Dienstag, 19. Dezember 2017

Buch: Der Römische Limes in Bayern

Auf bayerischem Boden stellen die Überreste des Römischen bzw. Raetischen Limes das mit Abstand längste Bodendenkmal dar. Den aktuellen Forschungsstand zu dieser hunderte Kilometer langen Grenzsicherungsanlage präsentieren Thomas Fischer und Erika Riedmeier-Fischer in ihrem Buch Der Römische Limes in Bayern (Verlag Friedrich Pustet).
Zuerst werden von den Autoren jene historischen Hintergründe erörtert, die zur Errichtung des Limes führten; angefangen bei den Alpenfeldzügen zur Zeit des Augustus. Auch auf die spätere Entwicklung des Limes wird nicht vergessen: Dazu zählt der sich mehrmals ändernde Verlauf, der baulicher Wandel sowie der allmähliche Zusammenbruch im frühen 5. Jahrhundert, als gleichzeitig die ersten Bayern/Bajuwaren auf der Bildfläche erschienen.
Desweiteren wirft man einen Blick auf das am Limes stationierte Militär: Wie sahen etwa Bewaffnung und Organisation der Legionäre und Hilfstruppen aus und welche Veränderungen sind hier im Laufe der Jahrhunderte für die Wissenschaft greifbar?

Das Buch enthält unzählige Grundrissen, Rekonstruktionszeichnungen und Fotos von modernen Limes-Bauten wie etwa Wachtürmen, die aus touristischen Gründen - Pilzen nicht unähnlich - entlang des Bodendenkmals aus dem Boden zu wachsen scheinen ...
Viel Platz nimmt schlussendlich eine ausführliche Streckenbeschreibung ein. Hier wird das weite räumliche Ausgreifen des Raetischen Limes in Bayern anhand von sehr detaillierten Karten und weiteren Abbildungen noch einmal genauer erschlossen. Für mich persönlich war das zwar weniger spannend, aber für jene, die beispielsweise eine Limeswanderung unternehmen möchten, handelt es sich hier sicher um eine ausgezeichnete Informations- bzw. Recherchequelle.

Fazit: Ein informatives, sehr übersichtlich gegliedertes und reichhaltig illustriertes Buch. Der Kaufpreis beträgt 27 Euro.

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