Mittwoch, 17. Februar 2016

Krimskrams: Die Verfilmung der SPQR-Romane -- Nachtrag zu den kraterförmigen Strukturen in der Steiermark -- Rätselhafte Megalith-Bauten



SPQR-Verfilmung

Im Gegensatz zu Bernard Cornwell scheint sich der Autor John Maddox Roberts bei der Verfilmung seiner Romanreihe einbringen zu wollen. So stieß ich auf zwei Facebook-Kommentare von ihm, in denen er seine Leser fragt, ob sie nicht Vorschläge hätten, mit welchen Schauspielern die unterschiedlichen Rollen besetzt werden sollen: Klick mich

Dass Maddox Roberts die Verfilmung seiner großartigen SPQR-Krimis nicht völlig am verlängerten Rücken vorbeigeht, will mir sehr löblich erscheinen. Allerdings zweifle ich nach wie vor daran, dass die deutsche Produktionsfirma bei der Umsetzung auch nur halbwegs auf eine korrekte historische Ausstattung achten wird. Freilich, um die haarsträubenden Kostüme der HBO-Serie Rome zu unterbieten, müssten sich die Verantwortlichen schon sehr gehen lassen: Bsp1, Bsp2


Nachtrag zu den kraterförmigen Strukturen in der Steiermark

Nachdem bereits im Kommentarbereich gemutmaßt wurde, ob es sich bei den von mir ausgemachten kraterförmigen Strukturen nicht auch um Bombentrichter aus dem 2. Weltkrieg handeln könnte - was ich aufgrund der Lage verwarf - erreichte mich eine E-Mail mit erhellendem Bildmaterial. Demnach dürfte ein Teil der Krater tatsächlich auf Bombeneinwirkung zurückzuführen sein. In einem Fall war etwa ein abgelegenes Munitionslager Ziel der Angriffe. 

Gleichzeitig erfuhr ich nach intensivem Schriftwechsel, dass zumindest eine meiner (hier noch nicht veröffentlichten) Krateransammlungen einen anderen Ursprung haben müsse, da die Größe und ellyptische Anordnung der einzelnen Strukturen überhaupt nicht mit dem üblichen Bild eines Bombenteppichs übereinstimmt. Auch lege die stark fortgeschrittene Erosion der Kraterwälle ein höheres Alter nahe. 
Interessanterweise ist mir schon vor geraumer Zeit von anderer Seite zugetragen worden, dass unweit dieses Gebiets vor Jahren von zwei Sondengängern ein kirschgroßes Stück Meteoritenerz entdeckt wurde. Zufall?

Obige Hinweise sind sehr wertvoll, da es mir nun eher möglich ist, bei den Nachforschungen mittels LIDAR-Karten Bombentrichter von vornherein auszusieben. Sobald sich neue Erkenntnisse eingestellt haben, werde ich hier darüber berichten.


Rätselhafte Megalith-Bauten in Russland

Was mag wohl von der Meldung zu halten sein, ungewöhnliche Megalith-Bauten in der russischen Schwarzmeer-Region seien bis zu 25000 Jahre alt - oder sogar noch älter? Klick mich

Interessant sind die Steinmetzarbeiten auf dem zweiten und dritten Bild. Sie erwecken den Eindruck, als handle es sich um Scheinarchitektur bzw. die Imitation eines Holz-Türstockes; ähnlich wie etwa bei etruskischen Kammergräbern: Link 1, Link 
Ist so etwas für die Steinzeit tatsächlich denkbar? Oder handelt es sich um deutlich spätere Hinzufügungen?


Danke

Abschließend möchte ich mich noch einmal für die netten Genesungswünsche bedanken, die mich im Kommentarbereich und per E-Mail erreicht haben.

12 Kommentare

  1. Du meinst mit den beiden Sondengängern nicht zufällig die, die für ihren Mini-Meteoriten 50 000 Euro erhalten haben?
    Lg,
    Erwin

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    1. Genau, es waren allerdings 55000 Schiling, also rund 4000 Euro ;)
      Was freilich immer noch ein hübsches Sümmchen ist. Als Geschäftsführer einer gewissen Mittelalterbaustelle musst du dafür immerhin einen ganzen Monat lang "arbeiten" ;)

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  2. Hallo Hilti,

    von wem ist denn das Gemälde, dass neuerdings unter der Blogüberschrift prangt??

    Grisu

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    1. Es ist von Sir Lawrence Alma-Tadema (einem meiner beiden Lieblings-Historienmaler).
      Titel: The Vintage Festival
      http://www.wikiart.org/en/sir-lawrence-alma-tadema/the-vintage-festival-1870

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    2. Danke!
      Schade, dass auf der Seite nicht steht, welche Zeremonie auf dem Bild dargestellt wird. Aber möglicherweise ist es keine mit historischem Hintergrund?

      Grisu

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    3. Der Titel des Bildes deutet auf ein Fest zur Weinlese oder etwas ähnliches hin. Und am rechten Bildrand liegt ein Thyrsos (Stock mit einem Pinienzapfen an der Spitze). Dabei handelt es sich um ein Symbol/Attribut des Gottes Dionysos. Es wird sich bei der dargestellten Feierlichkeit also vermutlich um die Dionysien handeln.

      Alma-Tadema war bei der historischen Recherche zu seinen Bildern überaus pingelig. Natürlich hatte er nicht den Wissensstand wie wir heute, aber seine Darstellungen überbieten in Sachen Authentizität immer noch fast jeden Historienfilm unserer Tage.

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    4. Wer ist dein anderer Lieblingsmaler, falls ich so neugierig sein darf? :-)

      LG,
      Britta

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    5. John William Waterhouse :)
      https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bd/Waterhouse_Hylas_and_the_Nymphs_Manchester_Art_Gallery_1896.15.jpg

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  3. Die großen Steine mit den Öffnungen sind typisch für die Megalithbauweise; das sieht man auch bei den oberrheinischen Megalithbauten. Die Altersangaben sind wie immer phantastisch und viel zu hoch gegriffen.
    Leser

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    1. Prähistorische Lochsteine gibt es übrigens auch in Österreich noch etliche - wobei mir allerdings nur deutlich kleinere Ausführungen bekannt sind. Heinrich Kusch schreibt darüber in seinem Buch "Tore zur Unterwelt".

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  4. Lochsteine werden solche Steinblöcke mit kreisrundem Loch genannt. Hier ist ein Beispiel vom Oberrhein, in Schwörstadt: https://de.wikipedia.org/wiki/Dolmen_vom_Typ_Schw%C3%B6rstadt
    Als Träger der überwiegend küstennahen Megalithkultur kommen die in ägyptischen Quellen so genannten "Seevölker" in Frage. Vielleicht besteht ein Zusammenhang mit den in der Odyssee erwähnten Phäaken, die Spanuth anhand mancher geographischer Anhaltspunkte an der Nordsee lokalieren wollte (Spanuth sah in den Sturmfluten der Nordsee den historischen Hintergrund von Atantis). Damit rücken die Megalithbauten von phantastischen zwei bis fünf Jahrtausenden vor Christus in die frühgeschichtliche Zeit um 1100 v. Chr.
    Leser

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  5. Zur Atlantistheorie Spanuths (im Zusammenhang mit den Seevölkern und Megalithbauten) im Licht neuerer Erkenntnisse: http://www.eichner-dresden.de/atlantis/
    Leser

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