Donnerstag, 28. Mai 2015

Krimskrams: Verlage reagieren gereizt auf negative Amazon-Rezensionen -- In eigener Sache

Verlage reagieren zunehmend gereizt auf negative Amazon-Rezensionen

Seit einiger Zeit beobachte ich auf dem Internetportal von Amazon, dass Autoren und Verlage bei negativen Bewertungen immer häufiger zum direkten Gegenangriff übergehen; siehe folgendes Beispiel (bei dem ich mich auch selbst zu Wort gemeldet habe):  Klick mich
Der Ärger des Verlegers ist nachvollziehbar, denn die brachiale Kritik des Rezensenten, die er hier wiederholt, stimmt so einfach nicht.
Es gibt auch Fälle, da überreagieren Autoren auf Vorwürfe und befetzen sich mit ihren Kritikern auf Kindergartenniveau: Klick mich

Letztendlich zeigen solche Beispiele, dass Amazon-Rezensenten über eine gewisse "Macht" verfügen, die der Buchwirtschaft nur allzu bewusst ist. Leser, die ihre Bewertung bereits kurz nach Verkaufsstart abgeben, können die Absatzzahlen spürbar beeinflussen. Vor allem dann, wenn die rezensierten Bücher von vergleichsweise unbekannten Autoren geschrieben wurden, die noch keine treue Stammleserschaft besitzen.
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Das Angeber-Latein der Woche

Iniquissimam pacem iustissimo bello antefero.
Ich ziehe den ungerechtesten Frieden dem gerechtesten Krieg vor.
Cicero, Ad familiares 6,6,5
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Achtung, in eigener Sache

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1 Kommentar

  1. Bei einigen Rezensionen kann ich verstehen, dass man als Autor die Kritik nicht unwiedersprochen im Raum stehen lassen möchte. Auf der anderen Seite gibt es nicht wenige Bücher, die dermaßen schlecht gestrickt sind, dass sie sich einen Verriss redlich verdienen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass das Lektorat nur daraus bestanden hat, die von Word markierten Rechtschreibfehler zu korrigieren.

    Liebe Grüße,
    Britta

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