Freitag, 23. November 2018

­čąú Eine kritische Betrachtung arch├Ąologisch-historisch orientierter Kochb├╝cher - Ein Gastbeitrag von Achim Werner



Das Thema „(Pr├Ą)historische Ern├Ąhrung“ erfreut sich seit l├Ąngerer Zeit zunehmender Beliebtheit und steht somit im Fokus ├Âffentlichen Interesses. Neben der Darstellung ern├Ąhrungsgeschichtlicher Aspekte in Dauer- und Sonderausstellungen bieten viele Museen ihren Besucherinnen und Besuchern im Rahmen von museumsp├Ądagogischen Programmen oder bei Veranstaltungen wie z.B. Museumsfesten „kulinarische Reisen in die Vergangenheit“ an.
Die (wissenschaftliche) Qualit├Ąt dieser Angebote differiert sehr stark und l├Ąsst leider h├Ąufig hinsichtlich der Authentizit├Ąt und damit verbundener Seri├Âsit├Ąt zu w├╝nschen ├╝brig. Bei allem Wohlwollen gegen├╝ber dem Engagement arch├Ąologisch oder geschichtlich interessierter Laien und ebensolchen Hobbyk├Âchen halte ich es f├╝r mehr als bedenklich, wenn Lebensmittel/Zutaten benutzt werden, die in der darzustellenden Epoche nicht zur Verf├╝gung standen. Pers├Ânlich habe ich so z.B. gesehen, dass im Zusammenhang mit r├Âmischen oder mittelalterlichen Kochvorf├╝hrungen Zutaten wie Mais, Tomaten oder Paprika verwendet wurden. Das abstruseste „Highlight“ bisher erlebte ich allerdings im Jahr 2014 bei einer Veranstaltung zum Thema „Leben in der Altsteinzeit“: dort wurden als angeblich authentische Speise Folienkartoffeln angeboten. Fehlten eigentlich nur noch Bananen und Ananas!

Die fast schon inflation├Ąr anmutenden Zahlen von TV-Sendungen mit „Stark├Âchen“, Ern├Ąhrungstrends wie „Paleo-Di├Ąt“ (suggeriert Ern├Ąhrung wie in der Altsteinzeit, also im Pal├Ąolithikum)  und der st├Ąndig wachsende Markt f├╝r Kochb├╝cher unterschiedlichster Couleur zeugen von einem nachhaltigen Interesse breiter Bev├Âlkerungsschichten an Kochen und Backen. Zum Angebot geh├Âren mittlerweile auch sog. Themenkochb├╝cher, die sich nicht nur mit menschlicher Ern├Ąhrung besch├Ąftigen, sondern auch Kochrezepte zum F├╝ttern von Haustieren wie Hund, Katze, Pferd oder V├Âgel anbieten. „Jedem Tierchen sein Plaisirchen“ – ein Spiegel unserer heutigen Konsumgesellschaft? Auf jeden Fall ein florierendes und eintr├Ągliches Gesch├Ąft!

Rekonstruktion eines einfachen r├Âmischen Herds im
Arch├Ąologischen Park Carnuntum (Nieder├Âsterreich)
Keine Rechte vorbehalten, doch um die Nennung
der Quelle wird gebeten: HILTIBOLD.Blogspot.com
Mit vielen Titeln auf dem B├╝chermarkt vertreten sind seit etlichen Jahren auch arch├Ąologisch-historisch orientierte Kochb├╝cher. Leider sind die K├Ąufer/innen mancher B├╝cher oft entt├Ąuscht, weil die Rezepte nur schwer nachkochbar oder hinsichtlich der Zutaten und Zubereitungsmethoden nicht realisierbar bzw. nicht authentisch sind. 
Als Wissenschaftler (Arch├Ąologe) und Autor mehrerer einschl├Ągiger Kochb├╝cher m├Âchte ich den Leserinnen und Lesern dieses Artikels einige Hinweise geben, mit deren Hilfe es m├Âglich ist, aus dem breiten Angebot arch├Ąologisch-historisch orientierter Kochb├╝cher diejenigen auszuw├Ąhlen, die wissenschaftlich fundiert, gleichzeitig allgemeinverst├Ąndlich formuliert sind und Rezepte beinhalten, die sowohl mit authentisch nachempfundenen  Kocheinrichtungen („Lagerk├╝che“, Rekonstruktionen in Freilichtmuseen) als auch mit heutigen K├╝chenger├Ąten umsetzbar sind.

Ein wichtiges Auswahlkriterium sind sicherlich Buchrezensionen, wobei Rezensionen/Bewertungen im Internet mit Vorsicht zu betrachten sind. Wesentlich zuverl├Ąssiger, meist auch objektiver sind Rezensionen in Fachzeitschriften wie z.B. „Arch├Ąologie in Deutschland“, „Karfunkel“, „Arch├Ąologische Informationen“ oder anderen wissenschaftlich fundierten Magazinen/Zeitschriften.

Der ├Ąu├čerliche, optische Eindruck eines Buchcovers t├Ąuscht h├Ąufig ├╝ber den eigentlichen Inhalt, genauso wie Titel, Untertitel und sog. Klappentexte bzw. Infos auf der R├╝ckseite. Deshalb empfehle ich als erstes einen Blick in das Inhaltsverzeichnis, um Aufbau und Struktur des Buches zu pr├╝fen. Ein gut strukturiertes Themenkochbuch sollte neben dem Rezeptteil eine wissenschaftlich fundierte Einf├╝hrung in die jeweilige Epoche, Hinweise zur Beschaffung und Zubereitung der Lebensmittel, eine Beschreibung der erforderlichen K├╝cheneinrichtungen und Ger├Ątschaften, eine Literaturliste sowie Autoreninfos beinhalten. Der Rezeptteil sollte durchg├Ąngig farbig bebildert, die Rezeptfotos mit authentischen Accessoires gestaltet sein und das tats├Ąchliche, ungesch├Ânte  Kochergebnis wiedergeben. Fehlende Rezeptfotos sind h├Ąufig ein Indiz daf├╝r, dass die Rezepte reine „Hirngespinste“ sind, also von den Autoren/Autorinnen nie realisiert wurden. Ebenso bedenklich ist ├╝bertriebenes „Foodstyling“, da das beim Nachkochen erreichte Resultat in der Regel erheblich vom Rezeptfoto abweicht und somit die Leserschaft entt├Ąuscht.
Die optische Gestaltung, also Grafik/Layout eines Buches ist sicherlich „Geschmackssache“, spiegelt nicht in jedem Fall die Vorstellungen der Autorin oder des Autors, sondern ist, wie auch die Ausstattung (Cover, Fotogr├Â├če, Papier) meist abh├Ąngig vom Wohlwollen oder Budget des Verlages. Manche  B├╝cher erscheinen auf den ersten Blick unattraktiv, k├Ânnen aber inhaltlich durchaus eine sehr hohe Qualit├Ąt aufweisen. Hier lohnt sich ein zweiter Blick!
Diesen zweiten Blick w├╝rde ich pers├Ânlich allerdings nicht empfehlen, wenn mir beim ersten Blick auf ein Buch bereits die Augen schmerzen aufgrund eines durchg├Ąngig chaotischen Schriftbildes, verursacht durch „Kalligrafie-Orgien“, die den Eindruck urt├╝mlicher Schriftformen vermitteln sollen. Ich bin ein gro├čer Fan von sinnvoll eingesetzter, k├╝nstlerisch wertvoller Kalligrafie, aber derartige, primitive Effekthascherei lehne ich kategorisch ab, weil sie in der Regel nur eingesetzt wird, um von inhaltlichen Defiziten abzulenken. Zum Gl├╝ck handelt es sich bei diesen Machwerken um wenige Einzelf├Ąlle, ich m├Âchte trotzdem ausdr├╝cklich vor solchen Blendwerken warnen.
Potentielle K├Ąufer/innen sollten sich vorab unbedingt dar├╝ber informieren, ob die Rezepte mit ihren M├Âglichkeiten und F├Ąhigkeiten umsetzbar sind. Ausschlaggebend hierf├╝r ist zun├Ąchst die eigene „K├╝chenausstattung“: in vielen B├╝chern sind die Rezepte f├╝r das Kochen im Freien, also ├╝ber offenem Feuer konzipiert, sind somit oft nur bedingt mit modernen K├╝chenherden nach zu kochen bzw. m├╝ssen entsprechend umgestaltet werden, was nat├╝rlich etwas Kreativit├Ąt und Experimentierfreude erfordert. Im Idealfall eignen sich die Rezepte f├╝r beide Varianten und m├╝ssen nur geringf├╝gig den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Komplett abzulehnen sind allerdings Rezeptvorschl├Ąge, die sich ausschlie├člich unter Verwendung moderner Hilfsmittel realisieren lassen; da h├Ârt der Spa├č auf! Das gilt auch f├╝r Zutaten wie Bestandteile von Pflanzen und Tieren, die heutzutage unter Natur- bzw. Artenschutz stehen. In solchen F├Ąllen, ebenso bei schwierig zu beschaffenden Lebensmitteln, m├╝ssen geeignete Alternativen aufgef├╝hrt sein. Bei Verwendung von Wildpflanzen oder Pilzen ist es unerl├Ąsslich, diese genau zu definieren, um eine Verwechselung mit giftigen Doppelg├Ąngern zu vermeiden. Erg├Ąnzend dazu geh├Âren auch naturschonende Sammeltipps und Warnhinweise bez├╝glich Krankheitserregern (Fuchsbandwurm etc.) und sch├Ądlichen Umwelteinfl├╝ssen.      

Blick in eine rekonstruierte r├Âmische Taberna  im
Arch├Ąologischen Park Carnuntum (Nieder├Âsterreich)
Keine Rechte vorbehalten, doch um die Nennung
der Quelle wird gebeten: HILTIBOLD.Blogspot.com
Ein gut nachvollziehbares Rezept beginnt mit der Zutatenliste. Darin muss aufgef├╝hrt sein, f├╝r wieviel Personen/Portionen das Rezept vorgesehen ist; diese Angabe ist nicht erforderlich, wenn innerhalb eines Buches alle Rezepte f├╝r die gleiche Anzahl ausgelegt sind und zu Beginn des Rezeptteils ausdr├╝cklich und klar ersichtlich darauf hingewiesen wird. Die Zutaten m├╝ssen genau definiert sein: Menge bzw. Gewicht oder Volumen; Art/Sorte (evtl. Alternativen); sinnvollerweise h├Ąufig auch der Aufbereitungszustand (z.B. vorgegart, gesch├Ąlt, gew├╝rfelt usw.). Mengenangaben wie „eine Handvoll“ oder „ein gutes St├╝ck“ erwecken zwar einen Anschein von Authentizit├Ąt, sind nach meinen Erfahrungen aber selten zielf├╝hrend. Insbesondere bei Rezepten zur Backwarenherstellung sind korrekte Mengen- und Zeitangaben die Voraussetzung f├╝r ein gutes Gelingen. Bei Kochb├╝chern zum Thema „Lagerk├╝che“ halte ich sog. relative Mengenangaben allerdings durchaus f├╝r legitim, zumal unter solchen Bedingungen fast immer improvisiert werden muss. 
Die Zubereitungsanleitung muss unbedingt chronologisch gegliedert sein, unter Ber├╝cksichtigung eines realistischen Zeitmanagements, z.B. hinsichtlich zeitaufw├Ąndiger „Schnibbelarbeiten“, Garzeiten, Vorheizen des Backofens u.├Ą..  Generell gilt: je ├╝bersichtlicher die Zubereitung in einzelnen Schritten dargestellt ist, desto einfacher und damit erfolgreich l├Ąsst sich ein Rezept umsetzen. Somit stellt aus meiner Sicht auch die anschauliche Erkl├Ąrung der Speisenzubereitung ein wichtiges Auswahlkriterium dar.

Aus eigener, leidvoller Erfahrung wei├č ich, wie frustrierend es ist, wenn beim Ausprobieren oder Nachkochen Probleme auftreten. F├╝r unsere Kochb├╝cher haben wir jedes Rezept mindestens dreimal getestet, um exakte Zutatenmengen, Garzeiten und optimale Zubereitungsmethoden zu ermitteln. Trotzdem hatte ich bei einigen selbst entwickelten, komplizierteren Gerichten (z.B. Pasteten) ab und zu Pannen, ein Albtraum, wenn G├Ąste geladen waren. Die Fehlersuche ergab immer  menschliches oder technisches Versagen, die Rezepte waren einwandfrei. Also mein Rat an dieser Stelle: Fehler suchen, neuer Versuch! 

Prinzipiell w├╝nschenswert bei Themenkochb├╝chern sind Kapitel oder Anh├Ąnge, die sinnvolle Hintergrundinfos liefern, z.B. Tipps und Tricks zu den Rezepten, Beschreibung der Zutaten, Glossare zu Fachbegriffen, Bezugsquellen, Zeittafeln usw.. Leider werden Autoren h├Ąufig von Verlagen gezwungen, zugunsten des „Goldenen Schnitts“, also Vermeidung von Verschnitt bei den Druckb├Âgen Teile ihrer Werke zu k├╝rzen. Solche Reduzierungen, z.B. bei Literaturlisten oder Anh├Ąngen mindern die Qualit├Ąt eines Buches erheblich. Abgesehen davon, dass diesbez├╝gliche Beschwerden fast immer an die Adresse der, an diesem Umstand unschuldigen Autorinnen und Autoren gehen, sollten die Verlage mal dar├╝ber nachdenken, welche Wertsteigerung ein Buch durch derartige Anh├Ąnge erh├Ąlt.     

Einigen Leserinnen und Lesern dieses Artikels mag meine Kritik zu einseitig und hart erscheinen, ich hoffe aber, mit meinen Hinweisen denjenigen zu helfen, die sich f├╝r derartige Kochb├╝cher interessieren und ihnen eine Kaufentscheidung zu erleichtern. Gleichzeitig w├╝rde ich mich sehr freuen, wenn Autorinnen und Autoren zuk├╝nftiger arch├Ąologisch-historisch orientierter Kochb├╝cher die von mir aufgef├╝hrten Standards ber├╝cksichtigen oder verbessern. F├╝r diesbez├╝gliche Beratung/Zusammenarbeit stehe ich gerne zur Verf├╝gung. Letztlich verfolgen wir doch ein gemeinsames Ziel: das Interesse an unserer Vergangenheit zu wecken, zu f├Ârdern und zu erhalten! 


Hinweise zur Bibliografie:

Der internationale B├╝chermarkt bietet unz├Ąhlige arch├Ąologisch-historisch orientierte Kochb├╝cher an, m.E. ist es kaum m├Âglich, eine umfassende, aktuelle Bestandsaufnahme zu realisieren. Deshalb habe ich in die nachfolgende Bibliografie nur eine Auswahl deutschsprachiger Titel aufgenommen. Nicht aufgef├╝hrt, aber unbedingt erw├Ąhnenswert sind Rezeptsammlungen, die schwerpunktm├Ą├čig in Zeitschriften oder Magazinen ver├Âffentlicht wurden, beispielsweise die Karfunkel-Sonderb├Ąnde „Allerley Tafeley“. 
Um den vorgegebenen Rahmen einzuhalten beschr├Ąnken sich meine Literaturangaben auf die Nennung von Autor(en), Haupttitel, Erscheinungsort und Erscheinungsdatum. Ich konnte hier nur die Titel auff├╝hren, die mir bis zur Manuskripterstellung bekannt waren und mir bis dato zur Verf├╝gung standen. 


Kochb├╝cher von Achim Werner (zusammen mit Jens Dummer):
  • Keltische Kochbarkeiten: Mit 60 Rezepten vom "F├╝nf-Steine-Koch" | Theiss Verlag | Stuttgart 2007 | Infos bei Amazon
  • Kochen durch die Epochen: Von der Steinzeit bis ins Mittelalter | Theiss Verlag | Stuttgart 2010 | Infos bei Amazon
  • Steinzeit-Mahlzeit: Von den ersten Bauern bis ├ľtzi. Mit 55 neuen Rezepten vom 5-Steine-Koch | Theiss Verlag|  Stuttgart 2013 | Infos bei Amazon
  • Kochsch├Ątze aus dem Kessel: Speisen mit Wikingern, Franken und Slawen. Mit 56 neuen Rezepten vom 5-Steine-Koch | Theiss Verlag/WBG | Darmstadt 2015 | Infos bei Amazon
  • Ahhh…Giersch! | Karfunkel Verlag | Wald-Michelbach 2016 | Infos bei Amazon
  • Kochen und Backen mit ├ľtzi: 35 leckere Rezepte vom 5-Steine-Koch | Regionalia Verlag |  Rheinbach 2016 | Infos bei Amazon
  • Backen von der Steinzeit bis ins Mittelalter: Brot, Geb├Ąck und Kuchen aus 8000 Jahren | Ulmer Verlag | Stuttgart 2018 | Infos bei Amazon


Kochb├╝cher anderer Autoren
  • AULER, J.; DAVERTZHOFEN, D.: Kochen durch alle Epochen. Dormagen 2006.
  • BARCZYK, M.: Essen und Trinken im Barock. T├╝bingen 1981.
  • BAUER, I.; KARG, S.; STEINHAUSER, R.: Kulinarische Reise in die Vergangenheit. Zug 1995. 
  • BERNER, D.: Mit dem Kochl├Âffel durch die s├Ąchsische Geschichte: 25 ber├╝hmte Sachsen bitten zu Tisch. Berlin 2017.
  • BLACK, M.: K├╝chengeheimnisse des Mittelalters. W├╝rzburg 1998.
  • BLUME, J.: Das Buch von guter Speise. Berlin 2009.
  • CECH, B.: Lukullische Gen├╝sse. Die K├╝che der alten R├Âmer. Darmstadt 2013.
  • COMES, E.: R├Âmer Kochbuch. Wintrich 2008.
  • DALBY, A.; GRAINGER, S.: K├╝chengeheimnisse der Antike. Zweibr├╝cken 1998. 
  • ECKERT, C.: Gladiatoren-Kochbuch. Melsungen 2014.
  • EHLERT, T.: Das Kochbuch des Mittelalters. Z├╝rich u. M├╝nchen 1990.
  • FISCHER, D.; BESAU, G.: Kochen wie im Mittelalter. Darmstadt 2015.
  • GERLACH, G.: Zu Tisch bei den alten R├Âmern. Darmstadt 2017.
  • GODETIDE, S.; K├ťLLMER, C.: Wikinger Kochbuch. Neum├╝nster 2012.
  • GOLLMER, R.: Das Apicius-Kochbuch aus der r├Âmischen Kaiserzeit. Rheinbach 2013.
  • GR├äUPLER, A.; M├ťLLER, S.: Alamannen Kochbuch. Wintrich 2010. 
  • GR├ťNEWALD, M.: Nibelungenkochbuch. Lindenberg (Allg├Ąu) 2006.
  • JUNKELMANN, M.: Aus dem F├╝llhorn Roms: 34 Originalrezepte aus der r├Âmischen K├╝che. Mainz 2000.
  • JUNKELMANN, M.: Panis Militaris. Mainz 2006.
  • JUNKER, T.: Lagerk├╝che: mittelalterlich kochen auf dem offenen Feuer. Melsungen 2009.
  • KALCHER-D├äHN, A.; KALCHER, H. K.: Arme-Leute-Essen-heute Delikatessen. Melsungen 2006.
  • KARG, S.; STEINHAUSER-ZIMMERMANN, R.; BAUER, I.: Kulinarische Zeitreise – ein Kochbuch mit Rezepten von der Steinzeit bis ins Mittelalter. Zug 2011.
  • KAUFMANN, R.: Pr├Ąhistorische K├╝che. Wien 2002.
  • KIRSCHLAGER, M.: Ich will ein guter Koch sein. Arnstadt 2004.
  • KLENEMTILL├ä, H.: Das Mittelalter-Kochbuch. K├Âln 2017.
  • KORNMAYER, E.: Keltisches Kochbuch. Dreieich 2008.
  • KORNMAYER, E.: Das gro├če Kochbuch der Kelten. Dreieich 2011.
  • KUHN, M.: Der Geschmack des Weltreichs. Aachen 2017.
  • LAURIOUX, B.: Tafelfreuden im Mittelalter. Stuttgart u. Z├╝rich 1992.
  • LUTZ, P.: Herrenspeis und Bauernspeis. M. Naumann Verlag 2003.
  • LUTZ, P.: Mein new Kochbuch. M. Naumann Verlag 2005.
  • LUTZ, P.: Orientalisch-mittelalterliche K├╝che. M. Naumann Verlag 2009.
  • MAIER, R. (Hrsg.): Das r├Âmische Kochbuch des Apicius. De re coquinaria. ├ťber die Kochkunst. Stuttgart 1991.
  • MEISTER, B.: Das Auswanderer Kochbuch. Wintrich 2010.
  • MEURERS-BALKE, J.; KASZAB-OLSCHEWSKI, T.: Grenzenlose Gaumenfreuden. R├Âmische K├╝che in einer germanischen Provinz. Mainz 2010.
  • MOROLDSDOTTER, R.: Kochen wie die Wikinger. Emmendingen 2008.
  • OTUS VERLAG (Hrsg.): Herdfeuer & Legenden. Odins Tafel. St. Gallen 2013.
  • OTUS VERLAG (Hrsg.): Herdfeuer & Legenden. Mittelalterk├╝che. St. Gallen 2014.
  • OTUS VERLAG (Hrsg.): Herdfeuer & Legenden. Gallische Gelage. St. Gallen 2014.
  • OTZEN, B.; OTZEN, H.: Ritterspeisen. Rheinbach 2017.
  • PESCHKE, H.P. von: Kochen wie die alten R├Âmer. D├╝sseldorf 1998.
  • PESCHKE, H.P. von: Das Kochbuch der Renaissance. 2001.
  • REDON, O.; SABBAN, F.; SERVENTI, S.: Die Kochkunst des Mittelalters. Frankfurt 1993. 
  • SCHAREIKA, H.: Weizenbrei und Pfauenzunge – Die alten R├Âmer bitten zu Tisch. Stuttgart 2007.
  • SCHMIDT, M. et al.: 100.000 Jahre E├čkultur. Hanau/Oerlinghausen 1996.
  • SCHWARTZ, H.: Ritter- Kochbuch. Wintrich 2008.
  • STRANK, K.J.; MEURERS-BALKE, J.: Obst, Gem├╝se und Kr├Ąuter Karls des Gro├čen. Mainz 2008.
  • STREHLOW, W.: Das Hildegard von Bingen Kochbuch. M├╝nchen 1996. 
  • TEETZ, P.: D├╝rers Kochb├╝chlein. Cadolzburg 2017.
  • VOGT, L.: Die Gark├╝che: Braten, Backen und Kochen im Mittelalter. Ubstadt-Weiher 1997.
  • VOGT, L.: Das Luther-Melachthon-Kochbuch. Ubstadt-Weiher 2015.

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├ťber den Autor: 
Achim Werner, geb. 1956 in Schalksm├╝hle (M├Ąrkischer Kreis) studierte an den Universit├Ąten Bochum und K├Âln die F├Ącher Ur- und Fr├╝hgeschichte, Klassische Arch├Ąologie, Geologie und V├Âlkerkunde. Zusammen mit seinem Co-Autor Jens Dummer hat er mehrere arch├Ąologisch-historisch orientierte Kochb├╝cher ver├Âffentlicht. Sein vorletzter Band „Kochen und Backen mit ├ľtzi“ wurde von Gourmand World Cookbook Awards als „Bestes innovatives Kochbuch Deutschland 2016“ ausgezeichnet.

Weitere interessante Themen: 


Kommentare:

  1. Solche, historisch gesehen, lausige Kochvorf├╝hrungen, bei Museumsveranstaltungen habe ich selbst schon erlebt. Leider auch in meiner Eigenschaft als kleine Museumsmitarbeiterin, die in der Hinsicht nichts zu entscheiden gehabt hat.

    Falls der Autor des Beitrages die Klosterbaustelle Campus Galli in Me├čkirch (BW) nicht kennt: Dort verkaufen sie in ihrer Museumsgastronomie z.B. antike Lukaner-W├╝rstchen als echt karolingierzeitliche Klosterw├╝rste! Vom restlichen Speiseangebot will ich gar nicht erst anfangen. Das ist n├Ąmlich total ohne jeden Ehrgeiz und historisch einfach nur deplatziert.

    Gr├╝├čle,
    Maria

    AntwortenL├Âschen
    Antworten
    1. Du meinst die Lucanicae?
      JJ

      L├Âschen
    2. Exakt die sind gemeint.
      Ganz am Anfang des Projektstarts haben sie noch klar darauf hingewiesen, dass die "karolingischen" W├╝rste in Wirklichkeit nichts anderes als umbenannte Lukaner-W├╝rste sind, aber zwischenzeitlich haben sie diesen Hinweis entfernt.

      https://www.campus-galli.de/kueche/

      Gr├╝├čle,
      Maria

      L├Âschen
    3. Sechs Jahre l├Ąuft dieses merkw├╝rdige Ding in Messkirch jetzt, aber die Gastronomie ist offenbar immer noch so bescheiden wie zu Beginn.

      L├Âschen
    4. "bescheiden" ist an der klosterstadt nicht nur die gastro ;o) chris

      L├Âschen
  2. Hallo Herr Werner, was ich mir von solchen experimentalarch├Ąologischen Kochb├╝chern noch w├╝nschen w├╝rde, sind Zusatzinformationen abseits der Rezepte und Zutaten. Interessant w├Ąre z.B., welche K├╝chenutensilien f├╝r die Zubereitung wahrscheinlich benutzt worden sind (inkl. Abbildungen). Das fehlt meistens, wahrscheinlich wegen dem Aufwand. Es w├╝rde solche B├╝cher aber gerade f├╝r LH-Einsteiger sp├╝rbar als Informationsquelle aufwerten! Vielleicht haben Sie die M├Âglichkeit, das bei einem Ihrer eigenen Kochb├╝cher zuk├╝nftig zu ber├╝cksichtigen?

    AntwortenL├Âschen
    Antworten
    1. Solche Kochb├╝cher, die mehr Sachb├╝cher sind, gefallen mir auch am besten. Davon h├Ątte ich gerne ein gr├Â├čeres Angebot.

      Guinevere

      L├Âschen
  3. Ich habe mehrere Kochb├╝cher von der Liste, zum Beispiel das Gladiatorenkochbuch und das oberste ├ľtzikochbuch. Die sind sehr gut, weil die Autoren haben den goldenen Mittelweg zwischen den ├╝berlieferten Quellen und der einfachen Nachkochbarkeit mit heutigen Mitteln gut getroffen. Ohne Kompromisse geht es halt nicht, wenn man ein breites Publikum ansprechen m├Âchte.

    LG,
    Erwin

    AntwortenL├Âschen
  4. Ich scheitere oft schon an den Zutaten. Hier auf dem Land in unseren Superm├Ąrkten gibt es Dinge wie Kreuzk├╝mmel und Emmervollkornmehl nicht. Da muss ich dann in die n├Ąchste Stadt fahren. Tom P.

    AntwortenL├Âschen
  5. Wir kochen vor Publikum nur noch Gerichte, die von den Quellen her wirklich gut belegt sind. Im privateren Rahmen probiere ich aber gerne alles m├Âgliche aus, solange die Zutaten und Zubereitungsformen geschichtlich authentisch sind.

    AntwortenL├Âschen
  6. Meine Kritik: Bei manchen dieser historischen Kochb├╝cher wird der Platz f├╝r die Abbildungen nicht vern├╝nftig ausgenutzt. Was denken sich die Verlage dabei, wenn sie zwei Drittel einer Seite wei├č lassen? Wozu soll das gut sein? Das auf dem Titelbild abgebildete R├Âmerkochbuch von Edgar Comes (Zauberfeder Verlag) ist da hingegen wirklich vorbildhaft!

    AntwortenL├Âschen
  7. Kann den gelisteten Kriterien f├╝r solche B├╝cher nur zustimmen. Es w├Ąre sch├Ân, wenn sich Autoren zuk├╝nftig daran halten w├╝rden.

    AntwortenL├Âschen

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