Freitag, 25. Juni 2021

Krimskrams: Fragwürdige Luxusbushaltestelle für die Mittelalterbaustelle Campus Galli -- Gendern, ein "verlogener Scheißdreck" -- Wie aus Star Trek Star Dreck wurde

Fragwürdige Luxusbushaltestelle für die Mittelalterbaustelle Campus Galli

Der "Südkurier vermeldet (Artikel hinter Bezahlmauer), dass die seit Jahren finanzmarode Mittelalterbaustelle Campus Galli für 107 000 Euro eine " barrierefreie Bushaltestelle" erhalten soll. 

Eine stattliche Summe, für die man beinahe ein kleines Fertigteil-Einfamilienhaus erwerben kann. Hier stellt sich die Frage, ob es nicht auch günstiger ginge? Höchstwahrscheinlich, aber gerade Bauunterhemen haben es sich zur Gewohnheit gemacht, den Staat/Steuerzahler mit Mondpreisen auszunehmen wie eine Weihnachtsgans. Die viel zitierte "schwäbische Hausfrau" hatte hier bei der Preisgestaltung jedenfalls nichts mitzureden (andererseits liegt die Standortgemeinde des Projekts ja auch nicht mehr in Schwaben, sondern schon in Südbaden, wie mir einige Leser bereits vor Jahren erklärt haben).

Die Fragwürdigkeit der teuren Bushaltestelle wird freilich durch einen weiteren Sachverhalt noch gesteigert: Vertreter des quasi im Nirgendwo liegenden Campus Galli haben höchstselbst in der Vergangenheit mehrmals ausdrücklich in Richtung Besucher darauf hingewiesen, dass die grob geschotterten Wege der weiträumigen Anlage außerordentlich schlecht für Gehbehinderte geeignet sind:

"Gehbehinderte oder ältere Menschen tun sich oft schwer, auch mit dem Rollstuhl ist das Vorankommen auf den „Waldwegen“ nicht einfach".

Umso bemerkenswerter ist es, dass nun die Politik für viel Steuergeld ausgerechnet vor den Toren dieses holprigen Hindernisparcours eine barrierefreie Bushaltestelle errichten möchte.
Ich fühle mich ein wenig an eine Folge der Fernsehserie "Die Simpsons" erinnert (Video), als man die Schule für einen einzigen Schüler im Rollstuhl 'barrierefrei' gemacht hat (siehe obiges Bild) und man dabei von der (Bau-)Mafia von vorne bis hinten über den Tisch gezogen wurde.

Übrigens, katholisch.de hat ebenfalls einen (unkritischen) Beitrag über den Campus Galli veröffentlicht. Darin weist der Geschäftsführer Hannas Napierala wieder einmal darauf hin, dass das winzige Holzkirchlein des Projekts nicht geweiht ist, weil der Pachtvertrag mit der Standortgemeinde Meßkirch dies verbietet bzw. sich niemand von einem geweihten Kirchengebäude "ausgeschlossen" fühlen soll.
Wer soll denn das bitteschön sein? Ein, zwei, rabiate Atheisten aus Hintertupfingen (btw, ich selbst bin Agnostiker)?
Anders als etwa im Fall vieler Moscheen dürfen Kirchengebäude nämlich von allen Menschen betreten werden - unabhängig vom persönlichen Glauben oder Unglauben. Überhaupt ist es bemerkenswert, dass ausgerechnet der Bürgermeister einer Partei, die sich selbst als CHRISTLICH Demokratische Union bezeichnet, partout eine geweihte Kirche verhindern möchte. Gleichzeitig wurde in Meßkirch während der Amtszeit dieses Bürgermeisters ein relativ großer Moscheebau inklusive Minarett bewilligt. Doch lassen wir das einfach ohne weiteren Kommentar so stehen.

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Elke Heidenreich nimmt sich kein Blatt vor den Mund

Die bekannte Buchautorin, Journalistin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich äußert sich in einem Podcast des Kölner Stadtanzeigers wenig wohlmeinend über diverse Aspekte der aktuellen Eskalationsstufe des Feminismus. 
Von sich selbst sagt Heidenreich mit Nachdruck, dass sie keine Feministin ist (das ist etwas, was sie mit der klaren Mehrheit ihrer Geschlechtsgenossinnen in Deutschland teilt). Und eine Frau zu sein habe ihr in der Arbeitswelt nicht etwa Nachteile, sondern Vorteile gebracht. Z.B. als sie bei SWF3 eine Anstellung fand, weil man dort damals - bei all den vielen männlichen Angestellten - dringend eine Frau benötigte. Trotzdem spricht sie sich nun gegen Quotenfrauen aus, Jobs sollten stattdessen streng nach individueller Qualifikation vergeben werden.

"Es ist Quatsch zu sagen, jetzt nehmen wir mal drei Frauen rein, wie dusselig die auch sind. Hauptsache wir haben drei Frauen drinnen. Das geht auch nicht. Es muss der Klügere, der Bessere sein."

Ja, so wäre es wünschenswert. Wir wissen freilich, dass die Realität längst anders aussieht und man Stellen gerade im staatlichen und staatsnahen Bereich haufenweise nach Geschlecht und zunehmend auch nach Hautfarbe vergibt oder vergeben möchte (ich erinnere nur an die schräge Episode mit dem komisch-germanischen Zentralmuseum).

Noch wesentlich deutlicher wird Elke Heidenreich beim Thema "Gendern":

"Grauenhaft, wenn ich das schon höre, diese Sprache! [...]. Jeden Abend hören wir im Fernsehen: 'Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Ihren Apotheker'. Wir hören nicht 'Ihren Arzt oder Ihre Ärztin und Ihren Apotheker und Ihre Apothekerin'. Weil dann wäre es schon wieder zu teuer, weil dann wäre es schon wieder zu lange. 
Das ist alles ein verlogener Scheißdreck. Und das kann ich überhaupt nicht leiden, dass man die Sprache so verhunzt, dass man jetzt Künstler_Innen sagt. Ich gucke schon fast nicht mehr 'Kulturzeit', was meine Lieblingssendung jeden Tag auf 3Sat ist, weil die da auch diesen Quatsch machen. Ich kann es auf den Tod nicht leiden, die Sprache so zu verhunzen. 
Wenn ich sage 'Menschen', dann meine ich alle 'Menschen'. Wenn ich sage 'Künstler', meine ich alle Künstler, die Künstler sind, auch die Frauen. Dieses feministische Getue in der Sprache geht mir furchtbar gegen den Strich. [...] Das ist doch alles hysterisch, was da passiert."

Passend dazu hat eine relativ aktuelle Umfrage von  "infratest dimap" ergeben, dass 65 Prozent, also knapp zwei Drittel der Befragten, das Gendern ablehnen. Das ist eine Steigerung um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Man könnte hier zu folgendem Schluss kommen: Je penetranter der weltanschaulich eher monolithische Block aus Medien, Universitäten und Politik das Gendern propagiert, umso stärker fallen die Abwehrreaktionen in der Bevölkerung aus - übrigens auch bei einer klaren Mehrheit der Frauen. 

Es ist schon kurios: Da hat man einst eine Rechtschreibreform durchgedrückt, die das klar formulierte Ziel hatte, die Sprache zu vereinfachen, um ein Unterscheidungsmerkmal zwischen 'denen da oben' (mit höherer Bildung) und der großen Masse der Bevölkerung zu 'nivellieren'. Nun aber, rund zwei Jahrzehnte später, verkompliziert man die deutsche Sprache mit Brachialgewalt wieder und zieht damit eine besonders scharfe Trennlinie zwischen den selbsternannten Eliten und der Mehrheitsbevölkerung. Wobei diese Eliten zwar formal eine höhere Bildung besitzen (etwa Bullshit-Abschlüsse in wertlosen Schwafelfächern wie Politikwissenschaft), ansonsten aber eher schlicht formatierte Herdentiere mit ausgeprägter Gefallsucht innerhalb ihrer sozialen Blase sind. Oder um Arthur Schopenhauer zu zitieren: 

"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."

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Set phasers to 'fucked' - Wie aus Star Trek Star Dreck wurde 


Ich war mal ein ziemlich großer Star-Trek-Fan - wie diese kleine Auswahl aus meiner Merchandise-Sammlung veranschaulicht. Doch leider, das Franchise ist schon lange nicht mehr das, was es einmal war. Zu lange hat man die Kuh ohne echte Kreativpause gemolken, und reiten wollte man sie dann auch noch, obwohl sie doch bereits so gut wie tot war. 

Das Ergebnis dieses langjährigen Prozesses wird in Fan-Kreisen gerne "Kurtzman-Trek" bezeichnet - benannt nach jenem ignoranten Hollywood-Wurschtl, der einen Großteil von Star Trek vor einigen Jahren in seine Gewalt gebracht hat. Passenderweise heißt es schon in einem alten Wienerlied: "Den Wurschtl, den kann keiner erschlagen." Das gilt auch für besagten Alex Kurztman. Obwohl sämtliche unter seiner Ägide produzierten Star-Trek-Serien der letzten Jahre ein kolossaler Reinfall beim Publikum gewesen sind, darf er trotzdem dank eines schlauen Knebelvertrags und dummer Studio-Bosse bis mindestens 2023 weitermachen.

Der Tiefpunkt seines Schaffens ist die aktuelle Serie "Star Trek: Picard", die Kurtzman-typisch dystopisch-woke ist und in der man die überaus belliebte Figur des Captain Picard nach Strich und Faden abmontiert - oder, um einen Begriff aus den Schwafelwissenschaften zu verwenden - man sie "dekonstruiert". 
Als eifriger Beitragstäter tritt hier Patrick Stewart, der langjährige Darsteller von Picard, in Erscheinung. Picard ist - nicht zuletzt auf seinen Wunsch hin - nun ein weinerlicher, an Weltraum-Alzheimer leidender Tattergreis, der desorientiert durch die Handlung stolpert und im Schatten von vielen "strong women" steht. Die Sternenflotte und das Star-Trek-Universum insgesamt sind neuerdings nämlich eine Art Matriarchat.
Fast erwartet man als Seher, dass der überflüssig gewordenen Zausel Picard in ein Pflegeheim auf Risa eingewiesen und unter Sachwalterschaft gestellt wird... Tja, so wollten die meisten Fans den einstigen Helden der Sternenflotte eher nicht in Erinnerung behalten. 

Doch was rede ich hier lange herum, im nachfolgenden Video wird die ganze Misere auf humorvolle und zugespitzte Weise dargelegt.


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15 Kommentare:

  1. Für mich haben eigentlich immer nur zwei der Trek-Serien gezählt: TOS und TNG. Eigentlich ist es nämlich schon mit DS9 und VOY ein wenig abwärts gegangen, bei Enterprise ward dann die Luft erst mal ganz draußen. Aber ich muss einräumen, dass selbst Enterprise viel besser war als Discovery und Picard. Diese neuen Serien sind nur mehr düsterer Krach, die positive Sicht auf die Zukunft ist komplett aus dem Konzept von Star Trek eliminiert worden.

    C3PO

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    1. Das muss ich leider zu 100 Prozent unterschreiben.

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  2. Am in den letzten zwei, drei Jahren enorm um sich greifenden Gendern kann man gut die politische Radikalisierung des Journalismus insgesamt erkennen. Dabei redet privat so gut wie kein Mensch so, auch nicht diese Heuchler aus den Medien. "Scheißdreck" in der Tat.

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    1. Heuchelei, abgrundtiefe Verlogenheit und schiere Bösartigkeit sind zentrale Elemente der Ideologie, die hinter dem Gendern stehen.

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    2. Das ist nur Konsequent, bei kollektivistischen Ideologien, die Menschen in Gruppen einteilen und diese dann mit Labeln wie "Tätergruppe" und Opfergruppe" versehen, anstatt den Charakter des jeweils Einzelnen zu berücksichtigen.
      Feminismus ist heute im Westen kaum noch etwas anderes als als Sexismus der schlimmsten Sorte, der als das genaue Gegenteil vermarktet wird. Es gibt leider einige Dumme, die auf diesen orwellschen Neusprech reinfallen.
      W.T.C.

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  3. Ich muss immer lachen, wenn bei Star Trek halbe Frauensportionen riesige männliche Aliens mit Links auf die Bretter fäusteln. Schöner könnte der Woke-Kult in Hollywood doch gar nicht seine Realitätsferne demonstrieren! :-)

    Schöne Sachen hast du da in deiner Fanartikelsammlung, darunter richtige Klassiker wie die Playmate Phaser aus den 90ern. Da werde ich richtig neidisch ;-)

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  4. Guck dir mal deutsche Krimis an, die haben mittlerweile auch matriarchale Züge. Vor allem die Kriminalpolizei besteht zu guten Teilen aus Wei... Damen. Dass das eine Verkehrung der Realität ist, muss ich glaube ich nicht extra dazusagen.

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    1. Ich mag bzw. schaue grundsätzlich keine Krimis - von ganz wenigen, weit in der Vergangenheit zurückliegenden Produktionen abgesehen (das gilt für deutschsprachige Film- und Serien-Produktionen insgesamt). Ich bekomme von den aktuellen Vorgängen deshalb eigentlich nichts mit, erahne allerdings, was da mittlerweile so abgeht.

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  5. Servus! In meinem Wohnort haben sie vor 9 Jahren das Gemeindeamt ebenfalls barrierefrei gemacht. Hat eine Viertelmillion gekostet.
    Null Gehbehinderte, die auf diese Umbauten angewiesen wären, haben das Amt seitdem besucht, sagt mir meine Frau, die dort arbeitet. Ich wiederhole: NULL in 9 Jahren.
    Einfach weil diese Menschen Bevollmächtigte schicken können oder, in besonderen Fällen, die Angestellen des Amtes auch Hausbesuche machen.
    Aber das zu kritisieren ist politisch schwer unkorrekt. Es gibt Dinge, da kann man Gelder der Offentlichen Hand verballern und befreundeten Bauunternehmen zuschieben, ohne dass sich jemand etwas zu sagen traut. Eine ganz großartige Sache für Korruptionisten.

    LG,
    Erwin

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  6. Meßkirch liegt vor allem im sogenannten "Geniewinkel"! Der CG ist der beste Beleg für die Genialität der Einheimischen und ganz besonders der Politiker. Damit haben sie sich regelrecht ein Denkmal für ihren überragenden Intellekt gesetzt, finde ich.

    ;-)

    Grüßle,
    Maria

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  7. Nicht nur Star Trek hat sich zum Schlechten verändert, sondern auch Star Wars etc sind "woke" bis zum Abwinken. Die radikale politische Botschaft ist den Machern längst wichtiger als eine gute Story und sympathische Figuren. Ich schaue mir deshalb nur noch alte Serien und Filme aus den 1880ern und 1990ern an. Magnum, Knight Rider, Home Improvement, Married with Children usw. Brauche nix neues.
    Wünsche dir ein schönes Restwochenende, lieber Leidensgenosse Hiltibold ;o)

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    1. Handhabe das mit dem Unterhaltungsprogramm exakt gleich. 'Retro' wie "Frasier" sind bei mir angesagt.

      Schönes Wochenende!

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  8. Der auch von dir glaube ich geschätzte Joe Rogan hatte zum Thema Gender/Sex usw. vor ein paar Tagen ein interessantes Gespräch:
    https://www.youtube.com/watch?v=OHE442ISkUU
    -GermaniKuss

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  9. Wahrscheinlich ist es jetzt nur eine Frage der Zeit, bis auch bei öffentlichen Veranstaltungen mit Elke Heidenreich Rollkommandos der staatlich geförderten Antifa auftauchen. Selbst Alice Schwarzer ist davon nicht verschont geblieben, nachdem sie die extremistischen Tendenzen im Feminismus kritisiert hat.

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  10. Vor 30 Jahren kam ich mit dem Gendern an der Uni in Berührung und empfand es aufgrund meiner Zwangsstörung als angemessen. Da es mir aufgrund meiner Zwangsstörung aber dringend notwendig erschien, doch schlicht nicht möglich war, das generische Femininum "diese Pfeifen" zu gendern*, habe ich zur pathologisch unbelasteten Form des normalen Sprachgebrauchs zurückgefunden.

    *) Leider nicht nur deswegen und ich wiederhole es immer und immer wieder:
    Für das Interrogativpronomen "wer" [ethm. von germ. "Mann"] wurde mit "wex" [etym. von engl. "waxing" oder von Lingua Tertii Imperii "Quex"?] erfreulicherweise**) schon ein Ersatz gefunden.

    Ausstehend sind allerdings noch "Mensch" [etym. Substantivierung von "männlich"] und "Welt" [von Protogermanisch "weraldiz" = "*weraz" (man/ husband) +‎ "*aldiz" (age, generation/ lifetime), in etwa "Lebensspanne eines Mannes"], ist da noch viel Genderarbeit zu tun.
    [Man muss sich zwar auch durch das englische Wiktionary durcharbeiten, wird dann aber wenigstens fündig.]

    **)Wenn bestimmte Leute eine eigene LTI bzw. LQI sprechen und so ihren Intellekt offenbaren - ist das nicht wunderbar?

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