Montag, 5. November 2012

Linkipp: Archäologie als Installationskunst?

Die Märkische Allgemeine berichtet von der Grabung auf dem Lebuser-Burgberg: Klick mich

Die von Archäologen ergrabenen Mauerreste einer Burg, sollen also wieder zugeschüttet werden, da das nötige Geld für eine Konservierung fehlt. Das ist zwar schade, aber sicher verschmerzbar. Apropos Schmerz: Man beabsichtigt nun, die Umrisse der Burg mit aus dem Boden herausragenden, kniehohen Stahlplatten zu markieren... Wer sehen möchte, wie überaus "stimmig" so etwas auf den Betrachter wirkt, der richte seinen Blick auf das Varusschlacht-Museum von Kalkriese.

Das "Varusschlacht-Museum" in Kalkriese: DDR-Todesstreifen, verlassene Baustelle, oder Museumspark?
(Foto: Corradox / Wikimedia.org)
Unwillkürlich fühlt man sich hier an die Überreste des Eisernen Vorhangs erinnert. Beim Anblick dieser vor sich hin rostenden Stahlstangen und Platten, möchte man deshalb weniger "Vae Victis!" rufen, sondern eher "Die Mauer muss weg!"  :)

2 Kommentare

  1. Stimmt, da bekomme ich auch das Bedürfnis, "Die Mauer muss fallen!" zu rufen...
    Ich finde es schade, wenn Ausgegrabenes so verschandelt wird. Damit macht man die Geschichte kaputt.

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  2. Auch an die Kosten, die solche Installationen verursachen, sollte man lieber nicht denken. Hätte man die hier versenkten (Un-)Summen in experimentelle Archäologie investiert, anstatt einen auf kunstbeflissen zu machen, wäre der Mehrwert für den Besucher wohl ein ungleich größerer gewesen.

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