Mittwoch, 25. Juni 2014

Videos: Karl der Große, Moderne Archäologie, der Campus Galli

Bei iversity.org gibt es die Möglichkeit sich kostenlos für einen 12-wöchigen Online-Video-Kurs anzumelden. Thema ist Karl der Große und seine Zeit.
Die Registrierung mittels E-Mail und Passwort geht schnell von der Hand und man erhält daraufhin immer eine Benachrichtigung, sobald ein neues Video abrufbereit ist. Trailer und nähere Informationen dazu finden sich bei Youtube, die restlichen Videos nur bei iversity.org: Zum Trailer und zur Registrierung
(Danke für den Hinweis)
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Ein Spiegel-TV-Beitrag über das Hochtechnologie-Spielzeug der modernen Archäologie:


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Es gibt wieder ein relativ aktuelles Video vom Campus Galli: Klick mich
Wie sehr sich das aus geschichtsdidaktischer Sicht leider ohnehin nie besonders stark ausgeprägte Niveau dieses Projekts immer mehr in Richtung eines stationären Mittelaltermarktes bewegt, sieht man übrigens sehr gut daran, dass nun offensichtlich sogar Besucher in mittelalterlich angehauchter Fantasy-Kostümierung auf die Baustelle gelassen werden. Im Vorjahr hieß es auf der Homepage des Campus Galli hingegen noch:
Bitte beachten Sie: Das Betreten der Baustelle ist nur in Bekleidung des 21. Jahrhunderts erlaubt! Dies ist notwendig, weil wir unseren Besuchern ein authentisches Bild des 9. Jahrhunderts vermitteln wollen und unsere Gäste deutlich erkennen sollen, wer zum Team von "Campus Galli" gehört. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!
Doch ist der Ruf erst ruiniert...

5 Kommentare

  1. Messingzapfhähne mit Plastikgriff - voll Mittelalter :-)

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    1. Wobei dieser Anachronismus gar nicht das eigentliche Problem darstellt, es gibt klarerweise Hygienevorschriften an die man sich zu halten hat.
      Wirklich schlimm ist es allerdings, dass sich Herr Geurten in einem anderen Video vor diese kitschige Schenke stellt und tönt, das alles hätte im Mittelalter "genau so ausgesehen".
      Würde man beim Campus Galli seriös agieren, dann hätte man die Besuchergastronomie räumlich vom Besichtigungsbereich getrennt, damit erst gar kein verzerrtes Geschichtsbild entstehen kann. Stattdessen steht sie nun quasi mitten auf dem zentralen Platz und verströmt die Atmosphäre eines zweitklassigen Mittelaltermarktes ^^

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    2. Genau das ist das Problem, dass hier übelster Etikettenschwindel betrieben wird. Das ganze Projekt ist schon vom Konzept her falsch angelegt. Klar ist, dass sich sowas nicht mit Luft und Liebe baut und auch, dass mit hehrer Kunst und reiner Wissenschaft noch nie Geld verdient worden ist. Geld verdienen muss aber sein und so hätte man Zugeständnisse klar kommunizieren oder aber alles, was hauptsächlich dem Erwerb dient, deutlich vom musealen Teil abtrennen müssen. Entweder räumlich oder zeitlich - also zB gewandete Besucher, Andenkenverkäufer und "Erlebnisgastronomie" an fixen Terminen zulassen, ansonsten aber wirklich so arbeiten, wie es nach derzeitigem Erkenntnisstand mutmaßlich damals so war.

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  2. Noch ein Artikel zum CG, jetzt interessiert sich schon Radio Vatikan dafür:
    http://www.suedkurier.de/region/linzgau-zollern-alb/messkirch/Radio-Vatikan-Reporter-schaut-sich-auf-der-Klosterstadtbaustelle-um;art372566,7051196

    Mein voriger Kommentar hat es offenbar nicht bis in den Blog geschafft, ich wollte auf folgendes Video hinweisen:
    http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/tuebingen/handwerker-auf-der-walz-im-campus-galli-auch-koenner-muessen-lernen/-/id=1602/did=13599170/nid=1602/11zqe7/index.html

    - Exilwikingerin -

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    1. Die Hofberichterstattung des Südkuriers (kein neutrales Medium, sondern offizieller Medienpartner des Campus Galli) ist wie immer gruselig und erheiternd zugleich.

      "Bert M. Geurten ist froh, einen direkten Kontakt im Vatikan zu haben."

      Weil ein Journalist von "Radio Vatikan" auf der Durchreise für wenige Stunden den Campus Galli besichtigte, um dann irgendwann einmal einen 5-minütigen Beitrag zu fabrizieren, insinuiert man hier, dass Geurten nun indirekt Zugang zu Papst oder Kurie hätte.
      Peinlicher geht es kaum noch.

      (Das Kommentarsystem ist leider nur mäßig verlässlich. Auch von mir selbst wurden schon etwas verschluckt. Ich rate deshalb dazu, längere Kommentare offline zu speichern. Wenn sie dann innerhalb eines halben Tages immer noch nicht online sind, den Text bitte nochmals posten.)

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