Donnerstag, 6. Juli 2017

Krimskrams: Danke Kunsthaus Graz -- Ausgefallene Hobbys hellenistischer Herrscher-- usw.

Die ausgefallenen Hobbys hellenistischer Herrscher

Plutarch gibt in seiner Biographie des Diadochen Demetrios Poliorketes - der als Konstrukteur/Auftraggeber gewaltiger Kriegsmaschinen wie der Helepolis (Stadtnehmerin) in die Geschichte einging - einen interessanten Einblick in die Freizeitgestaltung hellenistischer Herrscher. Offensichtlich gaben sich nicht alle primär der Jagd und Gelagen hin, wie man vorschnell annehmen könnte:

Denn wohlbegabt und erfinderisch, wie Demetrios war, verwendete er seinen Sinn für das Technische - nicht auf Spielereien und nutzlosen Zeitvertreib wie andere Könige, die Flöte spielten malten oder sich mit getriebenen Arbeiten beschäftigten. Der Makedone Aeropas machte nämlich meistens, wenn er nichts zu tun hatte, kleine Tische und Leuchter; Attalos Philometor zog in seinem Garten Arzneipflanzen, nicht nur Bilsenkraut und Nieswurz, sondern auch Schierling, Fingerhut und Doryknion; er säte und pflanzte sie selbst im königlichen Palast und hatte es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Früchte und Säfte zu kennen und zur rechten Zeit zu gewinnen. 
Plutarch, Demetrios 20

Übrigens, Demetrios Poliorketes soll auch einen bemerkenswerten Brustpanzer besessen haben. Dazu nächste Woche mehr.

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Danke Kunsthaus Graz!

Ach wie schön, das Kunsthaus Graz (💩) hat es nach Jahren relativer Ruhe wieder einmal (unfreiwillig) geschafft, meine Geburtsstadt einem großen, internationalen Publikum bekannt zu machen. Und zwar dank eines aktuellen Videos mit dem schönen Titel: Why Modern Architecture Sucks: Zum Video
(danke auch für den Hinweis)

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Den Löffel abgegeben

Der Monitor meines Desktop-PCs hat urplötzlich den Geist aufgegeben. Er ließ sich einfach nicht mehr einschalten. Wahrscheinlich hat das interne Netzteil versagt, denn es knistert nicht einmal mehr, wenn ich das Stromkabel in die Buchse am Monitor stecke. 
Naja, mit über 6 Jahren hat das Gerät eh schon einige Jahre auf dem Buckel gehabt und insgesamt zwei PCs überlebt. Der neue Bildschirm, der noch am selben Tag bestellt wurde (nachdem ich mich stundenlang durch Monitor-Reviews gelesen habe), wird in den kommenden Tagen geliefert. Bis dahin arbeite und blogge ich mit meinem Surface-Tablett von Winzigweich, dessen Kauf sich jetzt zum ersten Mal richtig bezahlt macht ...

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4 Kommentare:

  1. Am Beispiel Kunsthaus Graz ist sehr schön zu sehen, was der Denkmalschutz bei uns wert ist, wenn man so eine Monstrosität mitten in die historische Altstadt bauen darf. Aber beim Kastner hat man sich aufgeregt, nur weil das Dach nach dem Umbau nicht dieselbe Farbe batte. Wer wählt eigentlich solche Politiker immer wieder?
    LG,
    Erwin

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    1. Der Denkmalschutz hier ist tatsächlich zum Krenreiben.

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    2. Die Architektur selbst finde ich gar nicht einmal so schlimm, verglichen mit den anderen Beispielen in diesem Video, aber, ach du meine Güte, wie konnte man das Museumsgebäude nur dermaßen zwischen historische Bauwerke pferchen???
      Martina

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    3. Das Standardargument: Alt und Neu kontrastieren so schön. Damit lässt sich selbst der größte Müll rechtfertigen.

      Das Kunstmuseum Graz ist wie ein GroMi, der mit Wikingerhörnerherlm und Baumwoll-Tunika auf einer Living-History-Veranstaltung herumspaziert :)

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