese der Raserei und der Verwegenheit einiger weniger vorübergehend nachgegeben, ihre eigene Niederlage und die des Volkes hingenommen und die Wahlen, die der Angeklagte mit Waffengewalt verhindern wollte, aus eigenem Entschluss abgebrochen hätten, weil sie denen, die die Auseinandersetzung suchten, keinen Vorwand liefern wollten. Nachdem diese Darlegungen gerade bei den Rechtschaffensten angesichts der Abscheulichkeit der Angelegenheit auf Zustimmung gestoßen waren und der Senat befunden hatte, dass diese Gewalt gegen den Staat gerichtet sei und einen gefährlichen Präzedenzfall darstelle, ließen die Tribunen Spurius und Lucius Carvilius den Rechtsstreit über die Geldstrafe sofort fallen, klagten Postumius des Kapitalverbrechens an und ordneten für den Fall, dass er keine Bürgen stellen sollte, seine Festnahme und Inhaftierung durch den Gerichtsdiener an. Postumius brachte Bürgen auf, erschien aber nicht persönlich. Die Tribunen legten die Sache dem Volk vor, und es erging folgender Volksbeschluss: Falls Marcus Postumius nicht bis zum 1. Mai erschienen sei und, für diesen Tag einbestellt, nicht Rede und Antwort stehe und auch nicht entschuldigt sei, solle er als Verbannter betrachtet, seine Güter öffentlich versteigert und er selbst geächtet werden. Anschließend wurde jeder Einzelne, der Unruhe erregt und den Aufruhr geschürt hatte, des Kapitalverbrechens angeklagt und aufgefordert, Bürgen zu stellen. Zuerst wurden nur die Personen, die dem nicht nachkamen, ins Gefängnis geworfen (vermutlich in den am Forum liegenden Carcer Tullianus), dann aber auch diejenigen, die Bürgen stellen konnten. Um sich nicht dieser Gefahr auszusetzen, begaben sich die meisten in die Verbannung.
So fanden der Betrug der Steuerpächter und die Verwegenheit, die diesen Betrug zu decken suchte, ein Ende. 
Autor: Titus Livius | Titel: Ab urbe Condita, Buch 25 4,1-11 | Übers.: Ursula Blank-Sangmeister | Verlag: Reclam, 2006

Verbannungen waren gerade in politisch brisanten Fällen typisch für die Zeit der Römischen Republik, als nämlich verhängte Todesstrafen gegen Personen mit Bürgerrecht sehr selten gewesen sein dürften und Gefängnisaufenthalte üblicherweise eher den Charakter einer Untersuchungshaft hatten. Ein bekanntes Beispiel ist der Fall des berüchtigte Gaius Verres (auch darüber habe ich bereits etwas geschrieben). Dieser politische Mega-Korruptionist musste nach einem verlorenen Prozess Rom verlassen und verbrachte den Rest seines Lebens im graeco-gallischen Exil in Massalia (Marseille). Kurioserweise erging es seinem siegreichen Prozessgegner, dem viel gerühmten Marcus Tullius Cicero, nur wenige Jahre später ähnlich. Wobei Ciceros Verbannung nur vorübergehend und vor allem politisch motiviert gewesen ist.

Wir können anhand des obigen Textes also festhalten, dass schlechte Menschen vor 2200 Jahren bereits sehr ähnlich tickten wie ihre modernen Nachfahren. Ja, selbst Versicherungsbetrug gab es damals schon. Und zumindest damit hätten heute wohl die wenigsten Leute gerechnet.



Dienstag, 11. Februar 2025

Pause, weil ...

Das Blog macht eine Woche Pause. Geht leider nicht anders. Anderenfalls enthalten die vorbereiteten Beiträge ähnlich viele Tippfehler wie einige der zuletzt veröffentlichten. Ich muss die Texte in Ruhe durchlesen, korrigieren und z.T. auch umformulieren. Und da ich auch so schon einige andere Dinge um die Ohren habe, geht das nicht auf die Schnelle. Bis in sieben Tagen dann!


Samstag, 8. Februar 2025

📽️ Videos: Archäologisches Mysterium Kanarische Inseln -- Die Flotte der Römer -- Der Alpenfeldzug des Augustus -- Das historische Graz -- Kochen wie im Mittelalter -- usw.


 Dr. Dominique Görlitz und Ramon Zürcher - Mysterium Kanarische Inseln | Spieldauer 49 Minuten | Hangar18b | Stream & Info
Dominique Görlitz, sozusagen das Idealbild eines Forschers. Ab Timecode 5:40 geht es los, vorher gab es Tonprobleme.

 Evidence of Trade Caravans from 2,500 Years Ago Uncovered in the Negev | Spieldauer 2 Minuten | Israel Antiquities Authority Official Channel | Stream & Info 


 Die Flotte der Römer | Spieldauer 53 Minuten | arte | Stream & Info

 Der Alpenfeldzug des Augustus: Vorstoß Richtung Germanien | Spieldauer 52 Minuten | arte | Stream & Info 
Das wurde doch schon alles zigfach experimentalarchäologisch überprüft! Vieles ist längst geschichtswissenschaftliches Trivialwissen, aber in dieser Doku wird so getan, als ob man dem Stein der Weisen auf der Spur ist... Außerdem sollte man Living-History-Darstellern klarmachen, dass römische Tuniken sicher keine tollen Bügelfalten hatten, auch nicht an der tunica russa eines Centurio - siehe Timecode 21:50 😄. Das hat mich übrigens schon oft bei Darstellern zum Schmunzeln gebracht.

 Ein Stück Österreich: Das historische Graz | Spieldauer 24 Minuten | ORF | Stream & Info

 Neues vom hochmittelalterlichen Welfenschatz | Spieldauer 6 Minuten | rbb | Stream & Info

 Aus dem Museum für Archäologie in Chemnitz | Spieldauer 31 Minuten | mdr | Stream & Info 

 Schutz gegen böse Geister: Gruselige Dachbodenfunde | Spieldauer 6 Minuten | BR | Stream & Info 



 Historische Rezepte: Kochen wie im Mittelalter | Historische Küche | Spieldauer 5 Minuten | BR | Stream & Info



Donnerstag, 6. Februar 2025

🎧 Hörbares: Die Urgetreidesorten Dinkel, Emmer und Einkorn -- Archäologie im islamistischen Syrien -- Frauenpower bei den Kelten 😂 -- usw.



 Urgetreide - Dinkel, Emmer, Einkorn | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Kampf um den Münchner Faun - Der Super-Promi der Glyptothek | Spieldauer 21 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Provenienzforschung - Die Geschichte hinter den Kunstwerken | Spieldauer 20 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Frauenpower bei den Kelten | Spieldauer 4 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
Ein "Matriarchat" bei DEN Kelten, bloß wegen einem neuerdings behaupteten Erbrecht irgendwo in Doofbritannien. Ja genau 😂. Diese steile These hatten wir hier ja schon einmal in einem ähnlichen Zusammenhang. Völlig absurd, wie hier von einer dermaßen kleinen Datenbasis aus einem eng begrenzten Gebiet weitreichende soziale Schlüsse für die über ganz Europa und bis in die Türkei (Kleinasien) verstreut lebenden Kelten gezogen werden. Dabei ist es gerade die moderne Mainstreamwissenschaft, die so gerne darauf hinweist, dass die Kelten eigentlich kein richtiges Volk gewesen seien, da es viele lokale Unterschiede bei ihnen gab (ich persönlich halte diese Definition freilich für einen Schmarrn, weil ihr eine eigenwillige bzw. bornierte Interpretation des Begriffs "Volk" zugrunde liegt).

 Zum Zustand der historischen Stätten in Syrien. Claudia Bührig, DAI | Spieldauer 11 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Syrien: Haben Archäologie und Weltkulturerbeschutz mit der HTS eine Zukunft? | Spieldauer 9 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
Geliefert wie bestellt (täte Danisch schreiben): Säkularer Diktator nach jahrelangen Bemühungen der westlichen Wertegemeinschaft endlich weggeputscht und durch einen Religioten mit obligatorischem Rauschebart ersetzt. Da macht die teuer frisierte Kompetenzattrappe im deutschen Außenministerium vor Freude garantiert 360-Grad-Saltos auf dem Trampolin, weil genau so geht "feministische Außenpolitik". Was die neue Situation freilich langfristig für die archäologische Forschung und den Denkmalschutz in Syrien bedeutet, kann sich jeder halbwegs intelligente Mensch lebhaft ausmalen. Und doch ist das alles nur unwichtiger Kleinkram, wenn man sich in die Lage der dort lebenden Aleviten und Christen versetzt. Übrigens, das nun herumweinende DAI (Deutsches Archäologisches Institut) ist im deutschen Außenministerium angesiedelt. Also genau dort, wo man eifrig daran mitgewirkt hat, Herrn Assad loszuwerden und Syrien so in einen Idiotenstadel zu verwandeln, dessen aktuelle Machthaber naturgemäß in vorislamischer Kultur etwas völlig Minderwertiges sehen. Ob die DAI-Hanseln das Treiben ihrer Vorgesetzen auch nur ein einziges Mal intern kritisch kommentiert haben? Eher nicht.

 Das Fenster - Geschichte mit Durchblick | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

 Der große Knall - Geschichte des Schießpulvers | Spieldauer 21 Minuten | RB | Stream & Info | Direkter Download

 Die Politik der Landkarten - Über Macht und Größenverhältnisse | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download