Freitag, 20. Juli 2012

Die Bibel ist kein Geschichtsbuch, ABER...

Ossusar bzw. Knochenkästchen  (Foto: Wikimedia.org)
Unlängst las ich in der Zeitung den Kommentar eines Historikers; der meinte, man solle die Bibel nicht als Geschichtsbuch missverstehen.  In der Tat, das sollte man wohl nicht. 
Genauso wenig darf man aber den Wahrheitsgehalt der Bibel in erster Linie anhand der eingestreuten "Wunder" messen.
Letztendlich enthält das sogenannte "Buch der Bücher" wohl mehr Tatsachen als man meint. Ich möchte das an folgendem, wenig bekannten Beispiel festmachen: 
Im Markusevangelium (Mk 15,20) ist von einem Simon von Kyrene, Vater des Alexander die Rede, der gezwungen worden sein soll, Jesus dabei zu helfen das Kreuz zu tragen. 1941 fand man in Silwan bei Jerusalem ein Knochenkästchen aus der Zeit des Jesus, mit einer in griechischer und aramäischer Sprache verfassten Inschrift, die den Toten als "Alexander, Sohn des Simon von Kyrene" identifiziert. 
Man muss ganz klar sagen, dass Namenskombinationen wie diese, noch dazu in Verbindung mit einem konkreten Herkunftsort (Kyrene), alles andere als häufig vorkommen und die Wahrscheinlichkeit einer bloßen Namensgleichheit, ausgerechnet für den Zeitraum in dem Jesus lebte, hier doch recht gering ist.

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