Donnerstag, 29. Dezember 2016

Krimskrams: Die Wissenschaft braucht keinen Erich von Däniken -- Meinungströte Harald Lesch -- Schmieden in China

Die Wissenschaft braucht keinen Erich von Däniken ...

... denn man saugt sich die fantastischen Geschichten längst aus den eigenen Fingern: Klick mich

Bemerkenswert ist hier auch, dass die verantwortlichen Forscher sage und schreibe 11 Jahre benötigt haben, um ihre "Erkenntnisse" der Öffentlichkeit mitzuteilen.

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Harald Lesch

Was ist eigentlich mit Harald Lesch los? Früher habe ich mir seine Sendungen zu astronomischen Themen immer gerne angesehen, da er die Sachen zumeist sehr kompetent und vor allem glaubwürdig vermittelte. Seit einiger Zeit scheint er aber unter einem Übermaß an Selbstüberschätzung zu leiden, denn der Physiker Lesch ist unter die Meinungströten gegangen und geriert sich immer häufiger als Experte für fast alles. Kaum ein Thema, zu dem er nicht seinen faden und oft unqualifizierten Senf dazu gibt. Beispielsweise versuchte er Dänikens (durchaus kritisch zu betrachtende) Prä-Astronautik-These ins Lächerliche zu ziehen, ohne sich je mit dieser ernsthaft auseinandergesetzt zu haben. Er dichtete Däniken mehrere oberschräge Postulate an, die in Wirklichkeit gar nicht von ihm propagiert werden, sondern typische Fake-News überforderter/dummer Journalisten sind. Wie kann aber ein Wissenschaftler, der sich selbst seriös dünkt, seine Kritik mittels solcher Quellen formulieren? Leistet er mit dieser Schlamperei der Wissenschaft nicht einen Bärendienst?

Für wen hält Lesch sich eigentlich? Einen Universalgelehrten à la Leonardo da Vinci? Einige seiner Professoren-Kollegen nervt diese Attitüde des scheinbar allwissenden Volkspädagogen bereits seit Jahren, wie aus wenig wohlmeinenden Statements geschlossen werden kann ...

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Schmieden in China

Kürzlich habe ich hier ein interessantes Video verlinkt, in dem mittelalterliche Schmiedetechniken erläutert wurden. Folgendes Video stellt quasi eine Steigerung dazu dar... eine immense Steigerung!



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10 Kommentare

  1. Wenn es am schönsten ist, soll man bekanntermaßen aufhören. Den Zeitpunkt hat Harald Lesch leider schon lange verpasst.
    LG,
    Erwin

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  2. Die generelle Kritik an Prof. Lesch teile ich durchaus. So sehr ich seine astrophysikalischen Sendungen schätzte, umso unerträglicher wird seine Mediengeilheit in der letzten Zeit. Selbsternannter Universalgelehrter bringt es so ziemlich auf den Punkt. Schwach finde ich es allerdings dazu einen zehn Jahre alten Artikel zu verlinken.
    Gruss aus Wien

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    1. Der Artikel fasst mehrere Kritikpunkte, an denen sich bis heute ja nichts Wesentliches geändert hat, meiner Ansicht nach schön zusammen. Deshalb habe ich ihn ausgewählt. Es gibt freilich auch neuere, die aber meistens politisch konnotiert sind. So etwas will ich hier nicht unbedingt auswalzen.

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  3. Wenn eine Seite schon "Grenzwissenschaft aktuell" heißt...

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    1. Nicht von der Seitenbezeichnung täuschen lassen. Die Artikel sind in der Regel keinesfalls unkritisch und durch die Bank besser recherchiert und mit Quellen belegt als das beispielsweise bei den Massenmedien gemeinhin der Fall ist. Deshalb begrüße ich die Berichterstattung über den konkreten Fall auch, weil hier schön veranschaulicht wird, wie fantasievoll einige Wissenschaftler argumentieren.

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  4. Ich persönlich fand ja den Lesch auch zu seiner Glanzzeit Anfang der 2000er schon etwas oberlehrerhaft und borniert. Wenn man sich die alten Folgen von Alpha Centauri ansieht, in denen er darüber doziert, wie unwahrscheinlich es ist, dass es erdähnliche Planeten in habitablen Zonen gibt, und das dann mit den Ergebnissen der Exoplanetenforschung der letzten 10 Jahre vergleicht...... Und es ist auch wirklich nicht so, dass diese Entwicklung damals noch nicht absehbar war. Lesch, der notorische Verneiner, hat einfach nicht über seinen Tellerrand blicken wollen.

    Gero

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    1. Allerdings, denn die Exoplanetenforschung bestand auch damals schon aus mehr als bloß der Drake-Formel.

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    2. Wenn ich drüber nachdenke, dann ist es eigentlich kein Wunder, dass der Astrophysiker Lesch von Exoplanenten kaum Ahnung hat. Sein Fachbereich und seine berufliche Tätigkeit qualifizieren ihn einfach nicht dafür. Ich bin als Softwareingeneur ja auch nicht automatisch ein Experte für Mikroprozessorelektronik, selbst wenn Laien glauben, das müsste so sein, nur weil ich ja irgendwas mit Computern arbeite ;-)

      Gero

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  5. Seit Herr Lesch unter die Klimaaktivisten gegangen ist (ich schreibe hier ganz bewusst Aktivisten, und nicht Wissenschaftler) hat er viele seiner alten Seher vergrault. Und zwar weniger weil er das Model vom anthropogenen Klimawandel favorisiert, sondern weil er dafür mit Argumenten eintritt, die selbst echte Klimawissenschaftler des IPCC mittlerweile für überholt ansehen, wie z.B. das überhöht eingeschätzte Ausmaß der Klimasensitivität von CO2. Nichtfachmann Lesch juckt das alles nicht. Grau gibt es für ihn nicht, nur Schwarz oder Weiß, Weltuntergang oder das perfekte Klima.

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