Freitag, 15. Oktober 2021

đŸ“œ️ Videos: Seltsame Waffen des Mittelalters -- Rekonstruktion eines römischen Schnellimbisslokals -- Adam Weishaupt und der Illuminatenorden -- ArchĂ€ologie in Österreich -- usw.



 Weird Weapons: Swordhammer? Polesword? | Spieldauer 18 Minuten | Youtube | Stream & Info
Sicher eine der eigenartigsten mittelalerlichen Waffen, die ich je gesehen habe. Wie es um den praktischen Kampfwert dieses Ă€ußerst sonderbaren Dings bestellt ist, wird in diesem Video sehr gut ersichtlich 😄


 Rekonstruktion eines römischen Schnellimbisslokals in Pompeji | Spieldauer 1 Minuten | Youtube | Stream & Info |
Bei der Vorlage (Video hier) fĂŒr diese schöne 3D-Rekonstruktion handelt es sich um ein relativ neue Entdeckung, die erst seit kurzem fĂŒr Besucher zugĂ€nglich ist.


 Adam Weishaupt und der Illuminatenorden | Spieldauer 109 Minuten | Youtube | Stream & Info
Abseits des Illuminaten "Meme" hier etwas zu den tatsĂ€chlichen historischen HintergrĂŒnden. Zumindest soweit ich das beurteilen kann, wobei ich mit dem Thema nicht wirklich vertraut bin. Also am besten selber anschauen und sich eine Meinung bilden. Eines weiß ich allerdings seit Kurzem sicher: George Washington schreibt 1798 in einem Brief  von der GefĂ€hrlickeit des Illuminatenordens.

 Bauberufe des Mittelalters - Der Weg des Steins | Spieldauer 15 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk zieht dieses Guedelon-Thema  nun schon so lange durch die BĂŒsche... erkennbar an den uralten Aufnahmen.

 Römer-ArchĂ€ologie in Globaßnitz | Spieldauer 3 Minuten | Youtube | Stream & Info

 ArchĂ€ologie in Hallstatt und in der Dachstein-Region | Spieldauer 4 Minuten | ORF | Stream & Info 
Wie bitte, BlauschimmelkÀse gab es schon in der Hallstattzeit?! Ich dachte bisher, der sei erst im Mittelalter erfunden worden. Interessante Sache.

 Arne-Torben Voigts und das SteinzeitfrĂŒhstĂŒck | Spieldauer 4 Minuten | NDR/ARD | Stream & Info

 Eines der grĂ¶ĂŸten RĂ€tsel der bayerischen Geschichte | Spieldauer 7 Minuten | BR | Stream & Info
Spannend und interessant, aber: Gerade Medien zehren allenthalben an der Hitlerzeit. Was wĂŒrden viele Deutsche - vor allem aber ihre Eliten - nur ohne den aspektreichen Negativkult rund um den gescheiterten Landschaftsmaler aus Braunau am Inn sein? Weniger neurotisch? Weniger gefallsĂŒchtige? Weniger leicht manipulierbar? Fragen ĂŒber Fragen, man kann nur spekulieren ... 


6 Kommentare:

  1. Das Buch, um das es in der Korrespondenz Washingtons geht, gibt es als Digitalisat online: https://archive.org/details/proofsofconspira00robi

    Titel: "Proofs of a conspiracy against all the religions an governments of Europe", Autor war der schottische Physiker, Mathematiker und Naturphilosoph John Robison ( ohne "N" in der Mitte). Erscheinungsjahr: 1797.

    Ich kann die LektĂŒre nur empfehlen. DarĂŒber hinaus dĂŒrfte es, auch fĂŒr Nichtkatholiken, interessant sein, was die Kirche so zur Freimaurerei zu sagen hatte, angefangen von Papst Clemens XII. mit seiner Bulle "In Eminenti" 1738, bis hin zu Pius XII. Ratzinger hatte sich in seiner Eigenschaft als Chef der Glaubenskongregation in den Neunzigern nochmal zu dem Thema geĂ€ußert und gesagt, dass die Kirche an ihrer Meinung bezĂŒglich der Freimaurerei festhalte.
    Eine, wie ich finde, gute Zusammenstellung kirchlicher Aussagen zur Freimaurerei findet sich hier:
    https://kath-zdw.ch/maria/texte/Verurteilung_der_Freimaurerei.html

    200 Jahre lang haben PĂ€pste gegen die Freimaurerei gewettert - mit zum Teil Ă€ußerst heftigen Begriffen. Heute dagegen ist mit Bergolio ein Mann an die Spitze der Kirche gelangt, der der Freimaurerei deutlich aufgeschlossener gegenĂŒber steht, um es einmal vorsichtig zu sagen.
    Das wird von den Logen auch dementsprechend honoriert:
    https://www.freimaurer.online/2013/10/der-neue-papst-und-die-freimaurerei/





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    1. Ein ĂŒberraschend aspektreiches Thema.

      Der gegenwÀrtige Papst ist ja auch vielen Katholiken nicht mehr ganz koscher. Stattdessen erfreut er sich allem Anschein nach bei der eigentlich nicht sehr katholizismusaffinen Journaille - inklusive öffentlich-rechtlicher Rundfunk - im Gegensatz zu seinem VorgÀnger einiger Beliebtheit. Was mir - in Kenntnis der politischen PrÀferenzen dieser Blase - durchaus beredt erscheinen will.

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    2. Da gebe ich Dir recht - wobei: Einigen war Franziskus von Anfang an nicht koscher. Es wurde seinerzeit nach dem RĂŒcktritt Benedikts 2013 eifrig unter Kirchenrechtlern diskutiert, ob der RĂŒcktritt in dieser Form ĂŒberhaupt gĂŒltig gewesen sei, da Benedikt ja nur vom "munus" aber nicht vom "officium" gesprochen und Papstnamen und Insignien behalten habe. Eigentlich hĂ€tte Benedikt nach RĂŒcktritt wieder seinen Taufnamen Jospeh Ratzinger annehmen und sich wie ein gewöhnlicher Bischof (nicht Kardinal!) kleiden mĂŒssen. Eigentlich.

      Dass er es nicht getan hat, fĂŒhrt u.a. dazu, dass die Vorhersagen einer Nonne namens Anna Katharina Emmerich aus dem 19. Jahrhundert ziemlich prĂ€zise zur Situation heute passen:
      Sie sah eine Zeit voraus, in der es zwei PĂ€pste geben wĂŒrde - einen richtigen und einen falschen, den sie als Papst der "Afterkirche" bezeichnet (vor dem Hintergrund der Missbrauchskandale ist "Afterkirche" sicher der passende Ausdruck).

      Emmerich sagte:
      „Ich sah auch, wie sehr ĂŒbel die Folgen von dieser Afterkirche sein wĂŒrden. Ich sah sie wachsen, ich sah viele Ketzer aller StĂ€nde nach der Stadt [Rom] ziehen. Ich sah die Lauigkeit der dortigen Geistlichen wachsen, ich sah sich viel Dunkelheit dort mehr und mehr verbreiten. […] Ich sah in allen Orten die katholischen Gemeinden gedrĂŒckt, bedrĂ€ngt, zusammengeschoben und eingeschlossen werden. Ich sah viele Kirchen aller Orten sperren. […] Ich hatte das Bild wieder, wie die Peterskirche planmĂ€ĂŸig durch die geheime Sekte abgetragen und auch durch StĂŒrme abgebrochen werde.“

      Die "Sekte" ist fĂŒr Emmerich die Freimaurerei. Weiter sagt sie:
      „Ich sehe den Heiligen Vater in großer BedrĂ€ngnis. Er bewohnt einen andern Palast und lĂ€ĂŸt nur wenige Vertraute vor sich. WĂŒrde die schlechte Partei ihre große StĂ€rke kennen, sie wĂ€re schon losgebrochen. Ich fĂŒrchte, der Heilige Vater wird vor seinem Ende noch große Drangsale leiden mĂŒssen. Die schwarze Afterkirche sehe ich im Wachsen und in ĂŒblem Einfluß auf die Gesinnung. Die Not des Heiligen Vaters und der Kirche ist wirklich so groß, daß man Tag und Nacht zu Gott flehen Muß Es ist mir viel zu beten aufgetragen fĂŒr die Kirche und den Papst…“

      Die Quelle der Zitate ist hier zu finden:
      https://www.deutschland.world/home/der-jetzige-papst/die-zwei-pÀpste-vision-der-seligen-anna-katharina-emmerich/

      Am Anfang des Beitrags steht auch ein Link zum Digitalisat des Buches, aus dem zitiert wurde.

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    3. "Afterkirch", ja, das ist in dem besagten Zusammenhang wirklich gut!

      Wenn ich mich richtig erinnere, dann sind in der Kirchengeschichte ja auch GegenpĂ€pste, die den Machtkampf verloren hatten, unter Ablegung ihrer hohen Ämter und Insignien ins Kloster oder eine andere kirchliche Einrichtung gegangen. Dass Papa Ratzi es anders gehandhabt hat ist doch bemerkenswert. Ob da ein Hintergrdanke besteht?

      Bei solchen Prophezeiungen ist zwar Vorsicht geboten, damit man nicht zuviel hinein interpretiert, aber spannend und interessant ist das durchaus.

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    4. >> Ob da ein Hintergedanke besteht?

      Ich denke, in der mittleren Zukunft könnten Kirchenrechtler zumindest feststellen, dass Anordnungen von Papst Franziskus unwirksam sind, weil der VorgÀnger-Papst formal eigentlich nie richtig abgedankt hat.

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    5. Ja, das wĂ€re spannend. Da hĂ€ngt ja eine ganze Menge dran. Allein schon die Ernennungen von Bischöfen und KardinĂ€len wĂ€ren dann ungĂŒltig. Von lehramtlichen Entscheidungen ganz zu schweigen. Oder man denke nur an das Konkordat mit China.

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