Mittwoch, 5. September 2018

📖 Buch: Codices Illustres - Die schönsten illuminierten Handschriften der Welt

Zum Schmökern und Recherchieren 

In "Codices illustres" (Taschen Verlag) werden auf rund 500 reich bebilderten Seiten 167 illuminierte Handschriften aus der Zeit zwischen 400 und 1600 in chronologischer Reihenfolge vorgestellt. Darunter befinden sich auch einige auĂźereuropäische Exemplare, wie etwa der von den Maya geschaffene Codex Borgia. 
Zu jeder Handschrift findet sich mindestens ein groĂźformatiges Beispielbild (meist aber mehrere); desweiteren wird angegeben, wann und wo sie entstand, in welcher Sprache sie verfasst wurde, was ihr Thema ist, welche Abmessungen sie aufweist, was die kĂĽnstlerischen Besonderheiten sind usw. usf.

"Codices Illustres" eignet sich nicht nur zum darin Schmökern, sondern auch als Erstanlaufstelle fĂĽr die Recherche (ich bin z.B. besonders an Details hinsichtlich mittelalterlicher Kleidung interessiert). Sehr nĂĽtzlich ist hierbei, dass sämtliche der oft recht unterschiedlichen Bezeichnungen von ein und derselben Handschrift angegeben werden. Das erleichtert z.B. die weitere Bildersuche im Internet sehr, da man ja oft schon an dem Umstand scheitert, nicht die passenden Suchbegriffe zu kennen.

Das Layout des in raues Leinen gebundenen Buchs ist sehr schön und übersichtlich gestaltet worden. Ein wenig zu kritisieren habe ich daran allerdings, dass gelegentlich der Platz nicht sehr geschickt ausgenutzt wurde - siehe etwa die letzte der vier nachfolgenden Abbildungen. Außerdem hätte die Schrift ruhig ein bisschen größer sein können.
Neben dem Hauptteil und einer relativ ausfĂĽhrlichen Einleitung, in der u.a. die Geschichte und die Kunst der Buchmalerei behandelt wird, enthält "Codices illustres" auch einen Anhang mit KĂĽnstlerbiographien, ein Glossar sowie ein Register mit Eigennamen und Handschriften-Bezeichnungen. Letzeres erleichtert das gezielte Suchen sehr. Der Kaufpreis beträgt 30 Euro.

Kreuzritterbibel / Bibel des Kardinals Maciejowski (um 1250) | (C) Taschen Verlag

René d'Anjou: Le Livre des tournois / Das Turnierbuch (um 1460) | (C) Taschen Verlag

Vivian-Bibel (842/846) | (C) Taschen Verlag

Les Très Riches Heures du Duc de Berry (1410-1416 und 1485-1489) | (C) Taschen Verlag

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WeiterfĂĽhrende Informationen:


3 Kommentare:

  1. Ich versteh es nicht. Wieso zum Henker werden Bildbände praktisch nie mit Lücke gedruckt? Jedes mal verschwindet die Mitte des Bildes zwischen den Seiten und man erkennt nichts mehr.

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    1. Außerdem tut es dem Einband nicht gut, wenn man die Seiten in der Mitte ständig auseinanderdrücken muss, um halbwegs alles sehen zu können.

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