Montag, 30. Juli 2012

Wer ist schuld? Die Erderwärmung?

Cow
Glückliche Kuh auf gletscherfreier Almwiese
(Foto: Wikimedia.org)
Am 28.Juli wurden die Besucher eines Mittelalter-Festes in Pöchlarn (Niederösterreich) von einem schweren Gewittersturm überrascht - zur Stunde ist von mindestens einem Toten und mehreren Schwerverletzten die Rede. Das Online-Magazin Huscarl.at fasste die Ereignisse zusammen. --> Klick mich
  
Wie vorherzusehen, wird auch hier wieder von allen möglichen Seiten erklärt, die Wetterextreme nehmen zu - der menschgemachte Klimawandel wäre also mitschuld an solchen Unglücken.
Wie falsch diese Behauptung grundsätzlich ist, hat vor nicht allzu langer Zeit der Metereologe Reinhard Böhm, vom ältesten staatlichen Wetterdienst der Welt, der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), aufgezeigt. Er überprüfte und verglich einen wahren Wust an klimarelevanten Messdaten aus dem Alpenraum, die teilweise bis 1760 zurückreichen. Sein Fazit: Es ist keine Zunahme von Extremwettern für die letzten 250 Jahren feststellbar. Die Daten seiner Studie hat er, zur freien Verfüg- und Überprüfbarkeit, im Internet veröffentlicht     --> Klick mich
Hier die Pressemitteilung des ZAMG --> Klick mich

Die Zeitung "Die Presse" schrieb in diesem Zusammenhang: Zudem spart Böhm nicht mit Kritik an der Öffentlichkeitsarbeit mancher Kollegen. „Um die Welt vor dem Klimawandel zu retten, braucht man Aufmerksamkeit. Behauptungen, dass die Zunahme der Temperatur mit der Zunahme von Wetterextremen einhergeht, sind zwar wunderbar für das eigene Marketing, entsprechen aber nicht der Realität.“ Vollständiger Artikel --> Klick mich

Fegte vor 100 Jahren ein schweres Gewitter über ein durchschnittliches Dorf, waren vielleicht 500 Bewohner betroffen. Außerhalb des Unwettergebiets hätte kaum jemand Notiz davon genommen, da es weder Radio, noch Fernsehen oder Internet gab. Gießt es heute über demselben Dorf in Strömen, betrifft es deutlich mehr Menschen, sagen wir 3000, und die Meldungen werden in den nationalen und vielleicht sogar internationalen Medien mehr oder minder massiv ausgewalzt ("bad news are good news").
Nicht das Wetter hat sich demnach verändert, sondern die Bevölkerungsdichte und die Durchdringung des Alltags der Menschen mit nach Sensationen gierenden Massenmedien
   
Wer sich mit älterer Geschichte beschäftigt, egal ob beruflich oder privat, der weiß, dass es in den letzten 2000 Jahren mehrere Wärmeperioden gab, die zwar der gegenwärtigen in Sachen Temperatur überaus ähnlich waren bzw. diese sogar übertrafen, aber unmöglich vom vorindustriellen Menschen signifikant beeinflusst oder gar verursacht werden konnten. Es ist demnach überaus fragwürdig zu behaupten, für die derzeitige, angeblich zu hohe, Durchschnittstemperatur, könne nur der Mensch und sein CO2 verantwortlich sein. Auch folgende Beispiele, mit geschichtlichem Bezug, sprechen eine deutlich andere Sprache:
    
1. Auf den Orkney Inseln, im hohen Norden Schottlands, fand man in den Müllgruben von dort seit dem 8. Jh. siedelnden Wikingern, Unmengen an Schalen von Napfschnecken. Aus diesen Schalen, bzw. den darin enthaltenen Sauerstoffisotopen, konnte man das örtliche Klima von 800 bis 1200 rekonstruieren.
Das Ergebnis: Die Durchschnittstemperatur der wärmsten Sommer lag rund ein Grad Celsius über den heutigen Spitzenwerten (und das bei gleichzeitig deutlich geringerer CO2-Konzentration in der Atmosphäre!). Interessant ist, dass andererseits die Winter kälter waren - dass also die Extremwerte, bzw. die Wetterextreme in ihrer Intensität, deutlich stärkeren Schwankungen unterworfen waren, als dies heute der Fall ist. --> Klick mich

2. Der unzweifelhaft schrumpfende, größte Gletscher Österreichs, die Pasterze, war einst eine grüne Wiese. Wikipedia schreibt dazu:
"Der Name Pasterze soll auf slowenischen Wurzeln fußen und bezeichnet ein Gebiet, das zur Viehweide geeignet ist. Bis mindestens ins 19. Jahrhundert wurde er als Toponym für ein größeres almwirtschaftlich genutztes Gebiet im Talschluss der oberen Möll verwendet."
Kurz gesagt: Die Vergletscherung der Alpen ist nicht der (unbedingt zu bewahrenden) Normalzustand. Dies sieht man auch anderenorts, wo erstens unter den abschmelzenden Eismassen ganze Baumstämme auftauchen, die teils bis in die Römerzeit datiert werden, und zweitens Pollenanalysen beweisen, dass einst Almwirtschaft in Höhen betrieben wurde, in denen das heute nicht möglich ist.
   
3. In Grönland war während der Mittelalterlichen Warmzeit Getreideanbau üblich, auch in Nord-Norwegen bis knapp an den Polarkreis. Die landwirtschaftlich genutzten Zonen reichten in Mitteleuropa in höhere Gebiete als heute. Wenn man bedenkt, dass der damals verwendete Saat- und Hartweizen auch noch "klimaempfindlicher" war, als die hochgezüchteten Sorten der Gegenwart, dann spricht das zusätzlich für ein besonders günstiges/warmes Klima.
   
Zu all dem kommt hinzu, dass neueste Forschungsergebnisse den Schluss nahe legen, dass die bekannten Wärmephasen der römischen Antike und des Mittelalters, bisher sogar als zu niedrig eingeschätzt wurden, wie man z.B: bei Spiegel Online nachlesen kann. --> Klick mich

2 Kommentare

  1. Etwas ähnliches hat mein Geschichts-LK-Lehrer uns damals auch schon erzählt. Und vor kurzem habe ich ein Gespäch mit einer Studentin gehabt, die Urzeitführungen bei den Ausstellungen macht. Auch die hat diese Meinung vertreten.

    Ich glaube, ich bleibe noch eine Weile und lese noch ein bisschen :-)

    LG
    kathy

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    1. Ja, bei vielen Historikern ruft die Behauptung, dass die jetzige Warmphase einzigartig und per se schlecht für die Menschheit sei, schon seit geraumer Zeit befremden hervor. Es widerspricht schlicht und ergreifend ihren eigenen Erkenntnissen.

      Viel Spaß jedenfalls beim Stöbern und Lesen :)

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