Montag, 7. April 2014

PDFs: Holzwaffen, Textiles, Kloster von St. Gallen, ein keltischer Töpferofen,... und eine kleine Anmerkung


Keule, Schwert und Speer aus Holz - Hölzerne Waffen oder Hölzer in Waffengestalt? Ein interessanter Aufsatz der sich mit hölzernen Waffen und Waffen-Attrappen beschäftigt. Unter anderem geht es dabei auch um jene seltsam anmutenden Keulen, die auf dem Teppich von Bayeux zu sehen sind. | Philipp Roskoschinski | Academia.edu

Die schriftlichen Quellen zur Baugeschichte von St. Gallen  (ca. 680-1200 n.Chr. ): Fein säuberlich werden in dieser Arbeit jene Schriftquellen aufgelistet, die sich in irgendeiner Weise mit dem Bau des Klosters von St. Gallen beschäftigen; und zwar im (meist lateinischen) Original sowie in der deutschen Übersetzung. | Walter Berschin | FSMA (Danke für den Hinnweis!)

Methoden der Textilarchäologie: Die Naturwissenschaftlichen Methoden der Textilforschung sind Thema dieses Beitrages | Johanna Banck-Burgess u.a. | Academia.edu

Rekonstruktion eines spätkeltischen Töpferofens: Thema dieses Textes ist der experimentalarchäologische Nachbau eines spätkeltischen Töpferofens - inklusive erklärender Illustrationen. | J. Rechreiter, N. Tuzar | Academia.edu

Bäume fällen in der Bronzezeit: Die Ergebnisse eines simpel anmutenden aber sehr interessanten Experiments werden in diesem PDF geschildert. | Johann Reschreiter | Archäologie Österreichs / Academia.edu

Fein verziert im Untergrund - Spanschachteln der älteren Eisenzeit: Spanschachteln scheinen sich beinahe in der gesamten Menschheitsgeschichte einer großen Beliebtheit erfreut zu haben. Selbst ich habe noch in der Schule im Werkunterricht eine gebastelt ;) Über die keltischen Vorgänger meines dilettantischen Versuchs, geht es in diesem Aufsatz. | Johann Reschreiter | Mitteilung der Anthropologischen Gesellschaft in Wien / Academia.edu

Rekonstruktionsversuche zu Bastschnüren und Seilen aus dem Salzbergwerk Hallstatt: Aufgrund der guten Umweltbedingungen haben sich im Salzbergwerk Hallstatt organische Materialien besonders gut erhalten. In diesem PDF geht es konkret um den Versuch, mehr über die Herstellungstechnik gefundener Bastschnüre herauszufinden. | Klaus Löcker, Johann Reschreiter | Experimentelle Archäologie in Europa (Sonderband 1) / Academia.edu

Textilien aus Hallstatt - Gewebte Kultur aus dem bronze- und eisenzeitlichen Salzbergwerk - Kapitel 1 (Das Salzbergwerk Hallstatt), Kapitel 2 (Hallstatt - 160 Jahre Forschung), Kapitel 5 (Funktion der Textilien), Kapitel 6.1 (Expertenberichte: Farben und Färbetechniken) | Karina Grömer,  Hans Reschreiter | Archaeolingua / Academia.edu

Gräber mit Textilfunden im Depotdes Naturhistorischen Museums Wien (Römerzeit bis beginnende Völkerwanderungszeit): Auf etliche Textilfunde wird in diesem PDF übersichtlich und mittels entsprechenden Illustrationen eingegangen | Karina Grömer, Helga Sedlmayer | Naturhistorisches Museum Wien / Academia.edu


Eine Anmerkung: Nur in Ausnahmefällen verweise ich hier auf englischsprachige PDFs. Das hat zwei Gründe: 1. Dies ist ein deutschsprachiger Blog. 2. Wenn deutschsprachige Wissenschaftler, deren Forschung von deutschsprachigen Steuerzahlern finanziert wird, aufgrund eines Internationalisierungswahns nicht willens sind, ihre Schriften - die eine Art Leistungsnachweis darstellen - zumindest zweisprachig zu veröffentlichen, dann empfinde ich das als einen Rückfall in jene unseligen Zeiten, als sich Gelehrte beinahe ausschließlich der lateinischen Sprache bedienten und dementsprechend nur von ihresgleichen, nicht aber vom Durchschnittsbürger verstanden bzw. zur Kenntnis genommen wurden. 
Hinzu kommt, dass die im wissenschaftlichen Umfeld üblich gewordene Verwendung des Englischen weltweit unweigerlich zu einer kulturellen Verarmung führt. In diesem Zusammenhang möchte ich deshalb auf eine Reihe von lesenswerten Kommentaren hinweisen, die vom Goethe-Institut veröffentlicht wurden: Klick mich
Bei allen Vorteilen also, die sich Wissenschaftlern bei einer gemeinsamen sprachlichen Grundlage bieten, sollte man doch nicht aus den Augen verlieren, welche Nebenwirkungen hier um sich greifen. 

Und weil es so schön zum Thema passt, ein kürzlich gemachter Netzfund, der auch für mich persönlich einen gewissen Denkanstoß darstellt.

Einst war Latein, obwohl schon tot, 
gelehrter Rede Hauptgebot. 
Dann mischte man Französisch ein, 
weil es als vornehm galt und fein. 
Heut haut uns Englisch mehr vom Hocker, 
denn diese Sprache ist so locker. 
Doch nie genügt's dem deutschen Gimpel, 
nur deutsch zu sprechen, klar und simpel. 
^^

2 Kommentare

  1. Da kann ich von einem persönlichen Erlebnis aus der jüngeren Vergangenheit berichten: Wir hatten an der Uni eine internationale Projektarbeit, an der Deutsche, Österreicher, Luxemburger und Schweizer teilnahmen.... außerdem noch ein Ire. Von uns hat man dann wegen dem einen Iren ernsthaft verlangt, wir sollten die Teambesprechungen und Referate in Englisch abhalten.
    Dabei wollte der Ire das gar nicht, da er durch die Mitarbeit an diesem Projekt auch seine Deutschkenntnisse zu verbessern gedachte. Wir haben uns dann, mit stiller Duldung des zuständigen Professors, nicht an die Sprachvorgaben gehalten, da sie allgemein als völlig unsinnig betrachtet wurden. Aber daran sieht man, wie völlig gaga die Situation zum Teil schon ist.

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    1. Das kenne ich. Möglicherweise gibt es Vorgaben seitens der Uni oder Fakultät, dass ein bestimmter Prozentsatz der Lehrveranstaltungen usw. fremdsprachig abgehalten werden muss (zumindest offiziell).

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