Mittwoch, 24. März 2021

ūüéß H√∂rbares: Die Orestie des Euripides -- Interview mit Hannes Napierala vom Campus Galli -- Der √§lteste Nachweis j√ľdischen Lebens in Bayern -- usw.




 Euripides: Die Orestie (1/2) - H√∂rspiel nach Euripides von Raoul Schrott | Spieldauer 88 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download
Die Neu√ľbersetzung eines antiken Dramas ins Deutsche. Weil das alles ohne √ľbertriebenen Schwulst auskommt ist es leichter verdauliche Kost als die √§lteren √úbersetzungen. 

 Euripides: Die Orestie (2/2) - H√∂rspiel nach Euripides von Raoul Schrott | Spieldauer 88 Minuten | DF | Stream & Info | Direkter Download

 Die b√∂se Geschichte der Kulturzerst√∂rungen "Gerechte Zerst√∂rung kann es nicht geben" | Spieldauer 7 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info Direkter Download

 17. 03. 461 n. Chr. - Todestag vom irischen Nationalheiligen Saint Patrick | Spieldauer 4 Minuten | WDR/ARD | Stream & Info | Direkter Download
War derjenige, der diesen konfusen Beitrag geschnitten hat, möglicherweise besoffen oder hat er zu lange an einem Fliegenpilz gelutscht?

 Der √§lteste Nachweis j√ľdischen Lebens in Bayern - Eine 1500 Jahre alte Tonscherbe mit einer "Menor√°h" | Spieldauer 17 Minuten | BR/ARD | Stream & Info | Direkter Download
"Der sechste Nissan". Ich bin in meinem bisherigen Leben nur einmal einen Nissan gefahren ūüėĄūüėČ

 Wie ein St√ľck Mittelalter auf der Klosterbaustelle “Campus Galli” entsteht - Interview mit Hannes Napierala | Spieldauer 9 Minuten | Domradio | Stream & Info 
Dem Interviewten hilft die Ahnungslosigkeit der Interviewerin. Entsprechend l√§sst sie sich z.B. den alten B√§ren von der authentischen Kleidung aufbinden, obwohl Mitarbeiter auch abseits des Baubetriebs mit seinen arbeitsrechtlichen Einschr√§nkungen immer noch unn√∂tigerweise modernes Schuhwerk tragen. Geschichtsdidaktisch ist das unseri√∂s und als 'Living History', wie der Herr das in der Vergangenheit schon mal bezeichnet hat, geht das sicher nicht durch. Den Einsatz des Traktors verschweigt dieser Schm√§htandler auch, als er ausgerechnet die G√§rtnerei als Beispiel f√ľr authentisch mittelalterliches Arbeiten ohne Maschinen nennt. Also alles wie gehabt. Es wird wirklich Zeit, dass ich Napieralas 'F√ľhrer' rezensiere ... Interessant ist √ľbrigens, dass der gute Mann zwar h√∂rbar ungl√ľcklich √ľber das absurde √Ėffnungsverbot seines extrem weitl√§ufigen Freilichtmuseums ist, aber sich nicht dazu aufraffen kann, die Politik daf√ľr zu kritisieren. Diese ganzen staatsnahen Museumsheinis haben aufgrund von Karriereangst das R√ľckgrat einer Gummiente. Und sie wissen, dass ihre Betriebe schlussendlich sowieso mit Steuergeld gerettet werden. Anders sieht das allem Anschein nach eine von Napieralas Angestellten, die sich in der Campus-Galli-Rubrik dieses Blogs unmissverst√§ndlich kritisch zum √Ėffnungsverbot ge√§u√üert hat und mehr Einsatz ihres Chefs bef√ľrworten w√ľrde.



Kommentare:

  1. Dass sie dort moderne Turnschuhe zu MA-Kleidung tragen ist mir auch schon auf einigen Fotos aufgefallen. Daf√ľr w√ľrden sich sogar etliche Gromis sch√§men!

    Der Herr Gesch√§ftsf√ľhrer ist entweder ein ausgemachter Feigling oder er ist der Meinung, dass ausgerechnet Parteipolitiker ganz genau wissen, was das Beste f√ľr ihn und sein Freilichtmuseum ist, auch wenn so ein √Ėffnungsverbot jeder Logik widerspricht.
    So oder so ist der Kerl mMn ein ziemlich erbärmlicher Tropf.

    Der Wanderschmied

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  2. Da muss ich der Dame vom Campus Knalli √ľberraschenderweise recht geben. Anstatt die Menschen Freilichtmuseen besuchen zu lassen, dr√§ngt man sie durch solche Verbote indirekt dazu, sich in vergleichsweise engen privaten R√§umlichkeiten zu treffen und zu vergn√ľgen. Weil man kann nicht so weltfremd sein und glauben, die Menschen w√ľrden sich √ľber ein Jahr lang lang wegsperren und separieren lassen.
    Freilichtmuseen wie der Campus Galli wären deshalb Teil der Lösung, nicht Teil des Problems.
    Ich wei√ü nicht wie das bei dir in √Ėsterreich ist, Hiltibold, aber hier in Deutschland halten sich immer weniger an die Kontaktbeschr√§nkungen.

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    1. Das interessiert hier meiner Beobachtung nach in der Praxis kaum noch jemanden. An der Supermarktkasse wird nicht einmal mehr der verlangte 2m-Abstand eingehalten. Geschweige denn hält man sich an nächtliche Ausgangssperren und Besuchsbeschränkungen durch Mitglieder anderer Haushalte.

      Das alles kann einem wurscht sein oder man kann es schlecht finden, auf jeden Fall ist und und bleibt es ein Faktum. Man k√∂nnte sagen, breite Teile der Bev√∂lkerung stimmen hier mit den F√ľ√üen dar√ľber ab, was sie mittlerweile von vielen der einschl√§gigen Verordnungen halten. Ohnehin spiegelt sich das auch l√§ngst in Umfragen wieder.
      Das Freilichtmuseen und √§hnliche Einrichtungen in dieser Situation ein probates Ventil sein k√∂nnten, um ein wenig Druck abzulassen bzw. einen Lagerkoller zu verhindern ist sicher richtig. Da die Betreiber aber allesamt aufgrund finanzieller Abh√§ngigkeiten staatsnah sind, kriechen sie auf der Schleimspur und reden den Politikern nach dem Mund - in Deutschland wie auch in √Ėsterreich.
      Privat werden einige dieser Herrschaften sicher eine realistischere Sichtweise haben.

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    2. √úber die √Ėffnung von Freilichtmuseen k√∂nnte man zumindest im Einzelfall entscheiden. Der Aufwand w√§re nicht gro√ü, so viele gibt es davon schlie√ülich bei uns nicht. Der CG m√ľsste dann aufgrund seiner weitr√§umigen Strukturierung problemlos √∂ffnen k√∂nnen, jede andere Entscheidung w√§re schlichtweg nicht evidenzbasiert und idiotisch. Die Betreiber h√§tten dann wenigstens einige Besucher und die Rechnung am Jahresende w√ľrde nicht ganz so hoch f√ľr den Steuerb√ľrger ausfallen.

      An die Kontaktbeschr√§nkungen h√§lt sich wirklich kaum noch ein Mensch, egal ob jung oder alt. Da muss man schon hinter dem Mond leben oder ein total k√ľmmerliches Sozialleben haben, um das nicht mitzubekommen. Die Politiker wissen das auch ganz genau, ignorieren es aber stur.

      Gr√ľ√üle,
      Maria

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    3. Gestern kam ein Bericht, nachdem nur ein einziger Catering Anbieter in Wien mittlerweile pro Woche √ľber 100 Auftr√§ge von Privatleuten erh√§lt. Fast alle Auftr√§ge sind f√ľr 10 Personen aufw√§rts, also weit jenseits der erlaubten Zusammenk√ľnfte von vier Personen. Die Leute haben den Kanal voll, sie sehen ja, dass zb Schweden oder Florida ohne Lockdown nicht schlechter dastehen und k√∂nnen sich ihren Reim darauf machen.
      Sidol H.

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