Freitag, 24. August 2012

Literatur: Das Leben im Mittelalter

Das Leben im Mittelalter
Foto: Hiltibold - (C) Piper Verlag GmbH, München
Wer die etwas umständliche Einleitung des Buchs erst einmal hinter sich gebracht hat, den erwarten viele interessanten Details zum Alltag im Mittelalter:
Sei es, dass Menschen mit bestimmten Blutgruppen offensichtlich resistenter gegen den Pest-Erreger waren als andere, dass Teigwaren (Nudeln) mitnichten erst von Marco Polo nach Europa gebracht wurden, oder dass Wein dazumal oft nicht viel länger als ein Jahr in den Fässern genießbar blieb.

Sicher, wissenschaftlichen Ansprüchen wird der Autor und Historiker Robert Fossier, z.B. aufgrund der nicht vorhandener Quellenangaben/Fußnoten, hier kaum gerecht. Aber die Zielgruppe des Buchs ist auch nicht unbedingt ein akademisch angehauchtes Fachpublikum, oder der bereits stark vorgebildete "Mittelalterfan". Vielmehr ist es durch seine Machart für den Einsteiger geeignet, der erst damit begonnen hat, sich für diese Epoche zu interessieren und den Fußnoten und Quellenangaben allerhöchstens verwirren würden.

Mir persönlich hat das Buch recht gut gefallen, da es auch für Kenner manch interessantes Detail bereit hält. Ein Manko ist jedoch, dass die Sache relativ frankreich- und spätmittelalterlastig ist. Aber das ist natürlich auch Geschmackssache.

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